Caridina propinqua

Deutscher Name: Mandarinengarnele

Quelle: Zierfischgrosshandel G.Höner
Herkunft: China, Südostasien, Taiwan
Farben: Gelb, Orange, Rot, Weiß
Schwierig: Mittel
Gattung: Caridina
Gruppe: Garnelen

Beschreibung

Caridina propinqua ist eine Art aus der Familie der Atyidae. Sie gehört zur Ordnung der Caridea. Ihr wissenschaftlicher Name bleibt in der Fachliteratur erhalten. Die Mandarinengarnele ist mit einem mittleren Körper von etwa 2,5 cm Länge bekannt. Ihr Körper zeigt meist ein helles, fast durchsichtiges Blau mit feinen, dunklen Streifen. Diese Streifen helfen der Garnele, sich in ihrem natürlichen Lebensraum zu tarnen. Es gibt jedoch unterschiedliche Angaben zur Farbintensität, was auf regionale Unterschiede hindeuten kann. Caridina propinqua lebt in klaren, fließenden Gewässern in Südostasien. Dort findet man sie meist in Bachläufen und Flussmündungen, wo das Wasser sauerstoffreich und leicht sauer ist. Die Larven entwickeln sich in Gewässern mit stabilem pH-Wert und mäßiger Härte. In diesem Umfeld sind auch zahlreiche Algen und Mikroorganismen anzutreffen, die als Nahrungsgrundlage dienen. Die Garnele zeigt interessante Verhaltensweisen, die in der Forschung Beachtung finden. Sie ist tagaktiv und reagiert schnell auf Lichtwechsel. Dabei wechselt sie ihre Position im Wasser, was als Schutz vor Fressfeinden gilt. Zudem nutzt sie ihre feinen Antennen, um Nahrung zu entdecken. Solche Anpassungen helfen ihr, sich an wechselnde Umweltbedingungen anzupassen. Im Aquarium muss auf eine Temperatur von 24 bis 26 Grad und einen pH-Wert um 6,5 bis 7,5 geachtet werden. Hierbei sollte auch die Wasserhärte moderat gehalten werden. Diese Bedingungen decken sich mit den natürlichen Lebensräumen und helfen, den Stress bei der Haltung zu minimieren. Einige Quellen liefern hier widersprüchliche Messwerte, weshalb genaue Angaben stets mit Vorsicht zu interpretieren sind.

Besonderheiten

Die Art Caridina propinqua, auch Mandarinengarnele genannt, zeigt eine hohe Toleranz gegenüber variablen Wasserparametern. Das Tier passt sich gut an unterschiedliche Lebensräume an, was sein Überleben fördert. Zudem weist es helle Körperfärbungen auf, die als Tarnung gegen Fressfeinde dienen können. Mehrere unabhängige Studien belegen diese Merkmale. Im Vergleich zu nahe verwandten Garnelenarten zeigt dieses Tier oft eine größere Anpassungsfähigkeit. Allerdings gibt es noch Unsicherheiten bei Details zur Genetik und Reproduktionsbiologie, sodass weiterer Forschungsbedarf besteht.

Vergesellschaftungshinweise

Diese kleinen Wasserbewohner fühlen sich in einem ruhigen Gemeinschaftsaquarium wohl. Sie können mit friedlichen Fischen und bedacht gewählten Wirbellosen zusammenleben. Aggressive oder raubende Arten sollten vermieden werden, da sie Verletzungen oder Stress verursachen. Es ist ratsam, sie in kleinen Gruppen zu halten, um Sicherheit zu gewährleisten. Geeignete Mitbewohner sind kleine Salmler, unauffällige Schnecken oder andere sanfte Tiere. Verstecke und dichte Bepflanzung bieten allen Bewohnern Schutz und fördern ein stabiles Beckenklima.
Größe: Bis zu 2,5 cm

Erscheinungsbild

Die kleine Garnele zeigt stets einen schlanken, transparent wirkenden Körper. Ihre Färbung bewegt sich meist im Bereich von Kupferrot und Orange. Caridina propinqua besitzt ein ausgeprägtes, zahnig besetztes Rostrum mit durchschnittlich sieben dorsal angeordneten Stacheln. Lange, filigrane Antennen unterstützen stets zuverlässig die räumliche Orientierung im heterogenen Wasserkolloid. Der Körper erreicht durchschnittlich eine Länge von 2,5 Zentimetern und zeigt feine, unregelmäßige Muster. Runde, hervorstehende Augen tragen zur Differenzierung bei und unterstützen die Wahrnehmung. Diese äußeren Merkmale verbinden Form und Funktion in einer klar abgegrenzten Art.

Zucht und Fortpflanzung

Diese Art legt kleine, runde Eier, die am Körper fixiert bleiben, bis die Jungen als Miniaturen schlüpfen. Bei ihr erfolgt keine ausgedehnte freie Larvalentwicklung, was den Unterschied zu anderen Krebstieren zeigt. Die Zucht erfordert ein klares Wasserbild mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5, moderater Härte und einer Temperatur von 22 bis 26 Grad. Solche Bedingungen unterstützen den Stoffwechsel der Tiere. Als Nahrung werden Algen, Biofilm und zusätzliches Futter wie Garnelenpellets angeboten. Gleichzeitig bietet ein feiner Bodengrund nicht nur Nährstoffansammlungen, sondern auch Rückzugsmöglichkeiten. Häutungen sind ein essenzieller Teil ihres Lebens. Dabei wirft das Tier seine alte, harte Schale ab, während eine neue, weiche Hülle entsteht. Dieser Prozess, der als Häutung bezeichnet wird, ist wichtig für das Wachstum und erfordert Ruhephasen, in denen das Tier besonders schutzbedürftig ist. Während der Wachstumsschritte übersteht der Nachwuchs mehrere Häutungszyklen, bis er seine volle Größe erreicht hat. Jede Häutung markiert eine neue Entwicklungsstufe, die von hormonellen Prozessen gesteuert wird. Die Tiere zeigen im Aquarium ein ruhiges, aber aktives Verhalten. Sie grasen gezielt auf Algen und detritusreichen Ablagerungen, was ihr Nahrungsverhalten beschreibt. Gleichzeitig suchen sie in dichten Pflanzen oder unter Steinen Schutz. Ihre Bewegungen sind behutsam, und sie wagen sich auch auf Pflanzen oder leichte Kletterstrukturen. Dieser Zusammenhang zwischen Fortpflanzung, Häutung, Wachstum und alltäglichem Verhalten verdeutlicht, wie die Tiere exakt an ihre Umwelt angepasst sind. Die Bedingungen in einem gut gepflegten Aquarium erlauben so die artgerechte Haltung und Förderung der natürlichen Lebensprozesse dieser Garnelenart.
Beckengröße:
Mindestens 20 Liter, idealerweise mit vielen Versteckmöglichkeiten, ausreichend Schwimmraum und einer leichten Strömung.
Wasserhärte: mittelhart
PH-wert
6,0-7,5
Temperatur:
22-26 °C
Alterserwartung
1–2 Jahre

Ernährung/Futterbedarf

Dieses Tier wird in der Regel mehrmals wöchentlich in kleinen Mengen gefüttert. Es nimmt vor allem proteinreiche Nahrung an und profitiert von Calcium-Ergänzungen für den Schalenbau. Frisches Gemüse wie fein gehackter Blattspinat oder blanchierte Gurken wird gern angeboten. Im Aquarium wird das Futter langsam verteilt, um den natürlichen Sammeltrieb zu fördern. Auf stark gewürzte Speisen wird verzichtet.

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