
Karpfenfische
Mosquitorasbora
Boraras brigittae
- Endgröße: bis 2 cm
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 20-28 °C
- pH-Wert: pH 4-7
- Wasserhärte: weich
- Schwierigkeit: Mittel
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Cyprinidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Boraras merah, der Phoenix-Zwergbärbling, ist ein winziger, intensiv gefärbter Schwarmfisch aus der Familie Cyprinidae (in manchen Systematiken Danionidae). Die Art ist endemisch in Teilen Borneos, konkret in Süd- und West-Kalimantan (Indonesien), im Jelai-Bila-Flusssystem der Provinz Kalimantan Tengah. Mit einer Gesamtlänge von nur etwa 2 cm gehört die Art zu den kleinsten Süßwasserfischen der Welt.

bis 2 cmEndgröße
3-5 JahreLebenserwartung
22-28 °CTemperatur
4-6,5pH-Wert
1-5 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Die Grundfärbung reicht je nach Stimmung und Lichtverhältnissen von intensiv rötlich-orange bis silbrig. Das namensgebende Merkmal ist ein großer, dunkler ovaler Fleck auf der vorderen Körperhälfte, der von einem leuchtend orangen bis roten Saum umgeben ist und an einen Phoenix erinnert. Hinter diesem Fleck setzt sich ein unterbrochener dunkler Längsstreifen bis zur Schwanzwurzel fort. Männchen zeigen in Balzstimmung besonders intensive Farben. Die Art bewohnt ausschließlich die Torfmoorwälder und daraus entstehenden Schwarzwasserbäche ihrer Heimat – sie ist obligat an extreme Schwarzwasser-Bedingungen gebunden. Im Aquarium zeigt Boraras merah ein ruhiges, überwiegend scheues Verhalten in der mittleren Wasserschicht. In ausreichend großen Gruppen und optimalen Schwarzwasserbedingungen entfaltet sich die volle Farbintensität – in zu kleinen Gruppen oder nicht angepassten Wasserwerten verblassen die Tiere schnell.
Boraras merah benötigt eine Wassertemperatur von 22 bis 28 °C, einen pH-Wert von 4,0 bis 6,5 (optimal 5,0 bis 6,0) und eine sehr weiche Wasserhärte von 1 bis 5 °dGH. Die Art ist ein obligater Schwarzwasserfisch und toleriert keine harten oder alkalischen Wasserwerte – GH-Werte über 6 °dGH sind auf Dauer ungeeignet. Beckengröße: Mindestens 60 cm Kantenlänge und 54 Liter reichen für eine Gruppe von 8 bis 10 Tieren. Größere, in Breite angelegte Aquarien sind wegen der ausgeprägten Schwarmaktivität aber deutlich besser geeignet – ideal sind 80 cm Länge mit 15 bis 20 Tieren. Einrichtung: Dicht bepflanzt mit feinfiedrigen Pflanzen und Moosen (Javamoos, Weihnachtsmoos), Schwimmpflanzen zur Beschattung (Salvinia, Pistia), dunkler Bodengrund aus Feinsand oder Schwarzwasser-Substrat, ausgiebige Laubstreu (Seemandelbaumblätter, Eichenblätter, Erlenzapfen) zur Huminstoff-Anreicherung. Das Wasser sollte eine leicht teefarbene Tönung haben. Torf oder Moorkienholz im Filter unterstützen die Schwarzwasser-Parameter. Wichtig bei Neueinsetzung: Boraras merah reagiert sehr empfindlich auf Parameter-Sprünge. Eine langsame Tropfakklimatisierung über 1 bis 2 Stunden ist essenziell, um osmotischen Schock zu vermeiden. Osmosewasser mit Schwarzwasser-Aufbereitung wird für eine dauerhaft erfolgreiche Haltung dringend empfohlen. Bei Parasiten Malachitgrün-Formalin nach Herstellerangabe, starke Huminsäure-Aufbereitung oder vorsichtige Temperaturerhöhung verwenden. Auch Malachitgrün sollte vorsichtig dosiert werden. Boraras merah ist eine Art für Aquarianer mit mittlerer Erfahrung.
Kupfer: Boraras merah ist aufgrund seiner extrem geringen Körpergröße und dünnen Hautschicht hochempfindlich gegenüber kupferbasierten Medikamenten. Kupfer-Präparate (Cupramine, Copper Power, CuSO4) führen schnell zu Kiemen-Nekrosen, Lethargie und Fressunlust. Standard-Dosierungen sind bei dieser Art kontraindiziert. Bei Ich/Samtkrankheit stattdessen mit Temperaturerhöhung und hohen Huminsäure-Konzentrationen (Seemandelbaumblätter, Erlenzäpfchen) arbeiten, oder stark reduzierte Dosen Malachitgrün/Formalin.
Boraras merah ist ein ausgeprägter Schwarmfisch. Mindestens 8 bis 10 Tiere sind als Mindestgruppe erforderlich, empfohlen werden 15 bis 20 Exemplare. In größeren Gruppen zeigt die Art lebhafte Schwarmdynamik mit harmonischer Gruppenstruktur. Das Temperament ist sehr friedlich und zurückhaltend. Während der Balz intensiviert sich die Färbung der Männchen; leichte Imponierverhaltensweisen sind möglich, aber selten aggressiv. Die Art ist gegenüber robusten, dominanten Beifischen empfindlich. Geeignete Beifische sind andere ruhige, kleinbleibende südostasiatische Arten: kleine Rasboras, kleinbleibende Schmerlen. Großräubige Cichliden jeglicher Herkunft sind zu vermeiden. Verträglich mit ausgewachsenen Zwerggarnelen; Schnecken werden toleriert.
Boraras merah ist ein Mikropredator. In der Natur und im Aquarium ernährt sich die Art überwiegend von sehr feinen tierischen Nahrungsquellen: Artemia-Nauplien, Cyclops, winzige Daphnien, Mikrowürmchen. Ergänzend hochwertiges, sehr feines Mikro-Granulat oder zerriebenes Flockenfutter. Proteinreiche Nahrung wird bevorzugt.
Fortpflanzungstyp: Freilaicher (kontinuierlicher Laicher). Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als anspruchsvoll. Boraras merah legt über einen Zeitraum kontinuierlich geringe Eimengen ab (oft 1 bis 3 Eier pro Tag). Eltern sind Laichräuber und müssen entfernt werden. Die Eier entwickeln sich bei 26 Grad Celsius binnen 24 bis 48 Stunden. Zucht-Wasserwerte: Temperatur 26 bis 28 Grad Celsius, pH 4,0 bis 6,0, GH maximal 4 dGH. Erstfutter: Infusorien, nach ein bis zwei Wochen Artemia-Nauplien.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 4 bis 6, bis 4 °dGH
Boraras merah ist endemisch in Teilen Borneos, konkret in Süd- und West-Borneo (Kalimantan Tengah) in Indonesien. Die Art besiedelt langsam fließende, stark huminstoffreiche Schwarzwasserbäche und Torfmoorwälder. Teefarbenes Wasser mit hohen Konzentrationen von Huminsäuren und Tannin. Dichtes Kronendach, gedämpftes Licht, Boden aus Laubschicht und Torfmaterial.
Männchen sind schlanker und zeigen eine intensivere Rotfärbung, besonders zur Balzzeit. Weibchen sind fülliger gebaut mit runderem Bauch und insgesamt blasserer Färbung.
Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 22 bis 28 Grad Celsius, pH 4,0 bis 6,5 und GH 1 bis 5 dGH. Weiches Schwarzwasser.
Ja, mit anderen ruhigen, kleinbleibenden südostasiatischen Arten wie kleinen Rasboras und kleinbleibenden Schmerlen. Großräubige Cichliden sind zu vermeiden. Verträglich mit ausgewachsenen Zwerggarnelen.
Ja, die Zucht ist gut dokumentiert, aber anspruchsvoll. Kontinuierlicher Laicher. Zucht-Wasserwerte: 26 bis 28 Grad Celsius, pH 4,0 bis 6,0, GH maximal 4 dGH.
Ein Mikropredator. Artemia-Nauplien, Cyclops, winzige Daphnien und Mikrowürmchen. Ergänzend feines Mikro-Granulat. Proteinreiche Nahrung bevorzugt.
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