
Karpfenfische
Goldrotfeder
Scardinius erythrophthalmus
- Endgröße: bis 61,7 cm
- Aquarium: ab 2400 l
- Temperatur: 4-22 °C
- pH-Wert: pH 7-7,5
- Wasserhärte: mittel bis hart
- Schwierigkeit: Einfach
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Cyprinidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Carassius auratus, der Goldfisch, ist ein kompakt gebauter Cyprinide aus Ostasien mit einem sehr variantenreichen Erscheinungsbild und einer Maximalgröße von bis zu 48 cm TL (Wildform). Im Aquarium bleiben Schleierschwänze und andere Zuchtformen bei 15-25 cm.

bis 48 cmEndgröße
10-35 JahreLebenserwartung
10-22 °CTemperatur
6,5-8pH-Wert
8-16 °dGHGesamthärte
ab 1180 lAquariengröße
Die Wildform zeigt oliv- bis braun-messingfarbene Töne mit zurückhaltendem metallischen Schimmer; durch jahrhundertelange Zucht (dokumentiert seit der Tang-Dynastie in China, ca. 7. Jhd.) sind zahlreiche Farbvarianten entstanden. Farbtöne reichen von Gelb über Orange und Rot bis hin zu Weiß, Schwarz, Braun und Oliv; gescheckte Muster wie beim Shubunkin sowie metallisches Schillern kommen häufig vor. Zuchtformen wie der Schleierschwanz besitzen oft verlängerte, fließende Schwanz- und Rückenflossen.
Im Aquarium zeigen Schleierschwänze ein ruhiges, gemächliches Schwimmverhalten mit deutlicher Vorliebe für die untere und mittlere Wasserschicht. Sie sind Gründler und sondieren den Bodengrund sowie bepflanzte Bereiche ständig nach Nahrung.
Wasserwerte: Temperatur 10-22 °C, pH 6,5-8,0, GH 8-16 dGH. Die Art verträgt saisonal kühlere Temperaturen und profitiert von einer Winterabsenkung. Goldfische sind Kaltwasserfische und benötigen keinen Heizer; eine Überwinterung bei deutlich kühlen Temperaturen (unter 15 °C) fördert die Vitalität und ist Voraussetzung für erfolgreiche Zucht. Kurzleibige Hochzuchten wie Schleierschwanz, Oranda oder Ryukin sind kälteempfindlicher als die Wildform und sollten 12 °C nicht unterschreiten. Tropische Temperaturen über 24 °C werden dauerhaft nicht toleriert.
Beckengröße: Mindestens 240 cm Kantenlänge (ca. 1.180 L) für eine Gruppe von fünf Tieren. Kurzwüchsige Zuchtformen wie der Schleierschwanz kommen mit weniger aus; als Untergrenze gelten rund 100 Liter je Tier. Die Wildform und Kometen erreichen bis zu 48 cm und gehören in den Gartenteich.
Einrichtung: Sandiges Substrat oder feiner, abgerundeter Kies vermeidet Verletzungen beim Gründeln. Dichte, robuste Pflanzen (z. B. Javafarn, Anubias) bieten Rückzug, weichblättrige Pflanzen werden durch Fraß und Gründeln gefährdet. Strömung: still bis langsam. Leistungsstarke Filterung ist Pflicht, da Goldfische relativ viel Ausscheidungen produzieren; regelmäßige Wasserwechsel sind notwendig.
Carassius auratus ist ein geselliger Fisch, der in Gruppen von mindestens 5 Individuen gehalten werden sollte. Die Art zeigt ein friedliches Temperament gegenüber anderen ruhigen Fischen ähnlicher Größe. Sie ist nicht territorial und meidet Auseinandersetzungen.
Während der Brutzeit ändert sich das Verhalten deutlich: Männchen werden aktiver und treiben die Weibchen intensiv durch das Becken, bis das Ablaichen erfolgt.
Als Beifische eignen sich andere kältetolerante, ostasiatische Arten oder robuste Karpfenfische. Tropische Fische sind aufgrund der unterschiedlichen Temperaturanforderungen ungeeignet.
Verträglichkeit mit Wirbellosen: Garnelen sind ungeeignet – Junggarnelen werden in der Regel gefressen. Schnecken sind riskant, da größere Schnecken zwar meist überleben, aber an Schleimhäuten oder Fühlern gezupft werden können.
Carassius auratus ist ein Allesfresser. Hochwertiges Flockenfutter als Basis, sinkende Pellets (wichtig, da schwebende Futter zu Gasbildung führen kann), Lebend- und Frostfutter wie Mückenlarven, Daphnien, Artemia und Tubifex sowie pflanzliche Kost (Wasserlinsen, überbrühte Erbsen, Spirulina-Präparate). Pflanzliche Komponenten sind wichtig, um Verdauungsproblemen vorzubeugen. Überfütterung führt schnell zu erhöhter Wasserbelastung.
Carassius auratus ist ein eierlegender Fisch mit moderatem Zuchtaufwand. Die Zucht ist seit Jahrhunderten dokumentiert und gut beschrieben. Zucht-Wasserwerte: Temperatur 20-24 °C, pH 6,5-8,0, GH max. 20 dGH.
Für die Auslösung des Laichverhaltens ist ein Temperaturreiz bewährt: kühle Überwinterung (unter 15 °C) gefolgt von langsamer Erwärmung auf 20-24 °C im Frühjahr sowie gesteigerte Fütterung mit Lebendfutter.
Carassius auratus streut adhäsive Eier über Pflanzen oder Laichmatten; es findet keine Brutpflege statt. Adulte Tiere fressen Eier und Jungfische, weshalb Eltern nach dem Ablaichen getrennt werden sollten. Gelegegröße: 500-4.000 Eier (typisch 1.000-2.000). Inkubationszeit: ca. 48-72 Stunden bei 20-25 °C. Aufzucht mit Infusorien, Staubfutter und frisch geschlüpften Artemia-Nauplien. Geschlechtsreife nach etwa 12 Monaten.
Zuchtwasser: 20 bis 24 °C, pH 6,5 bis 8, bis 20 °dGH
Carassius auratus stammt aus Ostasien (China, Japan, Korea, Taiwan) und ist heute weltweit in Aquakultur und in verwilderten Populationen verbreitet. In der Natur bewohnen Goldfische stehende oder sehr langsam fließende Gewässer wie Teiche, Seen, tote Flussarme und Kanäle. Typisch sind schlammige Böden mit dichter Vegetation; Pflanzenbestände bieten sowohl Nahrung als auch Laichplätze und Schutz vor Prädatoren. Die Strömung ist allgemein gering bis langsam.
Bei Carassius auratus sind die Geschlechter während der Laichzeit deutlich zu unterscheiden. Männchen entwickeln typischerweise kleine weiße Ausstülpungen (Laichausschlag, sogenannte Tuberkel) auf den Kiemendeckeln und an den Brustflossen. Weibchen zeigen eine rundere, fülligere Körperform mit deutlich prallerem Bauch, insbesondere wenn sie laichbereit sind.
Temperatur 10-22 °C, pH 6,5-8,0 und GH 8-16 dGH. Goldfische sind Kaltwasserfische und benötigen keinen Heizer. Tropische Temperaturen über 24 °C werden dauerhaft nicht toleriert.
Mit anderen kältetoleranten, ostasiatischen Arten oder robusten Karpfenfischen. Tropische Fische und afrikanische Buntbarsche sind ungeeignet. Garnelen werden gefressen, Schneckenhaltung ist riskant.
Die Zucht ist seit Jahrhunderten dokumentiert und gut beschrieben. Kühle Überwinterung unter 15 °C gefolgt von langsamer Erwärmung auf 20-24 °C löst das Laichverhalten aus. Gelegegröße 500-4.000 Eier.
Mindestens 240 cm und 1.180 L für eine Gruppe von fünf Tieren. Für kurzwüchsige Zuchtformen wie den Schleierschwanz gelten rund 100 Liter je Tier als Untergrenze; Wildform und Kometen gehören in den Gartenteich.
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