Maylandia pulpican (gültige Bezeichnung: Metriaclima pulpican, Handelsname: Kingsizei-Cichlide) ist ein typischer Mbuna aus dem Malawisee mit einer Endgröße von ca. 7–8 cm. Männchen zeigen leuchtende Blautöne mit markanten schwarzen vertikalen Streifen (Zebramuster) und kontrastreicher schwarzer Analflosse mit Eiflecken. Weibchen sind unmarkanter in braunen, grauen bis blassblauen Tönen.
Im Aquarium präsentiert sich die Art als aktiver Schwimmer, der die Felsspalten durchstreift und auch die freie Wassersäule nutzt. Männchen markieren regelmäßig Reviere an Felsvorsprüngen. Die Art besiedelt die Übergangszone des Sees zwischen Fels und Sand in 4–30 m Tiefe.
Männchen sind territorial; Weibchen wurden in der Natur einzeln oder in kleinen Gruppen beobachtet. Im Aquarium empfiehlt sich eine Haltung mit einem Männchen und mehreren Weibchen in einem stark strukturierten Felsbecken. Beifische müssen dieselbe Wasserchemie vertragen und dürfen weder deutlich kleiner noch wesentlich ruhiger sein; die konkrete Besatzplanung hängt von Beckengröße, Geschlechterverhältnis und Revierstruktur ab.
Weibchen bleiben kleiner (7–8 cm) und sind in braunen, grauen oder blassblauen Tönen mit verwaschenen Streifen gefärbt. Männchen zeigen leuchtend blaue Grundfärbung mit markanten schwarzen Streifen und kontrastreichere Flossen.
Wasserwerte: Temperatur 23–28 °C, pH 7,5–8,5, GH 8–15 dGH.
Beckengröße: Mindestens 120 cm Kantenlänge (300 Liter) für einen Harem oder eine Gruppe ab 10 Tieren. Das Aquarium sollte reichlich strukturierte Steinaufbauten mit Felsspalten und Höhlen besitzen. Sandflächen zwischen den Felsen sind wichtig. Moderate Strömung, gute Wasserqualität.
Maylandia pulpican ist eine attraktive Mbuna-Art für erfahrene Malawisee-Aquarianer, die ein felsenreiches Becken mit stabil alkalischer Wasserchemie betreiben.
Fortpflanzungstyp: Maulbrüter (maternal). Zuchtschwierigkeit: Einfach.
Zuchtwasserwerte: Temperatur 25–28 °C, pH 7,8–8,5, GH bis 15 dGH. Laichplatz: Sandgrube unterhalb eines Felsens.
Gelegegröße: ca. 10–30 Eier. Inkubationszeit: 21–25 Tage bei 25–26 °C. Jungfische nehmen Staubfutter, Artemia-Nauplien und zerriebenes Flockenfutter.
In der Natur nimmt Maylandia pulpican sowohl Aufwuchs als auch Plankton aus der Wassersäule auf. Im Aquarium ist eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Kost aus geeignetem Mbuna-Trockenfutter, pflanzlichen Bestandteilen und kleinen Krebstieren wie Cyclops oder Artemia passend. Wichtig sind maßvolle Portionen, Abwechslung und eine saubere Wasserqualität.
Maylandia pulpican stammt endemisch aus dem Malawisee und ist an Standorten wie Likoma Island, Maingano Island und Membe Point nachgewiesen. Die Art besiedelt die Übergangszone in 4–30 m Tiefe, wo felsenreiche Bereiche mit sandigen Abschnitten wechseln. Das Wasser ist klar, alkalisch und mäßig strömend.
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