
Panzerwelse
Gold-Laser-Panzerwels
Corydoras sp. CW010
- Endgröße: bis 6 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 22-27 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Einfach
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Callichthyidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Corydoras sp. C91 ist ein wissenschaftlich noch nicht beschriebener Panzerwels aus Peru, der im Handel schon vor der Vergabe der C-Nummer als Corydoras sp. „Heiko“ oder C. sp. „Peru-Bondi“ geführt wurde. Er gehört zu den kurz- bis rundschnäuzigen Arten und steht Corydoras julii, C. punctatus und C. trilineatus nahe; C. julii und C. trilineatus gelten als seine nächsten Verwandten.
6,5 cmEndgröße
22-26 °CTemperatur
6-7,2pH-Wert
1-12 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Weibchen werden mit Schwanzflosse rund 6,5 cm lang; in der Fachliteratur stehen 5,5 cm Standardlänge (SL, ohne Schwanzflosse gemessen) für Weibchen und 5 cm für Männchen. Der Körper ist hell beige bis silbrig und dicht mit kleinen, runden dunklen Punkten besetzt, auch auf dem Kopf. Auf der hinteren Körperhälfte verläuft ein dunkles Längsband bis zur Schwanzwurzel, Rücken- und Schwanzflosse sind gepunktet beziehungsweise gebändert. Bei C. trilineatus ist der Kopf dagegen meist netzartig gezeichnet. Die Art lebt friedlich in Gruppen am Boden und zeigt in weichem, leicht saurem Wasser die schönsten Farben, ist aber ansonsten anspruchslos. Wie alle Panzerwelse ist sie ein fakultativer Darmatmer (kann bei Bedarf Luft über einen stark durchbluteten Darmabschnitt veratmen) und schwimmt gelegentlich zur Oberfläche, um Luft zu schnappen. Das ist normales Verhalten. C91 wird nur gelegentlich eingeführt.
Corydoras sp. C91 wird bei 22-26 °C gehalten. Die schönsten Farben zeigt die Art in weichem, leicht saurem Wasser, sie ist aber anspruchslos und kommt auch mit anderen Wasserwerten zurecht; als Rahmen gelten pH 6,0-7,2. Eigene Härteangaben für C91 gibt es nicht. Die Art lässt sich genauso halten wie C. julii und C. trilineatus, für die nah verwandte C. trilineatus werden 1-12 °dGH genannt. Für eine Gruppe ab 6 Tieren eignet sich ein Becken ab 80 cm Kantenlänge mit 112 Litern. Wichtig ist ein Bodengrund aus feinem Sand, abgerundeter Kies ist nur ein Notbehelf; scharfkantiger Kies oder scharfer Sand verletzt die Barteln beim Gründeln. Den Sand mit Wurzelholz und Pflanzen umranden und eine freie Fläche zur Futtersuche lassen; Schatten durch Wurzeln, hohe Pflanzen oder Schwimmpflanzen genügt, damit sich die Gruppe sicher fühlt. Der Bodengrund muss sauber gehalten werden, da Panzerwelse in verschmutztem Bodengrund Bartelentzündungen bekommen können. Bei kupferhaltigen Medikamenten ist äußerste Vorsicht geboten.
Corydoras sp. C91 ist ein friedlicher Schwarmfisch, der in einer Gruppe ab 6 Tieren gehalten werden sollte; in der Gruppe sind Panzerwelse deutlich aktiver und weniger scheu. Gegenüber anderen Fischen ist die Art völlig friedlich. Passende Mitbewohner sind kleine bis mittelgroße, ruhige Arten wie Salmler, Bärblinge und Danios, außerdem Zwergbuntbarsche und andere friedliche Welse. Sehr große oder aggressive Fische sind ungeeignet. Für die Zucht empfiehlt sich ein Artbecken.
Corydoras sp. C91 ist ein Allesfresser und nimmt alle Futtersorten an, die bis zum Boden absinken, etwa Futtertabletten, Granulat und größere Flocken. Lebend- oder Frostfutter wie Rote Mückenlarven, Daphnien, Tubifex, Weiße Würmer und Grindalwürmer (Enchytraeen) wird gern gefressen und eignet sich gut, um eine Gruppe auf die Zucht vorzubereiten. Panzerwelse sind keine Restevertilger: Sie brauchen eigenes, sinkendes Futter und dürfen nicht auf die Reste der anderen Beckenbewohner angewiesen sein.
Corydoras sp. C91 ist im Aquarium nachgezogen worden, es liegen mehrere Zuchtberichte vor. In einem Bericht mit Wildfängen aus Peru (2 Männchen, 2 Weibchen) wurde bei 24-25 °C und pH 6,7-7,0 abgelaicht; in einem zweiten Bericht (3 Männchen, 3 Weibchen) lagen pH 6,5-6,8 und ein Leitwert (elektrische Leitfähigkeit, Maß für den Salzgehalt) von 100-200 µS/cm vor, als Auslöser dienten Wasserwechsel von rund 40 % mit kühlerem Wasser. Angaben zur Gesamthärte enthalten beide Berichte nicht. Die Paarung erfolgt in der für Panzerwelse typischen T-Stellung. Die Eier werden im Becken verteilt angeheftet; in einem Fall waren es 175 Eier. Die Larven schlüpften nach 5 Tagen und schwammen nach 7 Tagen frei. In diesem Bericht ließen die Eltern die Eier weitgehend in Ruhe, einige Jungfische wuchsen sogar im Becken der Alttiere auf. In beiden Berichten wurden die Eier trotzdem größtenteils abgesammelt und getrennt erbrütet. Als erstes Futter dienten entkapselte Artemia-Eier, danach pulverisiertes Mysis- und Fertigfutter, nach einigen Wochen das Futter der Alttiere.
Zuchtwasser: 24 bis 25 °C, pH 6,5 bis 7
Corydoras sp. C91 stammt aus Peru und wird dem Einzugsgebiet des Rio Huallaga zugeordnet. Der Huallaga ist ein rund 1.100 km langer Nebenfluss des Marañón, eines der beiden Quellflüsse des Amazonas. Genaue Fundorte, Angaben zum Gewässertyp und Messwerte aus dem natürlichen Lebensraum sind nicht veröffentlicht.
Weibchen werden etwas größer und sind fülliger gebaut; angegeben sind 5,5 cm Standardlänge (SL, ohne Schwanzflosse) für Weibchen und 5 cm für Männchen. Am besten erkennt man den Unterschied von oben: Weibchen wirken deutlich breiter. Männchen haben mit zunehmendem Alter eher spitz auslaufende, Weibchen eher abgerundete Flossenspitzen.
Weibchen werden mit Schwanzflosse rund 6,5 cm lang (5,5 cm Standardlänge ohne Schwanzflosse), Männchen bleiben etwas kleiner.
Ja. Unter den Namen „Heiko“ und „Peru-Bondi“ wurde der Panzerwels gehandelt, bevor er die C-Nummer C91 erhielt. Wissenschaftlich beschrieben ist er noch nicht.
Empfohlen sind 22-26 °C und pH 6,0-7,2. Für die Härte gelten wie bei der nah verwandten C. trilineatus 1-12 °dGH. Die schönsten Farben zeigt die Art in weichem, leicht saurem Wasser.
Für eine Gruppe ab 6 Tieren eignet sich ein Becken ab 80 cm Kantenlänge mit 112 Litern und feinem Sand als Bodengrund.
Ja, es gibt mehrere Zuchtberichte. Abgelaicht wurde bei 24-25 °C und pH 6,5-7,0 nach Wasserwechseln mit kühlerem Wasser. Die Larven schlüpfen nach etwa 5 Tagen.
Sinkende Futtertabletten und Granulat als Grundfutter, dazu Rote Mückenlarven, Daphnien, Tubifex, Weiße Würmer und Grindalwürmer.
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