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Wirbellose, Krebse, Gattung Cherax

Australischer Rotscherenkrebs

Cherax quadricarinatus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Australische Rotscherenkrebs (Cherax quadricarinatus) ist ein sehr großer Flusskrebs aus Queensland (Nordaustralien). Ausgewachsen wird er 20 bis 30 cm groß. Rotscherenkrebs mit auffälliger roter Färbung an den Scherenrändern. Das Becken muss mindestens 200 Liter fassen, ausbruchsicher abgedeckt sein und zahlreiche Verstecke wie Höhlen und Tonröhren bieten.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Wasser: mittelhart
Australischer Rotscherenkrebs (Cherax quadricarinatus)
Quelle: www.wirbelloseandmore.de
  • 20 bis 30 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 20-26 °CTemperatur

  • 6,5-8,5pH-Wert

  • ab 200 lAquariengröße

Beschreibung

Cherax ist territorial und kann Artgenossen, Garnelen und langsame Fische verletzen. Einzelhaltung oder Paarhaltung in großem Becken empfohlen. Als Allesfresser frisst er Herbstlaub, Gemüse, Frostfutter und Krebsfutter. Pflanzen werden oft gefressen oder ausgegraben. Calcium in Form von Sepiaschale ist für den Panzeraufbau unverzichtbar. Die Fortpflanzung erfolgt im Süßwasser mit direkter Entwicklung. Kupferhaltige Medikamente sind tödlich. Die Lebenserwartung liegt bei 3 bis 5 Jahre.

Aussehen

Flusskrebs, 20 bis 30 cm Körperlänge. Kräftiger Körperbau mit großen Scheren. Männchen haben größere Scheren und schmaleren Schwanzfächer. Weibchen besitzen breitere Schwanzklappe zum Eiertragen. Namengebend sind die leuchtend roten Außenflächen der Scheren, die vor allem bei ausgewachsenen Männchen auffallen; die Grundfärbung ist blaugrün bis braun.

Haltung

In der Haltung ist es wichtig, dass Wasser-pH und Härte stets gleich bleiben. Die Tiere brauchen viele Verstecke und einen natürlichen Bodengrund. Cherax quadricarinatus – Eisblauer Papua-Flusskrebs erhält so Schutz und Rückzugsmöglichkeiten. Die Art frisst sowohl Pflanzenteile als auch kleine Tiere, was ein abwechslungsreiches Futter erfordert. Aggressives Verhalten führt oft zu Konflikten mit Artgenossen. Krankheiten und Moltprobleme treten auf, wenn die Wasserwerte schwanken. Auch Fortpflanzung und Jungtieraufzucht sind mit besonderen Bedingungen verbunden.

Aquarium: Ab 200 Liter mit vielen Verstecken (Höhlen, Röhren). Ausbruchsicher!

Vergesellschaftung

Territorial! NICHT mit Garnelen, langsamen Bodenfischen (Panzerwelse, Schmerlen) oder anderen Krebsen vergesellschaften. Am besten einzeln oder als Paar in großem Becken mit vielen Sichtbarrieren. Kann Pflanzen zerstören und grabt im Bodengrund.

Ernährung

Allesfresser und Gelegenheitsräuber. Frisst Herbstlaub (Eiche, Buche, Walnuss), Gemüse (Gurke, Zucchini, Karotte), Frostfutter, Krebsfutter, abgestorbene Pflanzen und kleine Wirbellose. Frisst und zerstört häufig lebende Pflanzen. Calcium zwingend nötig – Sepiaschale oder Mineralblöcke dauerhaft anbieten.

Zucht und Verhalten

Fortpflanzung im Süßwasser. Weibchen trägt 50 bis 200 Eier (artabhängig) unter dem Schwanz. Direkte Entwicklung – Miniaturkrebse schlüpfen nach 4 bis 8 Wochen bei der Mutter. Erst nach einigen Tagen werden die Jungtiere selbstständig. Geschlechtsreif nach 6 bis 12 Monaten.

Gut zu wissen

  • Cherax: australisch-neuguineischer Flusskrebs, oft mit auffälliger Färbung
  • Territorial – Einzelhaltung oder Paar in großem Becken
  • Ausbruchskünstler – Becken muss absolut dicht verschlossen sein
  • Frisst und zerstört Pflanzen – KEIN Pflanzenaquarium
  • Direkte Entwicklung im Süßwasser (kein Brackwasser nötig)
  • Kupferempfindlich – keine kupferhaltigen Medikamente verwenden
  • Calcium zwingend nötig (Sepiaschale dauerhaft anbieten)
  • Empfindlich während der Häutung – Verstecke sind lebenswichtig
  • ACHTUNG Unionsliste: Cherax quadricarinatus steht auf der EU-Liste invasiver gebietsfremder Arten (Durchführungsverordnung (EU) 2016/1141 zur Verordnung (EU) 1143/2014). Haltung, Zucht, Abgabe, Verkauf und Freisetzung sind verboten. Vor der Listung privat erworbene Tiere dürfen unter Auflagen bis zum natürlichen Tod weitergepflegt werden, eine Vermehrung ist unzulässig.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht Eisblauer Papua-Flusskrebs?

20 bis 26 °C, pH 6,5 bis 8,5.

Wie groß muss das Aquarium sein?

Ab 200 Liter mit vielen Verstecken (Höhlen, Röhren). Ausbruchsicher!

Was frisst Eisblauer Papua-Flusskrebs?

Allesfresser und Gelegenheitsräuber. Frisst Herbstlaub (Eiche, Buche, Walnuss), Gemüse (Gurke, Zucchini, Karotte), Frostfutter, Krebsfutter, abgestorbene Pflanzen und kleine Wirbellose.

Kann man Eisblauer Papua-Flusskrebs mit anderen Tieren halten?

Territorial! NICHT mit Garnelen, langsamen Bodenfischen (Panzerwelse, Schmerlen) oder anderen Krebsen vergesellschaften.

Wie schwer ist die Haltung?

In der Haltung ist es wichtig, dass Wasser-pH und Härte stets gleich bleiben. Die Tiere brauchen viele Verstecke und einen natürlichen Bodengrund.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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