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Crenicichla lepidota

Deutscher Name: Edith-Pikencichlide

Quelle: Aquarium Glaser
Herkunft:
Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay, Uruguay
Farben:
gelb, grün, schwarz
Schwierigkeit:
Schwierig (Sehr erfahrene Aquarianer)
Art: Crenicichla lepidota
Gattung: Crenicichla
Familie: Cichlidae

Beschreibung

Crenicichla lepidota ist ein mittelgroßer Hechtcichlide mit einer Gesamtlänge von etwa 20 cm und schlankem, torpedoförmigem Körperbau. Die Grundfärbung reicht von gelblich-grünen bis olivfarbenen Tönen mit dunklen Zeichnungselementen entlang der Flanken; ein deutlicher Augenfleck an der Schwanzwurzelbasis ist vorhanden. Die Art zeigt eine variable Musterung mit feinen Streifen und Flecken. Im Aquarium zeigt sie ein territoriales, räuberisches Verhalten, hält sich bevorzugt im Bodenbereich auf und verteidigt Höhlen und Wurzelstrukturen als Revierzentren. Gegenüber kleineren Fischen verhält sie sich prädatorisch; während der Brutzeit steigt die Aggressivität stark an. Taxonomischer Hinweis: Der Handelsfisch geht auf Crenicichla edithae (Ploeg, 1991) zurück, die später als jüngeres Synonym von Crenicichla lepidota (Heckel, 1840) eingestuft wurde. Durch die Revision von Varella et al. (2023) wurde die Art in die neu errichtete Gattung Saxatilia überführt; der aktuell gültige wissenschaftliche Name lautet Saxatilia lepidota (Heckel, 1840). Der Handelsname Crenicichla lepidota bzw. ‚edithae‘ hält sich für Standortvarianten aus Paraguay.
Sozialverhalten: Paarweise
Temperament: aggressiv
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Mittelgroßer Hechtcichlide mit bis zu 20 cm TL
  • Taxonomie: Synonym von Saxatilia lepidota (Heckel, 1840); Gattung Saxatilia seit Varella et al. (2023)
  • Höhlenlaicher mit elterlicher Brutpflege
  • Ausgeprägter Geschwister-Kannibalismus bei der Aufzucht – regelmäßige Größensortierung nötig
  • Stark territorial, besonders während der Brutzeit
  • Becken ab 400 Liter und 150 cm Kantenlänge erforderlich
  • Ausgezeichneter Springer – lückenlose Abdeckung zwingend erforderlich

Vergesellschaftungshinweise

Crenicichla lepidota wird paarweise gehalten. Die Art zeigt eine starke Revierbildung und deutliche Aggressivität, die während der Brutzeit erheblich zunimmt. Bei der Aufzucht ist ausgeprägter Geschwister-Kannibalismus unter den Jungfischen dokumentiert; regelmäßige Größensortierung ist erforderlich.

Das Temperament ist aggressiv und territorial. Schnecken werden weitgehend toleriert. Garnelen und kleine Fische werden gefressen.

Geeignete Beifische: robuste südamerikanische Cichliden und mittelgroße bis große Salmler. Ostafrikanische Hartwasserarten sind nicht kompatibel.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen werden tendenziell größer und zeigen eine kräftigere Körperform. Weibchen können während der Laichbereitschaft eine veränderte Bauchfärbung zeigen. Die Unterscheidung ist bei adulten Tieren erkennbar.

Weibchen erreichen die Geschlechtsreife bei etwa 14 cm, Männchen bei etwa 18 cm.
Größe: ca. 20 cm (TL)

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22–27 °C, pH 6,3–7,5, GH 2–12 dGH. Beckengröße: mindestens 150 cm Kantenlänge (ca. 400 Liter). Ein strukturiertes Becken mit Höhlen aus Steinen oder Wurzeln, Totholz und offenen Schwimmflächen. Feiner Sand oder feiner Kies als Substrat.

Mäßige Strömung und leistungsfähige Filterung. Regelmäßige Wasserwechsel und stabile Wasserqualität. Gut schließender Deckel empfehlenswert.

Crenicichla lepidota ist eine anspruchsvolle Art für Aquarianer mit Erfahrung in der Pflege territorialer Cichliden.

Hinweis: Als subtropische Art aus dem Paraná-/Paraguay-System profitiert Saxatilia lepidota von einer saisonalen Temperaturabsenkung auf 18-22 °C in den Wintermonaten. Dies fördert die Regeneration, stärkt das Immunsystem und konditioniert für die Zucht.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,3-7,5
Temperatur:
22-27 °C
Beckengröße:
ab 150 cm, 400 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Schwierig. Fortpflanzungstyp: Höhlenlaicher (Substratlaicher). Zuchtwerte: Temperatur 24-28 °C, pH 6,5-7,0, GH maximal 6 dGH. Konditionierung mit proteinreichem Lebendfutter. Auslöser: Regenzeit-Simulation durch große Wasserwechsel mit kühlerem Wasser. Beide Elternteile beteiligen sich an der Brutpflege: Das Weibchen pflegt die Eier direkt in der Höhle, das Männchen patrouilliert das Revier. Wichtig: Das Hauptproblem bei der Aufzucht ist der ausgeprägte Geschwister-Kannibalismus (Sibling Cannibalism). Jungfische wachsen oft stark asynchron, und größere Individuen beginnen, kleinere Geschwister als Beute zu betrachten. Die Brut muss daher regelmäßig nach Größe sortiert (fraktioniert) werden, um Verluste zu minimieren. Filialer Kannibalismus (Eltern fressen Brut) tritt nur unter Stress auf – etwa bei fehlender Reviersicherheit oder gestörter Paarbindung – und ist kein normales artspezifisches Verhalten. Eine pauschale Trennung des Männchens ist nicht empfehlenswert, da dies die Paardynamik und Brutpflege destabilisieren kann.

Ernährung/Futterbedarf

Karnivor. Adulte Tiere benötigen kräftiges, proteinreiches Futter: Garnelen, Muschelfleisch, größere Insektenlarven, Stinte und hochwertige Cichliden-Pellets bilden die Hauptnahrung. Mückenlarven und Artemia eignen sich eher als Ergänzung oder für Jungtiere. Kein Säugetierfleisch (z. B. Rinderherz) verfüttern – die Lipidstrukturen können bei Fischkörpertemperatur nicht adäquat metabolisiert werden und führen zu Leberverfettung. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 10 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Crenicichla lepidota stammt aus dem Einzugsgebiet des Río Paraguay und des Río Paraná in Brasilien, Paraguay, Argentinien und Uruguay. Die Art bewohnt strukturreiche Uferzonen mit schlammigem bis sandigem Bodengrund, dichter Vegetation, Wurzelwerk und Totholz. Die Strömung ist mäßig bis langsam.

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