Corydoras bethanae

Deutscher Name: Narziß-Panzerwels

Bild: Ingo Seidel
Herkunft:
Brasilien, Südamerika
Farben:
schwarz, silber, weiß
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Corydoras bethanae
Gattung: Corydoras
Familie: Callichthyidae

Beschreibung

Der Narziß-Panzerwels ist ein gedrungener Bodenfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae). Die Art zeigt eine beige bis hellbraune Grundfärbung mit einem breiten, dunklen Längsband, das von der Schnauze über das Auge bis zur Schwanzwurzel verläuft. Der Bauchbereich ist überwiegend heller. Charakteristisch ist der langgezogene, sattelförmig konkave Kopf, der bei adulten Tieren besonders ausgeprägt ist. Jungtiere zeigen eine blassere Zeichnung, während das dunkle Band mit dem Alter kontrastreicher wird. Die Art besitzt scharfe Flossenstacheln und steigt gelegentlich zur Luftaufnahme an die Oberfläche. Im Aquarium lebt der Narziß-Panzerwels in kleinen Trupps und zeigt typisches Bodenfischverhalten.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

Der Narziß-Panzerwels zeichnet sich durch den langgezogenen, sattelförmig konkaven Kopf aus, der die Art leicht erkennbar macht. Die Fische steigen regelmäßig zur Luftaufnahme an die Oberfläche, was eine Anpassung an sauerstoffarme Gewässer darstellt. Scharfe Flossenstacheln sind vorhanden und können bei unsachgemäßer Handhabung schmerzhaft sein. Die Art wird im Handel auch unter dem CW-Code CW006 geführt. Sie ist weitgehend verträglich mit Wirbellosen, wobei sehr kleine Junggarnelen gelegentlich als Zufallsbeute gefressen werden können.

Vergesellschaftungshinweise

Der Narziß-Panzerwels lebt in kleinen Trupps und zeigt innerhalb der Gruppe eine gewisse Rangordnung, besonders unter Männchen. Außerhalb der Fortpflanzungszeit ist die Art friedlich und zurückhaltend. In Gruppen ab sechs Tieren, ideal acht bis zehn, zeigt sie natürliches Sozialverhalten mit synchronem Schwimmen und gemeinsamem Gründeln. Geeignete Beifische sind friedliche Salmler, Zwergbuntbarsche und andere ruhige Welse. Aggressive oder sehr territoriale Arten sind ungeeignet.

Geschlechtsdimorphismus

Weibchen sind größer und deutlich fülliger als Männchen, vor allem von oben betrachtet mit breiterem Rumpf und vor dem Laichen sichtbar mit Eiern gefüllt. Männchen bleiben schlanker und feiner gebaut, ihre Flossen wirken etwas spitzer ausgezogen als bei Weibchen. Die Geschlechtsreife tritt ab etwa 18 Monaten ein.
Größe: Männchen: bis 6 cm, Weibchen: bis 7 cm (Weibchen werden deutlich größer und fülliger)

Haltungstipps / Pflege

Für die Haltung des Narziß-Panzerwelses empfiehlt sich ein Becken mit feinem Sand als Substrat und reichlich Versteckmöglichkeiten durch Wurzelholz, Laubstreu und Pflanzen. Sauberes, gut sauerstoffreiches Wasser und eine gute Filterung sind wichtig. Starke Strömung sollte vermieden werden, moderate bis schwache Strömung entspricht den natürlichen Verhältnissen. Als gruppenbildender Fisch benötigt die Art mindestens sechs Tiere, ideal sind acht bis zehn. Regelmäßige, schonende Wasserwechsel von 20 bis 30 Prozent wöchentlich sind wichtig. Die Wassertemperatur sollte zwischen 23 und 25 Grad Celsius liegen, der pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0, die Gesamthärte zwischen 1 und 12 Grad dGH.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
PH-wert
6,0–7,0
Temperatur:
23–25 °C
Beckengröße:
Mindestens 80 cm Kantenlänge und 113 Liter, artgerecht empfohlen ab 100 cm Kantenlänge und 200 Liter. Gruppe ab 6 Tieren empfohlen, ideal sind 8 bis 10 Tiere.

Zucht und Fortpflanzung

Der Narziß-Panzerwels ist ein Substratlaicher und wird nur selten erfolgreich nachgezüchtet. Die Geschlechtsreife tritt erst ab etwa 18 Monaten ein. Zur Konditionierung werden die Zuchttiere zwei bis drei Wochen intensiv mit proteinreicher Nahrung gefüttert, darunter lebende und gefrorene Blutwürmer, Daphnien und hochwertiges sinkendes Futter. Mehrere kleine Fütterungen pro Tag sind empfehlenswert. Eine Zuchtgruppe mit mindestens zwei Männchen pro Weibchen hat sich bewährt. Als Zuchtauslöser dienen große Wasserwechsel von 50 bis 70 Prozent mit weicherem Wasser, das etwa zwei bis vier Grad kühler ist als das Beckenwasser und die Temperatur auf etwa 22 bis 23 Grad Celsius senkt. Gleichzeitig werden Belüftung und Strömung erhöht, um die Regenzeit zu simulieren. Dieses Protokoll wird über mehrere Tage wiederholt, bis das Laichen in dichter Bepflanzung oder an Laichmops erfolgt. Die Eier werden an dichter Vegetation oder feinen Strukturen abgelegt. Einige Quellen berichten von einer möglichen Bewachung der Eier durch Männchen, andere beschreiben Ei-Raub durch adulte Tiere. Zur Sicherheit empfiehlt sich die Trennung der Eier von den Eltern. Die Inkubationszeit beträgt etwa fünf Tage bei 24 bis 26 Grad Celsius. Die Jungfische benötigen zunächst frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und Mikrowürmer. Sauberes Wasser mit sanfter Belüftung und regelmäßigen kleinen Wasserwechseln ist für eine erfolgreiche Aufzucht entscheidend.

Ernährung/Futterbedarf

Der Narziß-Panzerwels ist ein Allesfresser mit fleischbetonter Ernährung. Im Aquarium nimmt er sinkende Tabletten und Granulate für Bodenfische an. Ergänzend eignen sich lebende und gefrorene Wirbellose wie Daphnien, Artemia, Blutwürmer und Tubifex sowie gelegentlich pflanzliche Bestandteile. Die Fütterung sollte abwechslungsreich und in kleinen Portionen erfolgen. Die Art sollte nicht ausschließlich auf Futterreste anderer Aquarienbewohner angewiesen sein.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
8–10 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Der Narziß-Panzerwels stammt aus dem Amazonasbecken in Brasilien, insbesondere aus den Einzugsgebieten des Rio Purus und Rio Madeira. Die Art bewohnt kleinere Zuflüsse, Bäche, saisonal überflutete Waldränder und Sandbänke. Das Substrat besteht aus feinem Sand mit Laubablagerungen und Treibholz. Die Strömung ist schwach bis mäßig. In der Natur liegen die Wassertemperaturen bei etwa 22 bis 26 Grad Celsius. Das Laichen erfolgt saisonal mit Einsetzen der Regenzeit, ausgelöst durch kühlere, weichere und stärker sauerstoffreiche Wasserzustände.

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