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Zierfische, Familie Channidae

Pfauen-Prachtschlangenkopf Channa pulchra

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Pfauen-Prachtschlangenkopf (Channa pulchra) wird 25–30 cm groß und zeigt seine Zeichnung aus grau-bläulichem Grundton mit feinen schwarzen Punkten und kontrastreichen orangefarbenen Flecken. Markant sind die Brustflossen mit 4–5 weißen, halbkreisförmigen Bändern auf dunklem Grund und ein schwarzer Fleck im vorderen Bereich der Rückenflosse.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Paarweise
  • Territorial
  • 25–30 cmEndgröße

  • 12 JahreLebenserwartung

  • 18-25 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 5-15 °dGHGesamthärte

  • ab 540 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium zeigt Channa pulchra ein typisches Oberflächen- und Uferzonenverhalten. Die Tiere schwimmen häufig in der oberen Wasserschicht und nutzen die Nähe zur Oberfläche zum Luftholen. Das aggressive Verhalten gegenüber Artgenossen nimmt während der Paarungszeit und bei Temperaturen unter 25 °C deutlich zu.

Haltung und Pflege

Temperatur 18–25 °C, pH 6–7,5, GH 5–15 dGH. Die Art stammt aus klaren, sauerstoffversorgten Gebirgsbachsystemen in Myanmar und ist an saisonale Temperaturschwankungen angepasst. Kurzzeitige Absenkungen auf 18–20 °C können Laichbereitschaft fördern. Empfohlen wird ein Becken mit 120–140 cm Frontlänge und 300–540 Litern. Ein sandiges bis fein kiesiges Substrat mit abgerundeten Steinen, dichten Randpflanzen und zahlreichen Verstecken durch Wurzeln und Felsbrocken ist ideal. Moderate bis gute Strömung und sehr gute Sauerstoffversorgung sind ratsam. Channa pulchra ist ein hervorragender Springer – eine eng schließende Abdeckung ist notwendig. Gleichzeitig muss ausreichend Luftraum oberhalb der Wasseroberfläche bleiben. Aufgrund der Neigung zur Verfettung sollten Fütterungspläne diszipliniert umgesetzt werden. Channa pulchra ist eine dekorative Art für erfahrene Aquarianer. Die Art gehört zu den Channidae und besitzt ein suprabranchiales Organ.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Channa pulchra gilt als einzelgängerisch und territorial. In der Praxis wird die Art einzeln oder als Paar gehalten. Die Aggressivität ist stark temperaturabhängig: bei Temperaturen unter 25 °C neigen die Tiere zu deutlich ausgeprägterem innerartlichem Stress. Während der Brut- und Fortpflanzungszeit steigt die Aggressivität deutlich an. Das Verhalten ist stark saisonal geprägt. Garnelen sind ungeeignet, Schnecken sind riskant. Als Beifische kommen nur südostasiatische Arten infrage, z. B. größere Rasboras und friedliche Schmerlen. Corydoras sind bioregional unpassend. Afrikanische Cichliden sind zu vermeiden.

Ernährung

Channa pulchra ist karnivor. Hauptnahrung: Insekten (Heimchen, Mehlwürmer), Regenwürmer, Mückenlarven, Garnelen und kleine Fische. Akzeptiert auch hochwertiges Granulat und Futtersticks. Aufgrund der Neigung zur Verfettung nicht überfüttern. Schwimmende oder langsam sinkende Futterstücke stimulieren die natürliche Jagdaktivität.

Zucht

Channa pulchra ist ein Schwimmeilaicher mit elterlicher Brutpflege – kein Schaumnestbauer und kein Maulbrüter. Die Eier schwimmen an der Wasseroberfläche; das Männchen sammelt die Schwimmeier ein und bewacht sie. Beide Elternteile beteiligen sich aktiv an der Brutpflege. Zuchtwasserwerte: 24–26 °C, pH 6–7,5, GH maximal 15 dGH. Die Zucht wird durch Simulation der Jahreszeiten angeregt: eine mehrwöchige Winterruhe bei 18–20 °C mit reduziertem Wasserstand und eingeschränkter Fütterung, danach langsame Anhebung auf 24–26 °C. Erstfutter: Artemia-Nauplien, Mikrowürmer und rote Mückenlarven. Zuchtschwierigkeit: mittel bis schwer.

Zuchtwasser: 24 bis 26 °C, pH 6 bis 7,5, bis 15 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Channa pulchra stammt aus Myanmar, konkret aus dem Rakhine-Staat im Kyeinthali Chaung Flusssystem. Die Art lebt in klaren, sauerstoffversorgten Gewässern mit steinigem oder sandigem Untergrund, dichter Ufervegetation und zahlreichen Wurzeln und Felsen. Saisonale Schwankungen zwischen Regen- und Trockenzeit prägen das Verhalten.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechterbestimmung ist schwierig. Männchen zeigen im Regelfall etwas längere, kantigere Flossen. Weibchen sind tendenziell fülliger, besonders vor der Eiablage. Verhaltensbeobachtung (Balz, Revierverteidigung) ist oft aussagekräftiger als morphologische Merkmale.

Gut zu wissen

  • Suprabranchiales Organ: regelmäßiger Zugang zur Wasseroberfläche notwendig (kein Labyrinthorgan!)
  • Hervorragender Springer – Becken muss mit eng schließendem Deckel gesichert sein; kleinste Lücken genügen zur Flucht
  • Saisonale Temperaturwechsel werden zur Reproduktion genutzt
  • Schwimmeilaicher mit elterlicher Brutpflege (kein Schaumnest, kein Maulbrüter)
  • Starke territoriale Präferenzen; innerartlich aggressiv, besonders bei niedrigen Temperaturen
  • Garnelen: ungeeignet; Schnecken: riskant

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Pfauen-Prachtschlangenkopf?

Channa pulchra benötigt 18–25 °C, pH 6–7,5 und GH 5–15 dGH. Die Art stammt aus sauerstoffreichen Gebirgsbächen in Myanmar und ist an saisonale Temperaturschwankungen angepasst.

Kann man den Pfauen-Prachtschlangenkopf vergesellschaften?

Als Beifische kommen nur südostasiatische Arten infrage, z. B. größere Rasboras und friedliche Schmerlen. Garnelen sind ungeeignet, Schnecken riskant. Afrikanische Cichliden und Corydoras sind zu vermeiden.

Wie züchtet man den Pfauen-Prachtschlangenkopf?

Channa pulchra ist ein Schwimmeilaicher mit elterlicher Brutpflege. Die Zucht wird durch Simulation der Jahreszeiten angeregt: nach einer Winterruhe bei 18–20 °C wird die Temperatur langsam auf 24–26 °C angehoben.

Wie groß muss das Aquarium für den Pfauen-Prachtschlangenkopf sein?

Empfohlen wird ein Becken mit 120 cm Frontlänge und 300 Litern. Die Art ist ein hervorragender Springer – eine eng schließende Abdeckung mit Luftspalt ist Pflicht.

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