
Harnischwelse
Störwels
Sturisomatichthys festivus
- Endgröße: bis 20 cm
- Aquarium: ab 300 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 6,4-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
Probleme lösen
Sammlungen
Beliebte Steckbriefe
Passend im Ratgeber
Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.
Zur FishothekDie vier Level
Selbst züchten
Über uns
Mitmachen
Gut zu wissen
Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Cochliodon sp. L 167 gehört zur Familie der Harnischwelse (Loricariidae). Im Handel ist die Art als Demini-Cochliodon bekannt. Der Fisch hat einen charakteristischen flachen, breiten Kopf und einen breiten, saugfähigen Mund mit speziellen, oft leicht gebogenen (löffelförmigen) Zähnen.

15-20 cmEndgröße
10-15 JahreLebenserwartung
26-30 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
2-15 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Diese Bezahnung ist typisch für die Gattung Cochliodon, deren Arten sich als ausgesprochene Holzfresser (xylophage Harnischwelse) auf das Abraspeln von Holz spezialisiert haben. Er erreicht im Schnitt etwa 15 bis 20 cm Länge. Die Färbung ist braun bis olivgrün mit einem helleren Bauch und unregelmäßigen Flecken, die ihm eine gute Tarnung in seinem Lebensraum bieten. In den fließenden Flussläufen des Amazonasgebiets, wo das Wasser dunkel und sauerstoffreich ist, fühlt er sich wohl. Als spezialisierter Holzfresser benötigt er unbedingt echtes Holz im Becken: Er raspelt kontinuierlich an Hartholz und nimmt daneben Aufwuchs und Detritus von harten Oberflächen auf. Zudem passt er sich gut an wechselnde Strömungen an. Im Aquarium sollte man auf stabile Temperaturen zwischen 26 und 30 °C und eine gute Wasserzirkulation achten. Reichlich echtes Hartholz, natürliche Verstecke und eine ausreichend komplexe Einrichtung helfen, den natürlichen Lebensraum nachzuahmen.
Für den Cochliodon sp. L 167 – Demini-Cochliodon empfiehlt sich ein großzügig angelegtes Aquarium (mindestens 120 cm Kantenlänge, ca. 240 Liter) mit Sand- oder feinkörnigem Kies als Bodengrund, zahlreichen Versteckmöglichkeiten (Höhlen, Wurzeln, Steine) sowie offenen Schwimmzonen und vor allem reichlich echtem Hartholz (Moorkienholz, Mangrovenwurzeln), um seinen natürlichen Bedürfnissen als Holzfresser gerecht zu werden. Zur Wasserpflege ist es wichtig, regelmäßig den pH-Wert, Temperatur (idealerweise zwischen 26 und 30 °C) und die Wasserhärte zu kontrollieren und durch Teilwasserwechsel (ca. 20-30 % pro Woche) sowie moderne Filtertechnik Schadstoffansammlungen zu vermeiden. Die Fütterung muss auf die spezialisierte Detritusfresser-Ernährung abgestimmt sein: Hochwertiges herbivores Granulatfutter (70-80 % der Ration) bildet die Grundlage, ergänzt durch zwei- bis dreimal pro Woche blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke, Spinat) und gelegentlich Lebend- oder Frostfutter wie Artemia oder Daphnien. Das ständig verfügbare Hartholz zum Abnagen ist essentiell und darf nicht fehlen. Als Dauerfresser braucht die Art ständig verfügbares Hartholz; blanchiertes Gemüse kann über Nacht im Becken bleiben. Regelmäßige Reinigung des Aquariums – inklusive Absaugen des Bodengrunds, Filterpflege und Kontrolle des Holzzustands – sichert langfristig die Wasserqualität und das Wohlbefinden der Tiere. Die Aquarienausstattung sollte kontinuierlich auf Stabilität und ausreichende Rückzugsmöglichkeiten überprüft werden.
Cochliodon sp. L 167, auch als Demini-Cochliodon oder Demini-Harnischwels im Handel bekannt, ist ein überwiegend dämmerungs- und nachtaktiver Einzelgänger, der in seinem natürlichen Habitat selten in Gruppen, sondern meist solitär oder in lockeren Verbänden auftritt. Für die Aquarienhaltung empfiehlt sich daher die Einzelhaltung oder die Vergesellschaftung eines Paares in ausreichend großen Becken mit vielen Versteckmöglichkeiten, um Stress und Revierstreitigkeiten zu vermeiden. Als Beckenpartner eignen sich ruhige, friedliche Schwarmfische ähnlicher Größe wie Salmler oder kleinere Bärblinge sowie andere friedliche Bodenbewohner wie Panzerwelse, wobei auf ausreichend Platz und Rückzugsmöglichkeiten für alle Arten zu achten ist. Als reiner Holz- und Aufwuchsfresser ist er gegenüber anderen Fischen völlig friedlich und ausgesprochen wenig territorial – er jagt keine Beutefische und zupft keine Flossen. Zu meiden sind lediglich sehr aggressive oder hyperaktive Arten, die ihn durch ständiges Umherjagen oder Futterkonkurrenz stressen würden.
Diese Art ist ein spezialisierter Detritusfresser und Holzfresser, der sich in der Natur hauptsächlich von Detritus (Schwebe- und Sinkstoffe), Aufwuchs und dem Holz selbst ernährt, wobei neuere Forschungen zeigen, dass Cochliodon-Arten zu etwa 90 % Detritus in ihren Mägen aufweisen. Holz ist daher nicht nur eine Strukturierungshilfe, sondern eine essentielle Nahrungsquelle. Im Aquarium sollte immer reichlich echtes Hartholz (wie Moorkienholz oder Mangrovenwurzeln) vorhanden sein, das die Tiere kontinuierlich abnagen können. Ergänzend empfiehlt sich die Gabe von hochwertigem, herbivorem Granulatfutter (70-80 % der Ration), da moderne Aquarien nicht die komplexe Ausstattung natürlicher Lebensräume bieten können. Zusätzlich sollte zwei- bis dreimal pro Woche blanchiertes Gemüse wie Zucchini, Gurke oder Spinat angeboten werden, um die natürliche Nahrungsvielfalt zu simulieren. Kleine Mengen Lebend- oder Frostfutter wie Artemia oder Daphnien können gelegentlich gereicht werden. Als Dauerfresser mit spezialisiertem Holzanteil braucht diese Art durchgehend Zugang zu Hartholz; blanchiertes Gemüse kann bedenkenlos über Nacht im Becken bleiben. Starre Portionsregeln oder das sofortige Entfernen von Futterresten sind hier nicht sinnvoll – entscheidend ist dauerhaft verfügbares Holz und pflanzliche Kost.
Eine gezielte Nachzucht von Cochliodon sp. L 167 ist im Aquarium bislang nicht dokumentiert. Als Vertreter der Harnischwelse (Loricariidae) ist – anders als bei Buntbarschen – kein Balzverhalten mit Farbwechsel zu erwarten: Die Familie laicht typischerweise in Höhlen ab. Dabei bezieht das Männchen eine enge Holz- oder Steinhöhle, lockt das laichbereite Weibchen hinein und bewacht und befächelt das an der Höhlenwand abgelegte Gelege anschließend allein, bis die Jungtiere schlüpfen (väterliche Brutpflege). Als laichanregend gelten weiches, leicht saures Wasser, kräftigere und etwas kühlere Wasserwechsel zur Regenzeit-Simulation sowie ein stabiles, warmes Milieu mit reichlich Hartholz. Die Jungfische ernähren sich zunächst von Aufwuchs und feinem Detritus; ergänzend eignen sich feines herbivores Aufzuchtfutter und blanchiertes Gemüse. Ständig verfügbares, weiches Hartholz ist auch für die Aufzucht unverzichtbar.
Cochliodon sp. L 167 – Demini-Cochliodon bewohnt in seinem natürlichen Lebensraum die weichen Gewässer des Amazonasbeckens, insbesondere trübe bis schwarzwasserhaltige Flüsse und Nebenflüsse, in denen die Wasserparameter – wie ein niedriger bis mittlerer pH-Wert (6,0-7,5), geringe Wasserhärte und Temperaturen zwischen ca. 26 und 30 °C – stabile Bedingungen bieten. In dichten, von Laub und Schilf gesäumten Uferbereichen mit reichlich organischem Material, Holzstrukturen und tendenziell langsam fließendem Wasser findet sich dieses Tier in einer Umgebung mit komplexen ökologischen Nischen. Die charakteristische Struktur des Ökosystems, geprägt von Baumstämmen, Wurzeln, Steinen und Laub, bietet nicht nur Rückzugsmöglichkeiten, sondern ist auch die primäre Nahrungsquelle: Als spezialisierter Detritusfresser und Holzfresser findet Cochliodon sp. L 167 hier reichlich Nahrung in Form von Detritus, Aufwuchs und Holzfasern. Diese natürliche Ausstattung mit Holz ist essentiell für die Ernährung und das Wohlbefinden der Art, weshalb Hartholz im Aquarium nicht wegzudenken ist.
Männchen und Weibchen von Cochliodon sp. L 167 unterscheiden sich nur geringfügig äußerlich. So ist während der Laichzeit oft festzustellen, dass Weibchen einen runderen, pralleren Bauch aufweisen, während Männchen einen schlankeren Körperbau mit tendenziell spitz zulaufendem Kiemendeckel besitzen. Eine zuverlässige Unterscheidung der Geschlechter gelingt meist erst in der Laichperiode.
Der Demini-Cochliodon (Cochliodon sp. L 167) wird als grundsätzlich relativ robust eingeschätzt, weist jedoch eine gewisse Krankheitsanfälligkeit auf, wenn die Haltungsbedingungen nicht optimal sind. Insbesondere können Stress durch unzureichende Wasserqualität, instabile Temperatur- oder pH-Werte, Überbesatz sowie eine falsche oder unausgewogene Ernährung das Immunsystem schwächen und die Entstehung von bakteriellen, parasitären und auch pilzbedingten Infektionen begünstigen. Eine präventive Pflege mit regelmäßiger Reinigung des Aquariums, stabilen Wasserparametern und artgerechter Fütterung ist daher entscheidend, um das Risiko von Erkrankungen deutlich zu reduzieren.
Der Cochliodon sp. L 167 – Demini-Cochliodon ist an seinem charakteristischen flachen Kopf, markanten Zahnreihen und einzigartigem Erscheinungsbild zu erkennen. Als spezialisierter Holzfresser benötigt er unbedingt echtes Holz zur Ernährung, da er sich hauptsächlich von Detritus und Aufwuchs ernährt. Sein dämmerungs- und nachtaktives Verhalten sowie die Einzelhaltung oder lockere Vergesellschaftung machen ihn zu einem interessanten Pflegling.
Die optimale Temperatur liegt bei 26-30 °C. Der pH-Wert sollte zwischen 6,0-7,5 liegen. Die Gesamthärte (GH) zwischen 2 und 15.
Für Demini-Cochliodon wird ein Aquarium ab 120 cm Kantenlänge und rund 240 Liter empfohlen. Eine größere Grundfläche ist immer vorteilhaft, da sie den Tieren mehr Schwimmraum und Reviermöglichkeiten bietet.
Cochliodon sp. L 167, auch als Demini-Cochliodon oder Demini-Harnischwels im Handel bekannt, ist ein überwiegend dämmerungs- und nachtaktiver Einzelgänger, der in seinem natürlichen Habitat selten in Gruppen, sondern meist solitär oder in lockeren Verbänden auftritt.
Eine gezielte Nachzucht ist bislang nicht dokumentiert. Als Harnischwels ist ein Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege zu erwarten – das Männchen bewacht das in einer Holzhöhle abgelegte Gelege allein, bis die Jungtiere schlüpfen. Balzfärbungen wie bei Buntbarschen gibt es nicht.
Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.
In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.
Mitreden können angemeldete Mitglieder. Anmelden oder kostenlos registrieren.
Newsletter
Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.





















