Centromochlus perugiae
Beschreibung
Centromochlus perugiae, der Netz-Trugdornwels, ist ein kompakt gebauter, schlanker Wels der Familie Auchenipteridae mit einer markanten, netzartigen Zeichnung. Die Grundfärbung reicht von weißlich bis gelblich; darauf liegt ein kontrastreiches Muster aus großen schwarzen Flecken, getrennt durch ein helles, netzartiges Muster (Honigwaben- oder Giraffenmuster). Die Art erreicht maximal 6 cm SL.
Im Aquarium ist Centromochlus perugiae überwiegend nachtaktiv und zurückgezogen. Tagsüber bevorzugt die Art enge Spalten und Röhren; in der Dämmerung oder nachts werden die Tiere aktiv und suchen Nahrung oberflächennah. Die Art praktiziert innere Befruchtung: Männchen verfügen über eine umgewandelte Afterflosse zur Begattung. Die Tiere sind Sprungkandidaten, eine Abdeckung wird dringend empfohlen.
Besonderheiten
- Nachtaktiv; tagsüber in Verstecken, aktiv ab Einbruch der Dämmerung
- Innere Befruchtung: Männchen mit modifizierter Afterflosse
- Weibchen bewachen das Gelege in der Bruthöhle
- Oberflächennahe Nahrungsaufnahme in Dämmerung und Nacht
- Springt gelegentlich; Abdeckung dringend empfohlen
- Bevorzugt mäßige bis starke Strömung und sandigen Bodengrund
- Nachzucht dokumentiert; regelmäßige Zuchterfolge bekannt
Vergesellschaftungshinweise
Centromochlus perugiae kann einzeln oder in kleinen Gruppen gehalten werden. Friedlich gegenüber ruhigen Beifischen, kaum Territorialität außerhalb der Fortpflanzungszeit. Nachtaktiver Insektenfresser.
Als Beifische eignen sich südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche. Sehr kleine Junggarnelen können nachts gefressen werden, adulte Garnelen und Schnecken sind unproblematisch.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen besitzen eine zur Begattung umgewandelte, verdickte und verlängerte Afterflosse. Weibchen haben eine normal geformte Afterflosse und sind meist fülliger, vor allem bei Laichbereitschaft.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: 24-28 °C, pH 5,5-7,5, GH 6-10 dGH.
Mindestens 60 cm Kantenlänge (ca. 54 Liter). Sandiger Bodengrund, zahlreiche Verstecke aus Totholz, Wurzeln, Röhren. Mäßige bis starke Strömung. Gedämpfte Beleuchtung. Sichere Abdeckung wegen Sprungrisiko.
Fütterung nach Einschalten des Nachtlichts oder nach Abschalten der Hauptbeleuchtung. Carnivor/insektenfressend: Lebend- und Frostfutter sowie sinkende Pellets.
Zucht und Fortpflanzung
Fortpflanzungstyp: Innere Befruchtung via modifizierter Afterflosse des Männchens. Mittelschwer. Weibchen können Spermien speichern und Eier auch ohne direkte Anwesenheit des Männchens ablegen.
Zucht-Werte: 24-28 °C, pH 5,5-7,5, GH bis 10 dGH. Laich in engen Höhlen und Röhren. Moderate bis starke Strömung als Reiz. Weibchen bewacht Gelege. Jungfische nach Schlupf separieren. Startfutter: Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen.
Ernährung/Futterbedarf
Überwiegend insektenfressend. Lebend- und Frostfutter: rote Mückenlarven, Tubifex, weiße Mückenlarven, Artemia-Nauplien. Sinkendes Trockenfutter wird nach Eingewöhnung akzeptiert. Fütterung in der Dämmerung oder nachts.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Centromochlus perugiae stammt aus Südamerika, im oberen Amazonasbecken in Peru, Ecuador und Kolumbien. Uferzonen von Fließgewässern ohne ausgeprägte Vegetation, sandige Bodengründe mit zahlreichen Verstecken aus Totholz und Felsspalten. Mäßige bis starke Strömung.