Corydoras sp. aff. arcuatus

Deutscher Name: Riesen-Stromlinienpanzerwels

Bild: Enrico Richter
Herkunft:
Brasilien, Südamerika
Farben:
beige, gold, schwarz, silber
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Corydoras sp. aff. arcuatus
Gattung: Corydoras
Familie: Callichthyidae

Beschreibung

Corydoras sp. aff. arcuatus ist die deutlich größer werdende Variante des bekannten Stromlinienpanzerwelses (Corydoras arcuatus) aus dem Rio-Purus-Einzugsgebiet in Brasilien. Im Handel wird diese Form als „Super Arcuatus“ oder unter dem Code CW036 geführt. Die Grundfärbung ist ein warmes Silber-Beige mit leichtem Goldglanz. Ein markantes tiefschwarzes Band zieht sich bogenförmig von der Schnauzenspitze über das Auge entlang des Rückens bis zur Schwanzwurzel. Anders als bei der peruanischen Standardform zeigt die Rückenflosse eine deutliche schwarze Spitze und die Schwanzflosse eine feine Zeichnung, während diese beim gewöhnlichen C. arcuatus durchsichtig bleibt. Die Tiere werden mit 7 cm Körperlänge fast doppelt so groß wie der „klassische“ Stromlinienpanzerwels (4,8 cm SL). Die Barteln sind fein und empfindlich, weshalb ausschließlich feiner Sand als Bodengrund verwendet werden sollte, um Verletzungen zu vermeiden.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Im Handel wird diese Form als „Super Arcuatus“ oder unter dem Code CW036 geführt
  • Kupfer-empfindlich, Medikamente und Dünger mit Kupfer vermeiden

Vergesellschaftungshinweise

ausgeprägter Schwarmfisch, sehr friedlich. Haltung: Gruppe ab 6 Tieren (empfohlen: 8-10 Tiere). Verträglichkeit mit Wirbellosen: verträglich. Diese friedliche Art lässt sich gut mit ruhigen Beifischen vergesellschaften, die ähnliche Wasseransprüche haben. Geeignet sind kleine bis mittelgroße Salmler, Zwergbuntbarsche, andere friedliche Bodenfische und ruhige Labyrinthfische. Wirbellose wie Amano-Garnelen, Neocaridina und Schnecken werden nicht behelligt. Zu vermeiden sind große oder aggressive Fische sowie sehr hektische Arten, die den Schwarm stressen.

Geschlechtsdimorphismus

Weibchen werden größer und sind von oben betrachtet deutlich breiter und fülliger, besonders wenn sie laichbereit sind. Männchen bleiben schlanker und haben tendenziell spitzer zulaufende Flossenenden. In einer Gruppe adulter Tiere ist die Unterscheidung gut möglich.
Größe: ca. 9 cm

Haltungstipps / Pflege

Wie alle Panzerwelse benötigt Corydoras sp. aff. arcuatus sauberes, gut gefiltertes Wasser und feinen Sandboden. Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei einer Temperatur von 22-26 °C, einem pH-Wert von 6,0-7,5 und einer Gesamthärte von 2-15 °dGH. Die obere Temperaturgrenze sollte nur kurzfristig überschritten werden; dauerhaft über 26 °C geht auf die Lebenserwartung. Eine moderate Strömung im bodennahen Bereich wird geschätzt. Das Aquarium sollte mit Wurzelholz, Laub, dichter Randbepflanzung und freien Sandflächen zum Gründeln eingerichtet werden. Aufgrund der stattlichen Endgröße ist ein Becken ab 100 cm Kantenlänge und 160 Liter für eine Gruppe empfehlenswert. Wichtig: Wie alle Callichthyidae sind Panzerwelse fakultative Darmatmer. Sie nehmen regelmäßig Luft an der Wasseroberfläche auf und leiten sie durch den hinteren Darmabschnitt, wo Sauerstoff über ein dichtes Kapillarnetz aufgenommen wird. Zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung muss deshalb immer ein Luftspalt frei bleiben. Häufiges Auftauchen kann auf zu warmes oder sauerstoffarmes Wasser hindeuten. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 8-10 Jahre.
Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6-7,5
Temperatur:
22-26 °C
Beckengröße:
ab 100 cm, 160 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Haftlaicher (Eierleger) Zuchtschwierigkeit: moderat Die Zucht folgt dem typischen Corydoras-Muster: Das Weibchen klemmt in der T-Stellung einige Eier zwischen die Bauchflossen und heftet sie an glatte Oberflächen wie Scheiben, Blätter oder Wurzeln. Brutpflege wird nicht betrieben. Zur Stimulation empfiehlt sich die Simulation der Regenzeit: nach kräftiger Anfütterung mit Lebend- oder Frostfutter einen großen Wasserwechsel (50-70 %) mit 2-3 °C kühlerem, weichem Wasser durchführen. Weiches, leicht saures Zuchtwasser (pH 6,0-6,5, GH unter 8 °dGH, 23-24 °C) ist ideal. Erhöhte Strömung und Sauerstoffzufuhr unterstützen die Laichbereitschaft. Die Eier sollten in ein separates Aufzuchtbecken überführt werden, da die Elterntiere sie fressen.

Ernährung/Futterbedarf

Corydoras sp. aff. arcuatus ist ein typischer Allesfresser, der den Bodengrund systematisch nach Nahrung absucht. Die Basis bilden hochwertige, sinkende Granulatfutter und Futtertabletten. Ergänzend sollten regelmäßig Frost- und Lebendfutter angeboten werden: Mückenlarven, Tubifex, Artemia und Daphnien sorgen für gute Kondition und sind zur Zuchtanregung unverzichtbar. Wichtig: Panzerwelse sind keine „Resteverwerter“ und brauchen gezielt am Boden platziertes Futter. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 8-10 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Die Art stammt aus dem Einzugsgebiet des Rio Purus, einem über 3.200 km langen Amazonas-Zufluss in Brasilien. Dort besiedelt sie kleine Nebenflüsse, Bäche, überschwemmte Waldbereiche und Sandbänke. Der Bodengrund besteht typischerweise aus feinem Sand mit Falllaubschichten und versunkenem Holz. Das Wasser ist weich bis mittelhart, leicht sauer und relativ warm.

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