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Zierfische, Familie Cichlidae

Schwanzstreifenbuntbarsch Biotodoma cupido

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Biotodoma cupido ist ein südamerikanischer Buntbarsch aus der Familie Cichlidae mit leicht hochrückigem, seitlich abgeflachtem Körper. Die Grundfarbe reicht von silbrig-grau bis blassgelb, oft mit einem grünen bis bläulichen Schimmer. Charakteristisch ist ein markanter schwarzer Fleck im hinteren oberen Körperdrittel oberhalb der Seitenlinie sowie ein vertikaler schwarzer Streifen durch das Auge.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • 10-13 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 22-28 °CTemperatur

  • 5-7pH-Wert

  • 1-5 °dGHGesamthärte

  • ab 300 lAquariengröße

Beschreibung

Im Gesicht treten häufig irisierende Linien oder Punkte in Blau-Grün auf. Die Art erreicht ca. 10 cm SL. Im Aquarium zeigt Biotodoma cupido ein ruhiges, scheues Auftreten in mittleren bis unteren Wasserschichten. Die Tiere suchen aktiv den Bodengrund ab, indem sie feinen Sand durchkauen und darin enthaltene Nahrungspartikel filtern (benthophages Suchverhalten). Sie sind gesellig und bevorzugen Artgenossen-Gesellschaft; in Gruppen von 5-8 Tieren wirken sie sicherer. Besonderheit: Benthophager Erdfresser. Feiner Sand als Substrat ist notwendig. Saisonales Wanderverhalten in der Natur (Regenzeit).

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22-28 °C, pH 5,0-7,0, GH 1-5 dGH. Weiches, leicht saures Wasser. Beckengröße: Mindestens 150 cm Kantenlänge (ca. 300 Liter) für eine Gruppe von 5-8 Tieren. Feiner Sand als Bodengrund notwendig. Reichlich Totholz, Wurzeln und Falllaub als Rückzugsmöglichkeiten. Robuste Pflanzen am Rand und Schwimmpflanzen zur Abschattung. Geringe bis moderate Strömung. Gedämpfte bis moderate Beleuchtung reduziert Stress. Regelmäßige Wasserwechsel (50-70 % wöchentlich) wichtig; Art reagiert empfindlich auf Schadstoffansammlungen. B. cupido ist eine Art mit mittlerem Schwierigkeitsgrad für erfahrene Aquarianer.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Biotodoma cupido ist friedlich und schüchtern, lebt in Gruppen ab 5-8 Tieren. Die Art ist wenig durchsetzungsfähig und sollte nur mit friedlichen Beifischen gehalten werden. Verträglichkeit mit Wirbellosen ist eingeschränkt: Zwerggarnelen werden gelegentlich gefressen, größere Garnelen wie Amano werden meist ignoriert. Vergesellschaftung gelingt mit ruhigen südamerikanischen Arten: kleine bis mittelgroße Salmler, ruhige Welse (z.B. Ancistrus, Corydoras) und Zwergbuntbarsche (z.B. Apistogramma). Dominierende oder räuberische Fische vermeiden.

Ernährung

Biotodoma cupido ist ein Omnivor (Erdfresser) mit Neigung zum Fleischanteil. Im Aquarium: Lebend- und Frostfutter (Mückenlarven, Artemia, Mysis, Daphnien) sowie hochwertiges sinkendes Granulat und gelegentliche pflanzliche Ergänzungen (Spirulina). Drei bis vier kleine Fütterungen pro Tag sind ideal. Auf Tubifex und rote Mückenlarven ist zu verzichten: Sie gelten bei südamerikanischen Erdfressern als Auslöser von Flagellatenbefall und Lochkrankheit.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Substratlaicher
Zuchtschwierigkeit: Mittel bis schwer Die Zucht erfolgt als biparentale Substratlaicherei auf teilweise vergrabenen Steinen oder in flachen Sandmulden. Beide Eltern betreuen und verteidigen das Gelege von etwa 100 Eiern. Inkubation bei 23-26 °C rund 72-96 Stunden, freischwimmende Jungfische nach etwa 5 Tagen. Zuchtwasser: pH 5,5-6,5, GH bis 5 °dGH, 26-28 °C. Auslöser: Simulation der Regenzeit durch größere, etwas kühlere Wasserwechsel mit weichem Wasser. Brutpflege beider Eltern dauert etwa 6 Wochen. Geschlechtsreife mit 18-24 Monaten.

Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 5,5 bis 6,5, bis 5 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Biotodoma cupido lebt in langsamen bis mäßigen Strömungen in sandigen Flussarmen und Buchten des Amazonasbeckens sowie des Essequibo-Flusssystems. Bevorzugt werden feiner Sand, dichter Uferbewuchs, Wurzelwerk und Totholz in schattigen, strukturierten Habitaten. Klares, tanninhaltiges Wasser mit einem mittleren pH von 6,1.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind etwas größer und hochrückiger als Weibchen und entwickeln längere filamentartige Verlängerungen an Rücken-, After- und Schwanzflosse. Männchen zeigen durchgängige irisierende blaue Streifen auf dem Kopf, Weibchen dort eher Flecken. Die Genitalpapille des Männchens ist länglich, die des Weibchens abgerundet.

Krankheiten

Wir haben keine Informationen zur Krankheitsanfälligkeit.

Gut zu wissen

  • Typisches Erdfresser-Verhalten (Sand durchsieben)
  • Feiner Sand als Bodengrund notwendig
  • Wenig durchsetzungsfähig, nur mit friedlichen Beifischen
  • Biparentale Brutpflege (beide Eltern)
  • Empfindlich auf Schadstoffanreicherungen
  • Wöchentliche Wasserwechsel von 50-70 % empfohlen

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Schwanzstreifenbuntbarsch?

Temperatur 22-28 °C, pH 5-7, GH 1-5 °dGH. Feiner Sand als Bodengrund ist notwendig.

Kann man den Schwanzstreifenbuntbarsch vergesellschaften?

Ja, mit ruhigen südamerikanischen Arten: Salmler, Corydoras, Apistogramma. Die Art ist wenig durchsetzungsfähig, dominierende Fische vermeiden.

Kann man den Schwanzstreifenbuntbarsch züchten?

Substratlaicher mit biparentaler Brutpflege. Zuchtwasser: pH 5,5-6,5, GH bis 5 °dGH, 26-28 °C. Regenzeit-Simulation als Auslöser.

Was frisst der Schwanzstreifenbuntbarsch?

Omnivor (Erdfresser): Frostfutter, sinkendes Granulat, Spirulina. Drei bis vier kleine Fütterungen pro Tag ideal.

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Fragen und Erfahrungen

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