Crossocheilus langei

Deutscher Name: Sumatra-Algenfresser

Quelle: aqua-global - Dr. Jander & Co. OHG
Herkunft:
Borneo, Indonesien, Malaysia, Sumatra
Farben:
braun, schwarz, silber
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Crossocheilus langei
Gattung: Crossocheilus
Familie: Cyprinidae

Beschreibung

Der Sumatra-Algenfresser (Crossocheilus langei) ist ein langgestreckter, torpedoförmiger Schwarmfisch aus Südostasien. Wichtig: C. langei wird im Handel fast immer fälschlich als „Siamesische Rüsselbarbe” verkauft, dieser Name gehört aber korrekt zu Crossocheilus oblongus. Das entscheidende Unterscheidungsmerkmal: Bei C. langei endet das dunkle Längsband bereits kurz hinter dem Ansatz der Schwanzflosse, während es bei der echten Siamesischen Rüsselbarbe (C. oblongus) bis in die Schwanzflosse hineinreicht. Die Grundfärbung ist silbrig-bräunlich, die Flossen transparent. Charakteristisch sind zwei Paar Barteln und ein rötlich-goldener Irisreflex. Die Art erreicht ca. 15 cm. Im Aquarium fällt Crossocheilus langei durch rastlose Nahrungssuche und Aufwuchsabweidung auf. Die Art gehört neben C. reticulatus zu den wenigen Crossocheilus-Arten, die zuverlässig Pinselalgen (BBA) fressen, was sie für Aquarianer mit Algenproblemen besonders wertvoll macht.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Schwarzes Längsband endet kurz hinter dem Ansatz der Schwanzflosse (Unterschied zu C. oblongus, bei der es BIS IN die Schwanzflosse reicht)
  • Wird im Handel häufig fälschlich als „Siamesische Rüsselbarbe” verkauft
    Zwei Paar Barteln (Unterschied zu C. atrilimes)
  • Gehört neben C. reticulatus zu den wenigen Crossocheilus-Arten, die zuverlässig Pinselalgen (BBA) fressen
  • Saisonale Wanderungen in der Natur zur Regenzeit
  • Benötigt ausgeprägte Strömung und hohe Sauerstoffsättigung
  • Geringe Springneigung

Vergesellschaftungshinweise

Gruppenfisch, mindestens fünf bis sechs Tiere. In ausreichend großen Gruppen bleibt das Sozialgefüge stabil. Temperament friedlich gegenüber anderen Arten, aber lebhaft und teilweise ungestüm. Bei zu kleiner Gruppe kann tyrannisches Verhalten auftreten.

Schnecken unproblematisch, sehr kleine Garnelennachzuchten gefährdet. Geeignete Beifische: südostasiatische Schwarmfische wie Rasbora- und Barbenarten sowie Schmerlen.

Geschlechtsdimorphismus

Äußerlich schwer zu unterscheiden. Geschlechtsreife Weibchen sind in der Bauchpartie fülliger und runder, Männchen wirken schlanker.

Größe: ca. bis 15 cm

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: 20–26 °C, pH 6,0–7,5, GH 1–15 °dGH. Beckengröße: mindestens 150 cm Kantenlänge (ca. 300 L). Kräftige Strömung (Filterumwälzung 4–5x Beckenvolumen/Stunde), gut strukturierte Bereiche mit glatten Steinen, Wurzeln und Aufwuchsflächen. Sand oder feiner Kies als Substrat. Ernährung überwiegend pflanzlich: Spirulina-Tabs, Algenfresser-Granulate, überbrühtes Gemüse. Zu proteinreich füttern verringert das Interesse am Algenfraß. Crossocheilus langei ist ein robuster, nützlicher Algenfresser für größere Aquarien mit Strömung und Gruppenhaltung.
Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6,0-7,5
Temperatur:
22-26 °C
Beckengröße:
ab 150 cm, 300 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Freilaicher, Zuchtschwierigkeit sehr schwer. Nachzuchten im Hobby kaum dokumentiert. Im Handel verbreitete Jungtiere stammen aus kommerzieller Zucht mit hormoneller Stimulation. Saisonale Wanderungen in der Natur lassen sich im Aquarium schwer nachstellen.

Ernährung/Futterbedarf

Spezialisierter Aufwuchsfresser. Algen (einschließlich Pinselalgen/BBA), Biofilme auf Steinen und Holz. Spirulina-Tabs, Algenfresser-Granulate, überbrühtes Gemüse (Zucchini, Spinat, Erbsen). Tierisches Protein nur gelegentlich und sparsam. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Aufwuchsfresser (Limnivore)
Alterserwartung
ca. 10 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Aus Südostasien, schwerpunktmäßig von den Inseln Indonesiens (Sumatra, Borneo) sowie aus Malaysia. Klare Bäche mit starker Strömung und reichem Algenwachstum auf Felsen und Holz. Sandige bis kiesige Substrate mit glattgewaschenen Felsbrocken.

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