Die Siamesische Rüsselbarbe (Crossocheilus oblongus) ist ein schlank gebauter, stromlinienförmiger Algenfresser mit einem schwarzen Längsstreifen von der Schnauze bis in die Schwanzflosse. Der Rücken zeigt braun-olivgrüne bis goldene Töne, der Bauch ist cremefarben. An der Schnauze ein Paar kurze Rostralbarteln. Die Art erreicht ca. 16 cm.
Im Aquarium zeigt die Art lebhaftes, schwimmfreudiges Verhalten mit ausgeprägtem Aufwuchs- und Algenfressverhalten. Innerartlich bilden sich klare Rangordnungen. Wichtig: Im Handel wird fast immer C. langei (Sumatra-Algenfresser) unter dem Namen „Siamesische Rüsselbarbe“ verkauft. Die echte C. oblongus ist im Hobby selten. Unterscheidung: Bei C. oblongus reicht das schwarze Längsband BIS IN die Schwanzflosse, bei C. langei endet es kurz vor der Schwanzflosse. C. langei ist der bessere Pinselalgen-Fresser.
Gruppenfisch, mindestens fünf Tiere. Innerhalb der Gruppe Hackordnung mit Dominanzzeigen. Temperament friedlich gegenüber artfremden Fischen. Junggarnelen gefährdet, adulte Garnelen und Schnecken toleriert.
Geeignete Beifische: friedliche südostasiatische Rasboras, Schmerlen und Bodenbewohner. Andere Crossocheilus- und Garra-Arten vermeiden.
Geschlechtsreife Weibchen zeigen eine deutlich fülligere, rundere Bauchpartie. Männchen sind schlanker. Weitere visuelle Unterschiede kaum ausgeprägt.
Wasserwerte: 24–27 °C, pH 6–7,5, GH 2–12 °dGH. Beckengröße: mindestens 120 cm Kantenlänge (ca. 250 L). Moderate bis starke Strömung mit guter Sauerstoffversorgung. Sand bis feiner Kies, größere abgerundete Steine und Wurzeln. Robuste Pflanzen.
Überwiegend pflanzliche Fütterung: Spirulina-Tabs, blanchiertes Gemüse. Tierisches Protein sparsam einsetzen wegen Verfettungsgefahr. Springtendenz vorhanden, Deckel zwingend.
Crossocheilus oblongus ist ein aktiver Schwimmer und effizienter Algenfresser für größere, gut durchströmte Aquarien.
Eierstreulaicher. Zuchtschwierigkeit: sehr schwer bis nicht reproduzierbar im Hobby. Keine bestätigten Heimzuchterfolge. Handelstiere stammen aus Wildfängen oder kommerzieller Hormonzucht.
Herbivorer Aufwuchs-Spezialist. Spirulina-Tabs, blanchiertes Gemüse (Zucchini, Spinat, Erbsen), Algenflocken. Gelegentliche Gaben von Artemia und Mückenlarven als Ergänzung. Dauerhaft proteinreiche Fütterung vermeiden.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Aus Südostasien: Thailand, Malaysia, Kambodscha, Laos und Indonesien. Mekong-Becken und Sundainseln. Klare Bäche und Flüsse mit mäßiger bis starker Strömung, sauerstoffreich, mit Sand-, Kies- und Geröllsubstrat.
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