Channa brunnea
Beschreibung
Der Regenbogenschlangenkopf (Channa aff. bleheri Blue, wissenschaftlich Channa brunnea) wird bis zu etwa 15 cm groß und ist ein kompakter Zwergschlangenkopffisch. Der Körper schimmert je nach Lichteinfall bläulich bis blaugrün und trägt eine feine, perlmuttartig glänzende Fleckenzeichnung, die dem Fisch seinen deutschen Namen Regenbogenschlangenkopf gibt; die Flossensäume sind häufig rötlich bis orange abgesetzt. Diese Farbform wurde lange als Variante von Channa bleheri gehandelt und ist im Handel als Blue Bleheri bekannt. Seit 2019 wird sie als eigenständige Art Channa brunnea geführt (Erstbeschreibung Praveenraj et al. 2019). Wie alle Channidae besitzt die Art ein suprabranchiales Organ und ist ein obligater Luftatmer.
Besonderheiten
Der Regenbogenschlangenkopf (Channa brunnea) ist ein kompakter Zwergschlangenkopffisch mit markanter, je nach Lichteinfall bläulich bis blaugrün schimmernder Zeichnung und häufig rötlich abgesetzten Flossensäumen. Als obligater Luftatmer benötigt die Art ständigen Zugang zur Wasseroberfläche.
Vergesellschaftungshinweise
Einzeln, paarweise, ruhig, zurückhaltend. Haltung: Einzeln oder als Paar. Verträglichkeit mit Wirbellosen: eingeschränkt. Channa sp. aff. bleheri ist nur bedingt vergesellschaftbar und wird am besten einzeln oder als Paar im Artbecken gehalten. Zwerggarnelen wie Neocaridina und Caridina werden als Beute betrachtet und sind nicht sicher. Falls Beifische gewünscht sind, sollten diese robust, ruhig und zu groß als Beute sein; ausreichend Struktur und Raum minimieren Konflikte. Während der Brutzeit verteidigen die Eltern ihr Revier intensiv, weshalb getrennte Zuchtbecken empfehlenswert sind.
Geschlechtsdimorphismus
Eine verlässlich validierte äußere Geschlechtsdiagnose wurde für Channa brunnea nicht gefunden. Bauchfülle, Kopfbreite oder Farbintensität können Hinweise liefern, dürfen aber nicht als sichere Einzelmerkmale ausgegeben werden.
Haltungstipps / Pflege
Der Regenbogenschlangenkopf benötigt strukturierte Aquarien mit dichter Vegetation, Rückzugsmöglichkeiten und ruhiger Strömung. Die Wasserwerte sollten bei 14-26 °C, pH 6-7,5 und GH 3-15 °dGH liegen. Hinweis: Der weite Temperaturbereich von 14-26 °C ist artgerecht, da es sich um eine subtropische Art mit saisonalem Temperaturbedarf handelt (Winterruhe 12-15 °C, Sommerphase 22-26 °C). Als Mindestbeckengröße gelten 150 cm Kantenlänge und 350 Liter. Die Tiere halten sich bodennah auf und nutzen Wurzeln und Falllaub als Verstecke. Schattige Lichtführung mit schwimmenden Pflanzen ist vorteilhaft. Als obligater Luftatmer benötigt die Art freien Zugang zur Wasseroberfläche. Zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung muss ein Spalt mit feuchter Luft verbleiben. Eine absolut dicht schließende Abdeckung ist notwendig. Diese subtropische Art darf nicht ganzjährig bei konstanter Temperatur gehalten werden. Sie benötigt eine mehrwöchige Winterruhe bei 12-15 °C mit stark reduzierter Fütterung, gefolgt von einem langsamen Temperaturanstieg auf 22-26 °C. Ohne diese Absenkung werden die Tiere anfällig für Krankheiten. Der Regenbogenschlangenkopf ist ein anspruchsvoller Schlangenkopffisch für erfahrene Aquarianer. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 10-12 Jahren.
Zucht und Fortpflanzung
Die Art ist ein Freilaicher mit mittlerer Zuchtschwierigkeit. Fortpflanzungstyp: Freilaicher (Eier treiben als Floß an der Oberfläche, biparentale Brutpflege). Zuchtschwierigkeit: Mittel. Zuchtwasser: pH 6-7, GH bis 10 °dGH, 24-26 °C. Auslöser: Simulation der Jahreszeiten mit mehrwöchiger Winterruhe bei 12-15 °C bei stark reduzierter Fütterung und Beleuchtung. Danach langsamer Temperaturanstieg auf 24-26 °C, Erhöhung des Wasserstandes und reichliche Fütterung mit hochwertigem Lebendfutter. Die Eier sind nicht klebend, schwimmfähig und hellgelb; beide Eltern bewachen das Gelege.
Ernährung/Futterbedarf
Channa sp. aff. bleheri ist ein ausgeprägter Karnivor und nimmt Insekten, Mückenlarven, Regenwürmer sowie hochwertiges Frostfutter an. Garnelen, Fischstreifen und hochwertige karnivore Pellets werden ebenfalls akzeptiert. Auf Säugetier- und Vogelfleisch sollte verzichtet werden. Abwechslungsreiche, fleischbetonte Kost steigert Kondition und Laichbereitschaft; die Fütterungsmenge ist wegen starker Verfettungsneigung kontrolliert zu dosieren. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.
Natürlicher Lebensraum
Die Typen von Channa brunnea wurden in einem Sumpf im Bhalka Forest im Jalpaiguri-Distrikt von Westbengalen gesammelt, nahe dem Sankosh River. Der Boden ist schlammig, mit dichter Wasserpflanzenvegetation. Allgemeine Aussagen über langsam fließende Gewässer, Monsunzyklen, kühle Winter und daraus abgeleitete Temperaturprogramme sind in den geprüften Primärangaben nicht artspezifisch quantifiziert.