Corydoras blochi vittatus
Beschreibung
Corydoras blochi vittatus, der Vittatus-Panzerwels, ist ein sehr kleiner, gedrungener Bodenfisch aus der Familie Callichthyidae mit einer Größe von ca. 3,6 cm SL (ca. 4,3 cm TL). Die Grundfärbung ist hell, über den Augen verläuft eine dunkle, maskenartige Binde. An den Flanken zeigen sich drei dunkle, teils unterbrochene Längslinien; die mittlere Reihe ist am deutlichsten ausgeprägt. Ein dunkler Fleck an der Schwanzwurzel sowie punktierte Rücken- und Schwanzflossen ergänzen das Erscheinungsbild.
Im Aquarium zeigt C. blochi vittatus typisches Panzerwelsverhalten: ruhiges Gründeln am Bodengrund, ständiges Absuchen von Substrat und Dekor nach Fressbarem und starkes Sozialverhalten. Die Tiere bewegen sich meist in kleinen Gruppen dicht über dem Sand. Wie alle Corydoras-Arten steigt C. blochi vittatus regelmäßig zur Wasseroberfläche auf, um Luft zu schlucken (Darmatmung).
Besonderheiten
- Maskenartige Augenbinde und drei dunkle Längslinien an den Flanken als Erkennungsmerkmale
- Bodenbewohner mit steten Bartelbewegungen beim Gründeln
- Darmatmung: steigt regelmäßig zur Oberfläche, um Luft zu schlucken; freie Wasseroberfläche nötig
- Kein Brutpflegeverhalten; Eier werden abgelegt und nicht bewacht
- Reagiert auf saisonale Reize (kühlere Wasserwechsel) mit gesteigerter Laichbereitschaft
- Geringes Sprungrisiko, dennoch Abdeckung empfohlen
Vergesellschaftungshinweise
Corydoras blochi vittatus ist ein Schwarmfisch. Haltungsform: Gruppe mit mindestens 6 Tieren, empfohlen werden 8 bis 10 Exemplare. In größeren Gruppen treten die Tiere deutlich selbstsicherer und aktiver auf. Innerhalb der Gruppe herrscht ein friedliches Sozialgefüge.
Temperament: Sehr friedlich. Während der Fortpflanzungszeit ändert sich das Verhalten kaum; keine Brutverteidigung oder aggressive Revierkämpfe.
Geeignet für südamerikanische Biotopbecken mit anderen kleinen Arten. Empfohlen sind andere südamerikanische Salmler, weitere kleine Panzerwelse und ruhige Kleinfische. Afrikanische Riftsee-Buntbarsche und größere, aggressive Fische sind ungeeignet.
Verträglichkeit mit Wirbellosen: Schnecken sind unproblematisch. Adulte Garnelen werden toleriert. Kleine Zwerggarnelen-Jungtiere können gelegentlich gefressen werden.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen werden etwas größer und fülliger im Körperbau; sie sind von oben betrachtet deutlich breiter in der Bauchregion. Männchen bleiben schlanker. Der Unterschied wird bei gut ernährten, konditionierten Tieren besonders deutlich.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 22-26 °C, pH 6,0-7,5, GH 2-12 dGH.
Beckengröße: Mindestens 60 cm Kantenlänge (ca. 54 Liter) für eine Gruppe von 8 bis 10 Tieren.
Einrichtung: Feiner, abgerundeter Sand als Bodengrund. Pflanzenpolster, Wurzelholz und flache Verstecke. Die Wasseroberfläche muss frei zugänglich sein für die Darmatmung. Strömung: langsam bis mäßig. Beleuchtung: mäßig bis schwach. Auf raues Dekor verzichten, um Bartelverletzungen zu verhindern.
Zucht und Fortpflanzung
Fortpflanzungstyp: Haftlaicher. Zuchtschwierigkeit: Einfach bis Mittel. Die Zucht gilt als erreichbar, auch für weniger erfahrene Aquarianer.
Zucht-Wasserwerte: Temperatur 22-26 °C, pH 6,0-7,0, GH maximal 8-10 dGH.
Typisches Paarungsverhalten in der T-Position: Das Weibchen hält 2-4 Eier zwischen den Bauchflossen zur Befruchtung. Eier werden an Laub, Pflanzen, Moos oder Aquarienscheiben abgeklebt. Keine Brutpflege.
Auslöser: größere Wasserwechsel mit kühlerem Wasser und reichlich Lebend-/Frostfutter. Gelegegröße: ca. 100 Eier. Inkubation: ca. 3-4 Tage. Erstfutter: Staubfutter, danach Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen.
Ernährung/Futterbedarf
Corydoras blochi vittatus ist ein Allesfresser mit Hang zum fleischlichen Anteil. Hochwertiges Grundfutter wie Granulate und Futtertabletten, die zum Boden absinken, bilden die Basis. Ergänzend regelmäßig Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Tubifex, Artemia und Cyclops. Kleine, häufige Fütterungen sind sinnvoller als seltene Großgaben.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Corydoras blochi vittatus stammt aus Südamerika, aus Brasilien im Bundesstaat Maranhão, aus dem Einzugsgebiet des Rio Itapecuru bei Caxias. Die Art besiedelt flache, langsam fließende Gewässer mit sandigem oder schlammigem Bodengrund. Typisch sind Biotope mit reichlich Falllaub, dichter Ufervegetation und ruhigen Buchten.