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Zierfische, Familie Characidae

Zweipunktraubsalmler Exodon paradoxus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Zweipunktraubsalmler (Exodon paradoxus) erreicht bis 15 cm TL, im Aquarium bleiben die meisten Tiere bei 8 bis 12 cm. Namensgebend sind zwei markante dunkle Flecken, einer vor der Rückenflosse und einer an der Schwanzflossenwurzel. Silbrig-gelbliche Grundfärbung mit grünlich-goldenem Schimmer. Spezialisierter Schuppenräuber (Lepidophage): In der Natur frisst er vor allem Insekten und die Schuppen anderer Fische. Primär karnivor.

  • Schwierigkeit: Mittelschwer
  • Schwarm
  • Aggressiv
  • 15 cmEndgröße

  • 23-28 °CTemperatur

  • 5,5-7,5pH-Wert

  • 3-12 °dGHGesamthärte

  • ab 450 lAquariengröße

Haltung und Pflege

Wasserwerte: 23-28 °C, pH 5,5-7,5, GH 3-12 dGH. Becken: ab 150 cm Kantenlänge (450 Liter) für eine Gruppe. In zu kleinen Becken bleiben oft nur wenige Tiere übrig. Feiner Sandboden, offene Schwimmzonen, Wurzeln und Pflanzen an den Rändern. Sehr leistungsfähige Filterung, weil eine große Gruppe viel proteinreiches Futter braucht; etwas Strömung wird gern angenommen. Das Becken muss gut abgedeckt sein, die Art springt sehr gut. Häufige, proteinreiche Fütterung. Spezialart für erfahrene Aquarianer.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Gegenüber anderen Fischen einer der aggressivsten Salmler. Als Schuppenräuber greift Exodon paradoxus silbrige oder glänzende Mitbewohner unablässig an, bis ihnen Schuppen und Flossen fehlen, auch große Buntbarsche bleiben nicht verschont. Am besten pflegt man die Art im Artbecken. Als Beifische kommen nur Welse in Frage, die keine Schuppen tragen und deshalb nicht ins Beuteschema passen, etwa Harnisch- und Panzerwelse. Untereinander herrscht ein ausgeprägtes Rangordnungsverhalten, die Tiere jagen sich ständig, verletzen sich dabei aber nicht. In Gruppen ab 12, besser 25 bis 50 Tieren verteilt sich die Aggression gleichmäßig. Kleinere Gruppen schrumpfen oft bis auf ein einzelnes Tier zusammen. Die ganze Gruppe wird am besten auf einmal eingesetzt.

Ernährung

Primär karnivor. In der Natur besteht die Nahrung vor allem aus Insekten und den Schuppen anderer Fische. Im Aquarium abwechslungsreich und fleischig füttern: Mückenlarven, Mysis, Krill, Artemia, Garnelenfleisch. Gängiges Fischfutter wird ebenfalls gern angenommen. Mehrfach täglich füttern.

Zucht

Freilaicher ohne Brutpflege. Selten, aber dokumentiert. Zucht-Werte: pH 6,0-6,5, GH 1-5 dGH. Eier schlüpfen nach 2-3 Tagen. Kannibalismus unter Jungtieren beachten.

Zuchtwasser: pH 6 bis 6,5, bis 5 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Brasilianisches Amazonasbecken, Tocantins-System, Rio Branco/Guyana. Flussabschnitte durch savannenartige Graslandschaften, mit fließendem Wasser über sandigem Grund.

Geschlechtsunterschiede

Erwachsene Männchen sind schlanker als die Weibchen und haben leicht verlängerte Strahlen in Rücken- und Afterflosse.

Gut zu wissen

  • Schuppenräuber (Lepidophage): greift silbrige oder glänzende Mitbewohner an und reißt ihnen Schuppen und Flossenteile ab
  • Zwei dunkle Flecken vor der Rückenflosse und an der Schwanzflossenwurzel sind namensgebend
  • Artbecken oder Vergesellschaftung nur mit Welsen; Gruppe ab 12, besser 25 bis 50 Tiere
  • Ausgeprägtes Rangordnungsverhalten: die Tiere jagen sich ständig, ohne sich dabei zu verletzen
  • Sehr aktiver Schwimmer, Mittelzone
  • Laichräuber: die Elterntiere fressen ihre Eier und werden nach dem Ablaichen aus dem Zuchtbecken entfernt
  • Herkunft: Amazonasbecken, Tocantins, Guyana

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Zweipunktraubsalmler?

23-28 °C, pH 5,5-7,5, GH 3-12 dGH.

Wie groß muss das Aquarium für den Zweipunktraubsalmler sein?

Ab 150 cm Kantenlänge und 450 Liter. Die Art braucht eine große Gruppe und viel Schwimmraum, in zu kleinen Becken bleiben oft nur wenige Tiere übrig.

Kann man den Zweipunktraubsalmler vergesellschaften?

Nur eingeschränkt, am besten im Artbecken. Silbrige und glänzende Fische werden angegriffen und verlieren Schuppen und Flossen, auch große Buntbarsche. Harnisch- und Panzerwelse werden meist in Ruhe gelassen.

Kann man den Zweipunktraubsalmler züchten?

Selten, aber möglich. Separates Becken, pH 6,0-6,5, GH 1-5. Eier schlüpfen nach 2-3 Tagen.

Was frisst der Zweipunktraubsalmler?

Primär karnivor. Schuppenräuber. Mückenlarven, Mysis, Krill, Garnelenfleisch.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

7 Kommentare, der letzte vom 13. Oktober 2021
  1. Steffen Meissner

    Hallo Leute habe eine Frage brauche ich einen aussenfilter für die Exodons oder kann ich meinen innenfilter benutzen lg Steffen habe eine 450 lieter Aquarium

    1. Matthias WiesenseeRedaktion

      Hallo Steffen, da diese Tiere viel Lebendfutter und ggf. Fischfleisch möchten, solltest du einen Filter mit großem Volumen besitzen, der zudem einfach gereinigt werden kann. Die Vorteile eines Außenfilters überwiegen hier stark, besonders beim genannten Volumen.

  2. Steffen Meissner

    Ich meine reich der Filter von der Größe her aus der war beim Kauf des beckens schon dabei lg Steffen

    1. Matthias WiesenseeRedaktion

      Bei einer Endgröße von min. 15 cm sollten es schon 120 cm Kantenlänge sein.

  3. Marco

    Hallo, Exodon paradoxus mit größeren Cichliden zu vergesellschaften kann ich nur von abraten. Hatte 20 Exodon von ca 8-12 cm mit 3 Heros severus (20-25cm) auf 720 Liter zusammen. Eine zeitlang ging es gut, bis die Exodon den Heros buchstäblich die Flanken rasiert haben. Es sind starke Schuppenfresser. Problemlos lassen sich Harnisch und Panzerwelse vergesellschaften. Abschließend noch großer Außenfilter und eine zusätzliche Strömungspumpe. Sie lieben es in der Strömung zu surfen.
    Gruß Marco

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