Corydoras aeneus

Deutscher Name: Metallpanzerwels

Herkunft:
Brasilien, Südamerika
Farben:
grün, schwarz, silber
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Corydoras aeneus
Gattung: Corydoras
Familie: Callichthyidae

Beschreibung

Der Metallpanzerwels ist ein kleiner, robuster Bodenbewohner aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und gehört zu den beliebtesten und am weitesten verbreiteten Panzerwelsarten in der Aquaristik. Die Art zeigt einen bronzefarbenen bis bräunlich-grauen Körper mit einem metallisch grünen bis goldgrünen Schimmer an den Flanken, während die Bauchseite cremeweiß bis blassgelb gefärbt ist. Jungfische zeigen eine unregelmäßige dunkle Marmorierung, die mit dem Erwachsenwerden in einen gleichmäßigeren metallischen Glanz übergeht. Als typischer Bodenbewohner durchsucht der Metallpanzerwels ständig den Sand oder das feine Substrat nach Futterpartikeln und ist tagsüber besonders aktiv. Die Art ist sehr anpassungsfähig und eignet sich daher besonders gut für Einsteiger in die Aquaristik.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

Der Metallpanzerwels zeigt gelegentliche Oberflächenatmung durch kurzes Hochschnappen zur Luftaufnahme, was eine Anpassung an sauerstoffarme Gewässer darstellt. Beim Ablaichen zeigt die Art das für Panzerwelse typische T-Position-Begattungsverhalten, bei dem das Weibchen ihr Maul an die Genitalregion des Männchens presst, um ihn zur Spermaabgabe zu stimulieren, woraufhin die Eier in einer Tasche aus den Bauchflossen befruchtet werden. Corydoras aeneus ist einer der am häufigsten gehaltenen und gezüchteten Panzerwelse weltweit und gut geeignet für bepflanzte Becken mit feinem Substrat und vielen Versteckmöglichkeiten. Die Art ist weitgehend verträglich mit Wirbellosen, wobei sehr kleine frischgeschlüpfte Garnelenlarven gelegentlich gefressen werden können.

Vergesellschaftungshinweise

Der Metallpanzerwels ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der in der Natur in Gruppen von mehreren Dutzend Individuen lebt und sich durch ständiges gemeinsames Gründeln und soziale Interaktionen auszeichnet. Für die Aquarienhaltung empfiehlt sich eine Mindestgruppengröße von sechs bis acht Tieren, wobei größere Gruppen das natürliche Verhalten und Wohlbefinden weiter fördern. Die Art ist sehr friedlich und lässt sich gut mit anderen ruhigen Beifischen wie Salmlern, kleinen Barschen, Zwergbuntbarschen und anderen friedlichen Bodenbewohnern wie Otocinclus vergesellschaften. Zu vermeiden sind aggressive oder sehr lebhafte Arten, die den Metallpanzerwels stressen könnten.

Geschlechtsdimorphismus

Weibchen werden meist größer, breiter und tiefer gebaut als Männchen und wirken besonders während der Laichzeit auffällig fülliger. Männchen sind schlanker und insgesamt zierlicher gebaut. Die Geschlechtsreife tritt ab etwa acht Monaten ein.
Größe: Männchen: bis 7,5 cm, Weibchen: bis 7,5 cm (Weibchen werden meist größer und fülliger)

Haltungstipps / Pflege

Für die Haltung des Metallpanzerwelses empfiehlt sich ein gut strukturiertes Becken mit feinem Sand oder rundem Kies als Substrat, da scharfkantige Böden die empfindlichen Barteln verletzen können. Reichlich Versteckmöglichkeiten durch Wurzeln, Steine und Pflanzen schaffen eine naturnahe Umgebung. Als Schwarmfisch benötigt die Art eine Gruppe von mindestens sechs Tieren, ideal sind acht bis zehn. Regelmäßige Teilwasserwechsel von 25 bis 30 Prozent wöchentlich und eine Überwachung der Wasserparameter sind wichtig. Die Wassertemperatur sollte zwischen 21 und 27 Grad Celsius liegen, der pH-Wert zwischen 6,0 und 8,0, die Gesamthärte zwischen 2 und 15 Grad dGH. Eine schwache bis mäßige Strömung wird bevorzugt. Der Metallpanzerwels ist sehr anpassungsfähig und kommt auch mit Leitungswasser in der Regel gut zurecht.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
PH-wert
6,0–8,0
Temperatur:
21–27 °C
Beckengröße:
Mindestens 80 cm Kantenlänge und 113 Liter, artgerecht empfohlen ab 100 cm Kantenlänge und 160 bis 200 Liter. Gruppe ab 6 Tieren empfohlen, ideal sind 8 bis 10 Tiere.

Zucht und Fortpflanzung

Der Metallpanzerwels ist ein Substratlaicher mit dem typischen T-Position-Begattungsverhalten und gilt als eine der am einfachsten zu züchtenden Corydoras-Arten. Die Zuchtschwierigkeit wird als mittel eingestuft, Nachzuchten gelingen regelmäßig über viele Generationen. Zur Konditionierung sollten Zuchttiere 10 bis 14 Tage hochproteinig gefüttert werden, etwa mit lebenden oder tiefgefrorenen Blutwürmern, Tubifex und angereicherter Artemia, um die Eiproduktion bei Weibchen zu fördern. Als Zuchtauslöser dient ein großer Wasserwechsel von 50 bis 70 Prozent mit dechloriertem Wasser, das etwa 3 bis 5 Grad kühler ist als das Beckenwasser. Gleichzeitig sollte die Oberflächenbewegung und Sauerstoffzufuhr erhöht werden, um die Bedingungen der regenzeitlich aufgefüllten Gewässer zu simulieren. Dieser Vorgang wird täglich wiederholt, bis das Laichen erfolgt. Die Männchen verfolgen die Weibchen und übernehmen die charakteristische T-Position zur Befruchtung. Das Weibchen klebt anschließend die klebrigen Eier an glatte Oberflächen wie Aquariumglas, breitblättrige Pflanzen oder feine Moospolster. Nach dem Laichen sollten entweder die Eltern entfernt oder die Eier in ein separates, gut sauerstoffreiches Aufzuchtbecken überführt werden, da keine Brutpflege stattfindet. Einige Züchter verwenden wenige Tropfen Methylenblau oder Erlenzapfen, um Pilzbefall zu reduzieren. Die Inkubationszeit beträgt drei bis fünf Tage bei etwa 24 bis 26 Grad Celsius. Die Jungfische sind zwei bis drei Tage nach dem Schlupf frei schwimmend und benötigen zunächst Infusorien oder Mikrowürmer, gefolgt von frisch geschlüpften Artemia-Nauplien. Tägliche Wasserwechsel von 10 bis 20 Prozent sind für eine erfolgreiche Aufzucht wichtig.

Ernährung/Futterbedarf

Der Metallpanzerwels ist ein Allesfresser mit fleischbetonter Ernährung. Im Aquarium nimmt er lebende und gefrorene Wirbellose wie Artemia, Cyclops, Tubifex, Blutwürmer, Daphnien und Enchytraeus an. Ergänzend eignen sich sinkende Pellets, Tabletten und Spirulina-Tabs. Die Fütterung sollte abwechslungsreich und in kleinen Portionen erfolgen. Die Art sollte nicht ausschließlich auf Futterreste anderer Aquarienbewohner angewiesen sein.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
8–12 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Der Metallpanzerwels besitzt eines der größten Verbreitungsgebiete aller Panzerwelse und kommt in weiten Teilen Südamerikas vor, von Kolumbien und Trinidad im Norden bis zum Río-de-la-Plata-Becken an der Grenze zwischen Uruguay und Argentinien im Süden. Die Art bewohnt langsam fließende Flüsse, Nebenarme und stehende Gewässer der Flachwasserzonen mit sandigem bis schlammigem Substrat, reichlich Laubstreu und dichter Ufervegetation. Untergetauchte Wurzeln und Laubansammlungen bieten Schutz und Nahrungsressourcen. Das Laichen wird in der Natur durch das Einsetzen der Regenzeit ausgelöst, die kühleres, weicheres Wasser und ein vermehrtes Nahrungsangebot bringt.

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Hallo!
Die Temperatur Angabe ist zu hoch. 18-24 Grad ist gut. Panzerwelse fressen keine Pflanzen. Sie brauchen auch keine Höhle,eher eine grosse Wurzeln zum Unterstellen. Die Aeneusfamilie ist über weite Teile Südamerikas verbreitet,in sehr vielen Varianten und Facetten vertreten. Corydoras aeneus wurde die Variante aus Trinidad benannt.

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