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Zierfische, Familie Hypopomidae

Stumpfnasen-Messerfisch Brachyhypopomus brevirostris

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Stumpfnasen-Messerfisch (Brachyhypopomus brevirostris) wird bis zu 34,7 cm (TL) groß und ist ein schlanker Elektrofisch aus der Familie Hypopomidae. Die Grundfärbung ist kryptisch-bräunlich mit unregelmäßigen dunkleren Flecken und Bändern. Der Körper verschmälert sich zum Schwanzende hin stark. Im Aquarium verhält sich Brachyhypopomus brevirostris zurückhaltend und nachtaktiv.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • bis 34,7 cmEndgröße

  • 5-8 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 5,5-7pH-Wert

  • 1-8 °dGHGesamthärte

  • ab 790 lAquariengröße

Beschreibung

Tagsüber verbergen sich die Tiere in dichter Vegetation, unter Wurzeln oder in Höhlen. Zur Orientierung und sozialen Kommunikation nutzt die Art ein schwaches elektrisches Organ – typisch für Gymnotiformes. Diese Entladungen übermitteln anderen Individuen Positions- und Stimmungsinformationen.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 24–28 °C, pH 5,5–7,0, GH 1–8 dGH. B. brevirostris ist eine Weichwasserart. Mindestbecken von 790 Liter als Untergrenze, mit langer Grundfläche. Das Becken sollte lang und flach sein – Brachyhypopomus brevirostris ist ein Bodenbewohner. Weicher Sand als Bodensubstrat (obligatorisch), dichtes Laub, Wurzeln, versunkenes Holz als Verstecke, Schwimmpflanzen zur Beschattung. Strömung: still bis langsam. Beleuchtung: gedämpft. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel mit enthärtetem Wasser für pH/GH-Stabilität. Der Stumpfnasen-Messerfisch ist eine zurückhaltende, nachtaktive Art für erfahrene Aquarianer mit Interesse an elektrisch kommunizierenden südamerikanischen Fischen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Brachyhypopomus brevirostris gilt als friedlich gegenüber Artgenossen und anderen Fischarten ähnlicher Größe. Im Aquarium empfiehlt sich eine Haltung in kleinen Gruppen von mindestens 4–6 Tieren. Während der Reproduktionsphase können Männchen intensiveres Territorialverhalten zeigen. Das Temperament ist generell als scheu und nicht aggressiv zu beschreiben. Kleine Garnelen wie Neocaridina werden gefressen. Größere adulte Schnecken werden meist toleriert. Ausschließlich mit südamerikanischen Weichwasserarten vergesellschaften. Geeignet: mittelgroße bis große südamerikanische Salmler, ruhige Panzerwelse (Corydoras, Loricariidae), kleine friedliche Buntbarsche. Hartwasserarten sind zu vermeiden.

Ernährung

Brachyhypopomus brevirostris ist karnivor und frisst in der Natur kleine Wirbellose vom Substrat. Im Aquarium: Lebendfutter und Frostfutter bevorzugt – Tubifex, rote Mückenlarven, Artemia, Enchyträen, kleine Regenwürmer. Trockenfutter wird meist abgelehnt. Fütterung in der Dämmerung und Nacht.

Zucht

Für Brachyhypopomus brevirostris im Aquarium nicht reproduzierbar dokumentiert. Substratlaicher mit väterlicher Brutpflege – für verwandte Arten der Gattung gut dokumentiert. Männchen bewachen das Gelege in geschützten Kavitäten. Gelege ca. 50 Eier (für Gattung angegeben). Zucht-Trigger: Leitfähigkeits- und Temperatursenkung kombiniert mit verlängerter Dunkelphase; Konditionierung mit reichlich Lebendfutter.

Natürlicher Lebensraum

Amazonas-System (Peru, Brasilien), Orinoco-System (Venezuela, Kolumbien), Küstengewässer der Guayanas (Guyana, Surinam, Französisch-Guyana), oberes Paraguay-System. Ufer- und Flachwasserzonen mit dichter Schwimm- und Tauchvegetation, weichem Sand- oder Schlammboden, viel Laubfall.

Geschlechtsunterschiede

Männchen werden größer als Weibchen und besitzen bei unverletzten Exemplaren eine gut erkennbare Schwanzflosse (Caudalfilament), die bei Weibchen fehlt oder stark reduziert ist. Während der Laichzeit entwickeln Männchen eine zusätzliche Hypertrophie des Caudalfilaments.

Gut zu wissen

  • Kryptische Tarnfärbung, angepasst an trübe, laubreiche Habitate
  • Schwach elektrisches Organ zur Orientierung und Kommunikation
  • Nachtaktiv; tagsüber versteckt
  • Kann sich in weichem Substrat eingraben
  • Fakultative Luftatmung: toleriert temporär sauerstoffarme Bedingungen
  • Ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus: Männchen größer, mit erkennbarer Schwanzflosse (Caudalfilament)
  • Nachwachsendes Schwanzgewebe: Gymnotiformes können Schwanzstrukturen regenerieren

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Stumpfnasen-Messerfisch?

Temperatur 24–28 °C, pH 5,5–7,0 und GH 1–8 dGH. Die Art ist eine Weichwasserart und benötigt weiches, leicht saures bis neutrales Wasser.

Kann man den Stumpfnasen-Messerfisch vergesellschaften?

Ja, ausschließlich mit südamerikanischen Weichwasserarten. Geeignet sind mittelgroße Salmler, ruhige Panzerwelse und kleine friedliche Buntbarsche.

Kann man den Stumpfnasen-Messerfisch im Aquarium züchten?

Für Brachyhypopomus brevirostris sind keine reproduzierbaren Zuchterfolge im Aquarium dokumentiert. Die Art ist ein Substratlaicher mit väterlicher Brutpflege.

Was frisst der Stumpfnasen-Messerfisch?

Ausschließlich tierische Kost: Tubifex, rote Mückenlarven, Artemia, Enchyträen und kleine Regenwürmer. Trockenfutter wird meist verweigert. Fütterung sollte abends oder nachts erfolgen.

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