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Zierfische, Familie Cichlidae

Goldener Kammbuntbarsch Cichla kelberi

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Cichla kelberi, der Goldene Kammbuntbarsch, ist ein großer Raubfisch aus der Familie Cichlidae mit bis zu 55 cm im Aquarium. Die Grundfärbung ist golden, durchzogen von drei schwarzen vertikalen Balken auf den Flanken. Charakteristisch sind kleine helle Flecken an Bauch- und Afterflossen sowie am unteren Lappen der Schwanzflosse. Adulte Männchen entwickeln einen ausgeprägten Stirnbuckel (Nuchal hump).

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • bis 58,5 cmEndgröße

  • 10-15 JahreLebenserwartung

  • 25-31 °CTemperatur

  • 5,5-6,5pH-Wert

  • 4-10 °dGHGesamthärte

  • ab 1800 lAquariengröße

Beschreibung

Der Körperbau ist muskulös, seitlich abgeflacht und mit einem großen Maul. Im Aquarium zeigen Jungtiere zunächst geselliges Gruppenverhalten im mittleren bis unteren Wasserbereich. Mit zunehmendem Alter werden die Tiere territorial und leben einzelgängerisch oder paarweise. Während der Brutzeit steigert sich die Aggressivität deutlich; beide Elternteile zeigen ausgeprägte Brutpflege. Für normale Heimaquarien nicht geeignet. Cichla kelberi benötigt ein Mindestbecken von 1.600 Litern mit 300 cm Frontlänge.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 25 bis 31 Grad Celsius, pH 5,5 bis 6,5, GH 4 bis 10 dGH. Beckengröße: Mindestens 300 cm Frontlänge (ca. 1.600 Liter). Einrichtung: Großzügige offene Schwimmzonen, ergänzt durch strukturierte Randbereiche mit versunkenen Wurzeln oder Totholzstücken als Unterstand und Jagdversteck. Substrat aus feinem Sand. Für Zuchtzwecke ein großer, flacher Stein als Laichsubstrat. Dichte Bepflanzung nicht notwendig; robuste Pflanzen in Randbereichen möglich. Leistungsstarke Filterung und regelmäßige Wasserwechsel (20 bis 30 % wöchentlich). Cichla kelberi ist eine Art ausschließlich für sehr erfahrene Aquarianer mit entsprechender Infrastruktur.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Cichla kelberi gilt als vergleichsweise ruhig für einen Großräuber, kann aber im Revier extrem territorial reagieren. Die Art jagt als Lauerjäger und ist tagaktiv. Jungfische bilden Gruppen; adulte Tiere sind überwiegend solitär oder paarweise. Die Paarbindung während der Brutzeit ist ausgeprägt, beide Eltern verteidigen Gelege und Jungfische vehement. Gegenüber Fischen, die zu groß sind um gefressen zu werden, ist das Temperament vergleichsweise tolerant, vorausgesetzt ausreichend Raum ist vorhanden. Während der Fortpflanzungsphase ist jede Vergesellschaftung riskant. Garnelen werden als Beute betrachtet und sind ungeeignet. Kleine oder langsame Schnecken können gefährdet sein.

Ernährung

Cichla kelberi ist ein obligater Fleischfresser mit piscivoter Ausrichtung. In der Natur überwiegend Fische, ergänzt durch andere tierische Beute. Im Aquarium: lebende und gefrorene Fische (Stinte), Garnelen als Futter, Muschelfleisch sowie großformatige Fleischpellets. Jungfische täglich füttern; Fische über 20 bis 25 cm jeden zweiten Tag; adulte Tiere über 40 cm 2 bis 3 Mal wöchentlich. Einseitige Ernährung vermeiden.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Substratlaicher mit Elternpflege. Die Zucht gilt als sehr schwer. Zuchtberichte aus Gefangenschaft sind vorhanden, aber selten. Mindestens 1.100 Liter für das Zuchtbecken erforderlich. Zuchtwasserwerte: Temperatur 28 bis 30 Grad Celsius, pH 5,5 bis 6,5, GH maximal 8 dGH. Auslöser: Regenzeit-Simulation durch große Wasserwechsel mit weichem Wasser. Dokumentierte Gelegegrößen bis zu 2.000 Eier. Beide Elternteile betreiben intensive Brutpflege. Inkubation ca. 72 bis 96 Stunden bei 28 Grad Celsius.

Natürlicher Lebensraum

Cichla kelberi stammt aus Südamerika, aus Brasilien im Einzugsgebiet des Rio Araguaia und des unteren Rio Tocantins. Die Art bevorzugt offene Gewässer mit geringem Pflanzenbewuchs, oft in Ufernähe mit versunkenen Bäumen und Totholz als Unterstand und Jagdversteck. Substrat überwiegend Sand und Schlamm. Still bis langsam fließende Strömungsverhältnisse.

Geschlechtsunterschiede

Dominante Männchen entwickeln eine intensiver goldene Färbung, leuchtend gelbe Wangen- und Kiemendeckelfärbungen sowie einen deutlich ausgeprägten Stirnbuckel (Nuchal hump). Weibchen sind insgesamt heller gefärbt, zeigen seltener einen Stirnbuckel und weisen ein dezenteres Kopfprofil auf. Adulte Männchen wirken tendenziell massiger.

Gut zu wissen

  • Großer räuberischer Peacock Bass mit Lauerjäger-Strategie
  • Substrat-Laicher: laicht auf flachen Steinen oder gereinigten Flächen
  • Intensive elterliche Brutpflege beider Elternteile; starke Territorialität während der Brut
  • Wächst sehr groß (bis 55 cm im Aquarium) – Mindestbeckengröße 1.600 Liter
  • Für normale Heimaquarien nicht geeignet
  • Garnelen ungeeignet; kleine Schnecken gefährdet
  • Laichtrigger: Regenzeit-Simulation durch große Wasserwechsel in weichem Wasser

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Goldene Kammbuntbarsch (der Goldene Kammbuntbarsch)?

Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 25 bis 31 Grad Celsius, pH 5,5 bis 6,5 und GH 4 bis 10 dGH.

Kann man den Goldenen Kammbuntbarsch vergesellschaften?

Nur mit robusten, sehr großen südamerikanischen Arten, die zu groß sind um gefressen zu werden (deutlich über 20 cm). Kleine Fische, Zwergbuntbarsche und Garnelen sind ungeeignet. Nur bei 1.600+ Litern und klarer Reviertrennung vertretbar.

Kann man den Goldenen Kammbuntbarsch im Aquarium züchten?

Substratlaicher mit Elternpflege. Die Zucht gilt als sehr schwer. Mindestens 1600 Liter Zuchtbecken, Regenzeit-Simulation als Auslöser. Gelegegrößen bis zu 2.000 Eier.

Was frisst der Goldene Kammbuntbarsch?

Obligater Fleischfresser. Lebende und gefrorene Fische, Garnelen als Futter, Muschelfleisch und großformatige Fleischpellets. Fütterungshäufigkeit nach Alter gestaffelt.

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Fragen und Erfahrungen

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