Devario malabaricus
Beschreibung
Devario malabaricus ist ein schlanker, stromlinienförmiger Schwarmfisch aus der Familie Cyprinidae mit einer Maximalgröße von ca. 10 cm TL (typisch 7 bis 9 cm). Der Körperbau ist seitlich abgeflacht mit einem relativ tiefen Rumpf. Entlang der Flanke wechseln silbrige und gelblich-blaue Längsstreifen.
Im Aquarium zeigt der Malabarbärbling ein konstant hohes Aktivitätsniveau und ist permanent in Bewegung. Er ist kein aggressiver Fisch, kann jedoch durch sein energisches Schwimmverhalten und seine kräftige Futteraufnahme langsamere oder scheue Beifische stören. Eine mittlere Sprungneigung erfordert eine sichere Abdeckung.
Besonderheiten
- Dauerhaft aktiver Schwarmfisch mit kräftiger Futteraufnahme
- Mittlere Sprungneigung: Abdeckung empfohlen
- Freilaicher ohne Brutpflege; gelegentlich eigenständige Nachzucht im bepflanzten Becken
- Familie Cyprinidae bestätigt (nicht Danionidae)
- Verbreitung in Südasien (Indien, Sri Lanka)
Vergesellschaftungshinweise
Devario malabaricus ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8 bis 10 Tieren gehalten werden. Das Temperament ist lebhaft und robust, dabei nicht aggressiv.
Geeignete Beifische sind andere südasiatische Cypriniden (Puntius, Rasbora), asiatische Schmerlen sowie friedliche Bodenfische. Sehr kleine, scheue oder langsame Arten sind als Mitbewohner ungeeignet. Schnecken werden toleriert. Junge Garnelen können gefährdet sein, adulte Garnelen sind meist sicher.
Geschlechtsdimorphismus
Geschlechtsreife Weibchen sind runder im Bauchbereich und tendenziell etwas größer. Männchen sind schlanker mit etwas kräftigerer Zeichnung. Unterscheidung über Körperform und Bauchfülle.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 18 bis 25 °C, pH 6,0 bis 8,0, GH 2 bis 15 dGH.
Mindestens 120 cm Beckenlänge (ca. 240 Liter) für eine Gruppe von mindestens 8 bis 10 Tieren. Becken mit offenen Schwimmzonen, flankiert von Bepflanzung und Verstecken am Rand. Fein- bis mittelkörniges Kies- oder Sandsubstrat. Moderate bis kräftige Strömung und gute Sauerstoffversorgung. Sichere Abdeckung wegen Sprungneigung. Regelmäßige Wasserwechsel.
Zucht und Fortpflanzung
Gut dokumentiert, einfach. Zuchtwasserwerte: ca. 24 °C, pH ca. 6,5, GH maximal 10 dGH.
Freilaicher (Eierstreuer) ohne Brutpflege. In gut bepflanzten Becken können gelegentlich eigenständig Jungfische auftauchen. Für gezielte Zucht separates Zuchtbecken mit feinmaschigem Netz oder Laichmopps. Konditionierung mit proteinreichem Futter. Über 200 Eier pro Weibchen möglich. Eltern nach 48 Stunden entfernen (Laichräuber). Inkubationszeit ca. 24 bis 36 Stunden. Erstfutter: Infusorien, danach Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen.
Ernährung/Futterbedarf
Allesfresser mit Neigung zu proteinreicher Kost. Hochwertiges Flocken- und Granulatfutter als Grundversorgung, ergänzt durch Lebend- und Frostfutter (Artemia, Mückenlarven, Cyclops, Daphnien). Pflanzliche Anteile ergänzend. Mehrere kleine Fütterungen am Tag empfehlenswert wegen aktiver Fressweise.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Devario malabaricus stammt aus Südasien mit Vorkommen in Indien und Sri Lanka. Die Art bewohnt klare, sauerstoffversorgte Bergbäche und Oberläufe kleiner Flüsse mit deutlicher Strömung und kiesigem bis steinigem Substrat.