Chromidotilapia guntheri, auch Günthers Prachtbuntbarsch genannt, gehört zu den afrikanischen Buntbarschen (Familie Cichlidae) und ist in Westafrika verbreitet. Die Fische erreichen im Schnitt 12 bis 18 cm Körperlänge (Männchen), Weibchen bleiben mit 10-15 cm etwas kleiner. Ihr Körper zeigt ein leuchtend schillerndes Schuppenmuster in Blau-, Grün- und Goldtönen mit feinen Längsbändern, die den Geschlechtsdimorphismus betonen. Männchen präsentieren sich deutlich farbintensiver und größer als Weibchen. In ihrem natürlichen Lebensraum in langsam fließenden, bewachsenen Flussläufen Westafrikas findet man dichte Ufervegetation, Schilf und natürliche Strukturen wie Wurzeln. Dort bieten Pflanzen und Steine guten Schutz und unterstützen das Paarungsverhalten. Die Art ist ein ovophiler Maulbrüter, wobei das Männchen die Eier und Jungtiere im Maul brütet und schützt. Im Aquarium benötigt man ähnliche Bedingungen: warmes Wasser von 24-28 °C, viele Versteckmöglichkeiten, strukturierte Einrichtung und ausreichend Platz für ein harmonisierendes Paar.
Chromidotilapia guntheri, Günthers Prachtbuntbarsch, beeindruckt mit leuchtenden Farbmustern in Blau-, Grün- und Goldtönen sowie filigranen Längsbändern. Als ovophiler Maulbrüter zeigt das Männchen ein einzigartiges Brutpflegeverhalten, indem es die Eier und Jungtiere im Maul brütet und schützt. Der Fisch lebt in monogamen Paaren mit komplexen Sozialinteraktionen und territorialen Verhaltensweisen, die sein faszinierendes Wesen im Aquarium unterstreichen.
Chromidotilapia guntheri ist ein paarbildender Cichlide, der in seinem natürlichen Habitat in Westafrika meist als monogames Paar lebt und gemeinsam mit dem Partner die Brutpflege übernimmt. Für die Aquarienhaltung empfiehlt sich daher die Vergesellschaftung als harmonisierendes Paar, da Einzelhaltung zu Stress und Verhaltensstörungen führen kann, während Gruppenhaltung unter adulten Tieren zu Revierstreitigkeiten und Aggressionen führt. Günthers Prachtbuntbarsch lässt sich gut mit friedlichen, ähnlich großen Schwarmfischen wie Kongosalmlern oder robusten Barben sowie ruhigen Bodenfischen wie Panzerwelsen oder Schmetterlingsfischen vergesellschaften, sofern das Becken ausreichend groß und strukturiert ist. Zu vermeiden sind sehr kleine Beutefische wie Neonsalmler, da sie als Nahrung angesehen werden könnten, ebenso wie aggressive oder hyperaktive Arten, die das ruhige Wesen des Paares stören, sowie langflossige Fische, da Flossenzupfen und Konkurrenzverhalten auftreten können.
Männchen präsentieren sich in der Regel farbintensiver, mit helleren, oft kontrastreicheren Akzenten an den Flanken und deutlich ausladenderen, verlängerten Flossen (insbesondere Rücken- und Afterflosse). Weibchen hingegen weisen ein insgesamt dezenteres Farbbild mit weniger ausgeprägten Farbakzenten auf und wirken rundlicher mit kürzeren Flossen.
Chromidotilapia guntheri, auch bekannt als Günthers Prachtbuntbarsch, benötigt eine artgerechte Aquarienhaltung in einem großzügigen Aquarium von mindestens 150 cm Breite und 300-400 Litern für ein etabliertes Paar. Das Becken sollte reich strukturiert sein mit Felsen, Wurzeln, Höhlen und dichter Bepflanzung, um natürliche Laichplätze und Rückzugsbereiche zu bieten. Für optimale Wasserbedingungen sollte das Becken regelmäßig gewartet werden, wobei eine konstante Temperatur von 24-28 °C, ein pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 sowie eine moderate Wasserhärte angestrebt werden, unterstützt durch regelmäßige Teilwasserwechsel (ca. 20-30 % pro Woche) und den Einsatz geeigneter Filtermedien, um Schadstoffansammlungen zu vermeiden. Die Fütterung sollte abwechslungsreich erfolgen und sowohl qualitativ hochwertiges Flocken- oder Pelletsfutter für Cichliden als auch lebende oder gefrorene Zusätze wie Artemia, Mückenlarven und blanchiertes Gemüse (Zucchini, Spinat) umfassen, um den hohen Nährstoffbedarf zu decken. Eine Überfütterung sollte durch angemessene Portionsgrößen vermieden werden – die Fütterung erfolgt idealerweise 2-3-mal täglich in Mengen, die innerhalb von 3 Minuten aufgenommen werden. Die regelmäßige Reinigung von Bodengrund und Aquarieneinrichtung sowie die Kontrolle von Algenbefall und Rückständen ist essenziell für das Wohlbefinden der Fische. Bei Anzeichen von Stress oder Krankheit sollten betroffene Tiere isoliert und gegebenenfalls mit tierärztlicher Unterstützung behandelt werden, wobei eine kontinuierliche Beobachtung und Anpassung der Haltungsbedingungen den langfristigen Erfolg in der Pflege dieses farbenfrohen und aktiven Zierfisches sicherstellt.
Chromidotilapia guntheri ist ein ovophiler Maulbrüter, bei dem speziell das Männchen die Eier und die Jungtiere im Maul brütet und schützt – eine faszinierende Fortpflanzungsstrategie, die besondere Zuchtbedingungen erfordert. Für eine erfolgreiche Zucht wird ein großzügiges, gut strukturiertes Aquarium mit einer Wassertemperatur von 24 bis 28 °C, einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 und moderater Wasserhärte empfohlen. Das Becken sollte ausreichend Versteckmöglichkeiten wie Höhlen, Wurzeln und dichte Pflanzengruppen bieten, um natürliche Laichplätze zu simulieren und die Fische zur Fortpflanzung zu ermutigen. Während der Paarungsphase zeigen die Tiere ausgeprägte territoriale Verhaltensweisen und Balzrituale, wobei das Männchen aktiv die Weibchen umwirbt. Nach erfolgreicher Befruchtung nimmt das Männchen die Eier ins Maul, wo sie bebrütet werden (ca. 10-15 Tage). Während dieser Zeit hält sich das Männchen zurückhaltend auf und ernährt sich kaum. Nach dem Schlüpfen werden die Jungtiere noch mehrere Tage im Maul des Männchens betreut und geschützt, bevor sie frei schwimmen. Die Jungtiere sollten mit feinem Futter wie Artemia-Nauplien oder Infusorien gefüttert werden, während die Eltern eine stabile Wasserqualität und Ruhe benötigen. Dieses intensive Brutpflegeverhalten macht Chromidotilapia guntheri zu einem biologisch faszinierenden Beispiel für elterliche Fürsorge bei Fischen.
Diese Art ist ein ausgeprägter Omnivore, der in der Natur sowohl tierische Nahrung wie kleine Krebstiere, Insektenlarven, Würmer und kleine Fische als auch pflanzliche Nahrung wie Algen und pflanzliche Bestandteile aufnimmt, weshalb eine ausschließliche Pflanzen- oder Fleischkost zu Mangelerscheinungen führen würde. Im Aquarium sollte das Hauptfutter etwa 60–70 % der Ration ausmachen und aus hochwertigem Flocken- oder Granulatfutter für omnivore Cichliden bestehen. Ergänzend empfiehlt sich zwei- bis dreimal pro Woche die Gabe von Lebend- oder Frostfutter wie Artemia, Mückenlarven, Cyclops und kleine Garnelen sowie blanchiertem Gemüse wie Zucchini, Spinat oder Erbsen, um die Ernährung abwechslungsreich zu gestalten. Die Fütterung sollte idealerweise zwei- bis dreimal täglich in Portionen erfolgen, die innerhalb von drei Minuten vollständig aufgenommen werden; Futterreste sind zeitnah zu entfernen, da diese Art zu Überfressen neigt und kontrollierte Mengen für die Gesunderhaltung unerlässlich sind.
Günthers Prachtbuntbarsch (Chromidotilapia guntheri) bewohnt in seinem natürlichen Lebensraum flache, langsam fließende Gewässer tropischer Flusslandschaften in Westafrika (Liberia, Sierra Leone, Côte d’Ivoire, Ghana, Togo, Nigeria, Kamerun, Äquatorialguinea), wo das Wasser in der Regel leicht sauer bis neutral ist (pH 6,5-7,5) und Temperaturen von etwa 24 bis 28 Grad Celsius erreicht. In diesen Habitaten sorgen dichte Ufervegetation, Schilf, Wasserpflanzen und natürliche Strukturen wie umgestürzte Baumstämme und Wurzeln für vielfältige Rückzugsmöglichkeiten und Laichplätze. Der Bodengrund ist oft sandig bis schlammig, und die wechselnden Strömungsverhältnisse schaffen ein abwechslungsreiches Umfeld, das sowohl Nahrung als auch Schutz vor Fressfeinden bietet. Die Art lebt in stabilen, paarweise organisierten Gruppen mit ausgeprägtem Territorialverhalten und ist ein ovophiler Maulbrüter mit intensiver Brutpflege.
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Ich suche diese Art (Chromidotilapia guntheri) schon seit längerem. Wer weiß wo ich welche erwerben kann?
Hi Nils, frag doch mal bei Aqua-Global an. Die können dir einen Partner vor Ort nennen.