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Zierfische, Familie Pimelodidae

Dourada Brachyplatystoma rousseauxii

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Dourada (Brachyplatystoma rousseauxii) erreicht bis 192 cm (TL) und ist einer der größten Süßwasserwelse der Welt aus der Familie Pimelodidae. Für Heimaquarien ist er nicht geeignet: Ein Wels dieser Größe findet nur in Schauaquarien oder vergleichbaren Großanlagen über 10.000 Litern Platz.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Einzelgänger
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • bis 192 cmEndgröße

  • 11-16 JahreLebenserwartung

  • 22-28 °CTemperatur

  • 6-8pH-Wert

  • 1-20 °dGHGesamthärte

  • ab 10000 lAquariengröße

Beschreibung

Sein Körper ist langgestreckt und stromlinienförmig, perfekt angepasst an das Leben in schnellen, tiefen Flussströmungen. Charakteristisch ist die silbrig-goldene Körperfärbung, die je nach Lichteinfall wie verchromt oder vergoldet erscheint – ein Alleinstellungsmerkmal innerhalb der Gattung. Die tief gegabelte Schwanzflosse unterstreicht seine enorme Schwimmleistung. Im Aquarium zeigt sich Brachyplatystoma rousseauxii als ständig aktive, schwimmfreudige Art, die nahezu permanent in Bewegung ist. Sein natürlicher Lebenszyklus ist geprägt von Laichwanderungen – mit dokumentierten Streckenlängen von bis zu 5.500 km ist er Rekordhalter unter den Süßwasserfischen.

Haltung und Pflege

Für Heimaquarien ist der Dourada nicht geeignet: Er kann bis 192 cm lang werden und findet nur in Schauaquarien oder vergleichbaren Großanlagen mit Becken über 10.000 Litern Platz. Wasserwerte: Temperatur 22–28 °C, pH 6,0–8,0, GH 1–20 dGH. Die Art ist bezüglich der Wasserhärte sehr tolerant. Selbst für erfahrene Spezialisten und öffentliche Einrichtungen sind Becken von über 10.000 Litern erforderlich. Offene Schwimmflächen dominieren; sandige bis schlammige Substrate. Starke, gleichmäßige Strömung ist essenziell. Überdimensionierte Filtration und regelmäßige Wasserwechsel. Der Dourada ist einer der ungewöhnlichsten Süßwasserfische der Welt. Lediglich große öffentliche Schauaquarien oder hochspezialisierte Privataquaristik mit Großanlagen kommen in Frage.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Einzelhaltung wird empfohlen. Tagaktiv, großräumig schwimmend, gegenüber gleich großen Fischen überwiegend indifferent. Kleinere Fische und Wirbellose werden als Beute betrachtet. Garnelen, Krebstiere und kleine Schnecken sind grundsätzlich gefährdet. Nur mit sehr robusten, großwerdenden südamerikanischen Arten vergesellschaftbar. Alle kleinen Fische, Garnelen und Krebstiere sind ungeeignet.

Ernährung

Primär piscivor. In der Natur frisst er hauptsächlich andere Fische sowie Krebstiere. In Gefangenschaft: Garnelen, Muschelfleisch, Tintenfisch, Stinte und Fischfilets. Erwachsene Tiere werden nur einmal pro Woche gefüttert.

Zucht

Zuchterfolge in Gefangenschaft sind nicht bekannt und aufgrund des migrationsabhängigen Fortpflanzungszyklus nahezu unmöglich. Fortpflanzungstyp: Freilaicher. Die Art wandert bis zu 5.500 km zu ihren Laichgründen. Gelege: 480.000 bis über 1.000.000 Eier pro Laichereignis. Die Larven driften anschließend passiv den Amazonas hinunter.

Natürlicher Lebensraum

Brachyplatystoma rousseauxii bewohnt das Amazonas- und Orinoco-Einzugsgebiet sowie größere Flusssysteme in Französisch-Guayana, Peru, Brasilien, Kolumbien, Bolivien, Ecuador, Guyana, Suriname und Venezuela. Die Art bevorzugt tiefe, schnell fließende Hauptströme in trüben Weißwassersystemen.

Geschlechtsunterschiede

Ein Sexualdimorphismus ist bei dieser Art nicht sicher erkennbar. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Weibchen die Geschlechtsreife bei etwa 88–91 cm SL erreichen, Männchen bei etwa 81–83 cm SL. Eine verlässliche visuelle Unterscheidung im Aquarium ist nicht dokumentiert.

Gut zu wissen

  • Nicht für Heimaquarien geeignet: bis 192 cm lang; nur für Schauaquarien oder vergleichbare Großanlagen mit Becken über 10.000 Litern
  • Einzige Art der Gattung mit gleichmäßig silbrig-goldener Körperfärbung
  • Rekordverdächtige Wanderstrecke: bis zu 5.500 km für eine Laichreise
  • Extrem hoher Schwimmraumbedarf; benötigt sehr lange Becken
  • Räuberisch gegenüber kleineren Fischen und Wirbellosen
  • Kupferempfindlich: Schuppenlose Welse nehmen Kupfer besonders rasch über die Haut auf – kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden.

Galerie

Häufige Fragen

Kann man den Dourada im Aquarium halten?

Im Heimaquarium nicht. Der Dourada kann bis 192 cm lang werden, schwimmt nahezu ständig und braucht Becken von über 10.000 Litern, wie sie fast nur Schauaquarien haben.

Wie groß wird der Dourada?

Brachyplatystoma rousseauxii erreicht bis zu 192 cm Totallänge und ist damit einer der größten Süßwasserfische. Für Heimaquarien ist die Art nicht geeignet.

Welche Wasserwerte braucht der Dourada?

Temperatur 22–28 °C, pH 6,0–8,0 und GH 1–20 dGH. Die Art ist bezüglich der Wasserhärte sehr tolerant, benötigt aber extrem große Becken mit starker Strömung.

Kann man den Dourada im Aquarium züchten?

Nein, Zuchterfolge in Gefangenschaft sind nicht dokumentiert. Die Art unternimmt Laichwanderungen von bis zu 5.500 km, die im Aquarium nicht nachgeahmt werden können.

Was frisst der Dourada?

Primär piscivor: Fischfilets, Stinte, Muschelfleisch, Tintenfisch und Garnelen. Erwachsene Tiere werden nur einmal wöchentlich gefüttert. Säugetierfleisch sollte vermieden werden.

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