Corydoras sp. CW009
Beschreibung
Der Neon-grüne Metallpanzerwels (Corydoras sp. CW009) ist ein mittelgroßer Panzerwels von etwa 6 cm Länge, der vor allem durch seinen leuchtenden Längsstreifen besticht. Die Grundfärbung ist grünlich-oliv bis bronzeartig. Vom Auge über den Rücken bis zur Schwanzwurzel zieht sich ein intensiver, neongrüner Streifen, der je nach Lichteinfall von kräftigem Grün bis gelblich-grün changiert und dem Fisch seinen Trivialnamen „Green Laser“ verleiht. Augen und Kiemenregion zeigen oft goldene Akzente. Männchen bleiben deutlich schlanker als die fülliger gebauten Weibchen. Im Aquarium ist die Art sehr aktiv, bodenorientiert und lebt in ausgeprägten Schwärmen.
Besonderheiten
- Leuchtend neongrüner Längsstreifen („Green Laser“)
- Obligater Darmatmer, freier Zugang zur Wasseroberfläche lebensnotwendig
- Kupferempfindlich wie alle Callichthyidae
- Sand als Substrat obligatorisch
- Taxonomisch: Osteogaster sp. CW009 (Dias et al. 2024), im Handel weiter als Corydoras geführt
- Zucht anspruchsvoller als verwandte Laser-Corydoras
- Herkunft: Rio Ucayali und Rio Marañón, Peru
Vergesellschaftungshinweise
Corydoras sp. CW009 ist ein sozialer Schwarmfisch und sollte in Gruppen ab 6 Tieren gehalten werden, empfohlen sind 8 bis 10 Tiere. Die Art ist ruhig und friedlich. Sie lässt sich gut mit ruhigen, kleinen südamerikanischen Arten vergesellschaften. Geeignete Beifische sind kleinere Salmler, ruhige Zwergbuntbarsche und andere friedliche Bodenbewohner ähnlicher Herkunft. Große, territoriale oder räuberische Fische sollten vermieden werden. Garnelennachwuchs kann gelegentlich gefressen werden.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen werden breiter und fülliger im Bauchbereich, insbesondere bei Laichbereitschaft, und erreichen bis etwa 6 cm. Männchen bleiben deutlich schlanker und werden typischerweise etwa 5 cm groß. Von oben betrachtet ist der Unterschied bei adulten Tieren gut erkennbar. Männchen zeigen zudem spitzere Flossenenden als die eher abgerundeten der Weibchen.
Haltungstipps / Pflege
Corydoras sp. CW009 benötigt eine gruppenorientierte Haltung ab mindestens 6 Tieren auf sandigem Substrat. Sand ist obligatorisch, da grobe oder scharfkantige Substrate die empfindlichen Barteln beschädigen und zu Infektionen führen können. Die Einrichtung sollte Blattstreu, Wurzeln und Totholz bieten, damit die Tiere natürliches Durchwühlen und Verstecken zeigen können. Pflanzen können großzügig gesetzt werden, freie Bodenflächen zum Gründeln sollten jedoch vorhanden bleiben. Eine moderate Strömung und regelmäßige Wasserwechsel fördern Gesundheit und Wohlbefinden.
Wie alle Panzerwelse ist diese Art ein obligater Darmatmer und muss regelmäßig an die Wasseroberfläche steigen, um atmosphärische Luft aufzunehmen. Zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung muss daher immer ein Luftspalt von einigen Zentimetern verbleiben. Eine vollständig abgedichtete Oberfläche kann zum Erstickungstod führen. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden.
Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei 22 bis 26 °C, pH 6,0 bis 7,5 und einer Gesamthärte von 2 bis 12 °dGH. Kurzfristige Temperaturabsenkungen auf 22 °C können natürliches Verhalten und Laichbereitschaft fördern.
Zucht und Fortpflanzung
Corydoras sp. CW009 ist ein Haftlaicher und zeigt saisonales Laichverhalten, das durch Regenzeit-Reize ausgelöst werden kann. Die Zucht erfordert weiches, leicht saures Wasser und geduldige Konditionierung. Die Tiere paaren sich in der klassischen T-Stellung, bei der das Männchen die Eier befruchtet, die das Weibchen zwischen den Bauchflossen hält. Die Eier werden anschließend an Pflanzen und Einrichtungsgegenständen abgelegt. Gelegegrößen von über 200 Eiern sind dokumentiert.
Zuchtbedingungen: pH 6 bis 7, GH bis 8 °dGH, Temperatur 22 bis 24 °C. Als Auslöser dient ein großer Wasserwechsel (50 bis 70 %) mit deutlich kühlerem (bis ca. 18 °C), weichem Wasser zur Simulation der Regenzeit. Zuvor muss das Zuchtpaar intensiv mit proteinreichem Lebendfutter (Grindal-Würmer, weiße Mückenlarven, Artemia) konditioniert werden. Ein Verhältnis von 2 Männchen pro Weibchen ist ideal. Die Art gilt als anspruchsvoller in der Zucht als verwandte Laser-Corydoras und benötigt weiches Schwarzwasser.
Ernährung/Futterbedarf
Der Neon-grüne Metallpanzerwels ist ein Allesfresser mit deutlicher Vorliebe für proteinreiche Kost. Bevorzugt werden Lebend- oder Frostfutter wie Tubifex, rote Mückenlarven, Artemia, Grindal-Würmer und Cyclops. Zusätzlich werden gut sinkende Granulate und Futtertabletten angenommen. Ein abwechslungsreiches Fütterungsschema verhindert Mangelerscheinungen und fördert die Konditionierung. Futter muss den Boden erreichen, da die Tiere ausschließlich am Substrat fressen.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Corydoras sp. CW009 stammt aus dem Einzugsgebiet des Rio Ucayali und Rio Marañón im oberen Amazonasbecken Perus. Dort besiedelt er sandige Bodengründe mit Blattstreu und Totholz in Gewässern mit ruhiger bis langsamer Strömung. Die Ufervegetation und verwurzelte Bereiche bieten Verstecke. Saisonale Niederschlagsveränderungen und die Regenzeit beeinflussen Laichzyklen und Nahrungsverfügbarkeit. Das Wasser ist typischerweise weich und leicht sauer.
Hallo,
ist dieser Wels käuflich zu erwerben. Hier in Hannover haben wir ihn nicht gefunden. Allerdings vor ein paar Jahren auf der Fischbörse in Braunschweig gesehen.
Beste Grüße
I. Bieber
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