
Buntbarsche
Geophagus sveni
Geophagus cf. sveni
- Endgröße: 15–17 cm
- Aquarium: ab 600 l
- Temperatur: 23-28 °C
- pH-Wert: pH 5,8-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Geophagus pyrocephalus (Rotkopf-Erdfresser) ist ein mittelgroßer, sanddurchwühlender Buntbarsch von bis zu 18 cm Länge aus der surinamensis-Artengruppe (Familie Cichlidae). Die Art wurde erst 2022 von Chuctaya et al. formal beschrieben und war jahrzehntelang als Geophagus sp. „Red Head Tapajós“ im Handel bekannt.

bis 18 cmEndgröße
10-12 JahreLebenserwartung
25-30 °CTemperatur
5-7pH-Wert
1-10 °dGHGesamthärte
ab 350 lAquariengröße
Namensgebendes Merkmal ist die orangerote bis intensiv rote Kopffärbung, die bei geschlechtsreifen Tieren beiderlei Geschlechts auftritt und bei dominanten Männchen besonders kräftig ausgeprägt ist. Der Körper ist silbrig-grau bis beige mit neun feinen dunklen Vertikalbändern und einem markanten schwarzen Lateralfleck auf der Körpermitte. Die Flossen zeigen irisierende Blau- und Grüntöne, die Schwanzflosse besitzt charakteristische Längsbänder. Der Körperbau ist hochrückig und seitlich abgeflacht mit einem kräftigen, nach unten gerichteten Maul. Typisch ist das ständige Aufnehmen und Durchsieben von Sandsubstrat nach Nahrungspartikeln.
Geophagus pyrocephalus benötigt ein geräumiges Aquarium ab 150 cm Kantenlänge und mindestens 350 Litern für eine Gruppe von 6 bis 8 Tieren. Feiner Sand als Bodengrund ist für diese Art Pflicht. Grober Kies oder scharfkantiges Substrat kann die empfindlichen Kiemen und den Kieferapparat beim Gründeln verletzen und verhindert das arttypische Durchsiebverhalten. Das Aquarium sollte über große, freie Sandflächen verfügen, ergänzt durch verzweigte Wurzeln und flache Steine als Sichtbarrieren und Reviermarkierungen. Empfindliche Bodenpflanzen werden regelmäßig ausgegraben; robuste Aufsitzerpflanzen wie Anubias oder Microsorum auf Wurzeln sind besser geeignet. Eine moderate Strömung und gute Sauerstoffversorgung entsprechen dem natürlichen Habitat. Regelmäßige, großzügige Wasserwechsel sind wichtig, da die Art empfindlich auf ansteigende Nitratwerte reagiert. Die Wasserwerte sollten bei 25 bis 30 °C, pH 5,0 bis 7,0 und GH 1 bis 10 °dGH liegen.
Gesellig und friedlich; empfohlen wird eine Gruppe von sechs bis acht Tieren. Der Rotkopf-Erdfresser lässt sich gut mit friedlichen, südamerikanischen Beifischen vergesellschaften, die ähnliche Wasseransprüche haben. Geeignete Partner sind tiefleibige Salmler, Skalare und andere friedliche Buntbarsche ähnlicher Größe. Kleine Garnelen wie Neocaridina oder Caridina sind als Beifische ungeeignet und werden als Beute betrachtet. Große Schnecken wie Neritina werden in der Regel toleriert. Langsam fressende Bodenbewohner wie bestimmte Welse können bei der Futterkonkurrenz am Boden benachteiligt werden. Ausreichend Platz und Rückzugsmöglichkeiten sind wichtig, da sich zur Brutzeit Territorien bilden.
Geophagus pyrocephalus ist ein Allesfresser mit benthophagem Suchverhalten. In der Natur durchsiebt er ständig den Sandboden nach kleinen Wirbellosen, organischen Partikeln und pflanzlichem Material. Im Aquarium nimmt die Art feines sinkendes Granulat, Cichliden-Pellets sowie hochwertiges Frostfutter wie Artemia, weiße und schwarze Mückenlarven und Daphnien an. Mehrere kleine Fütterungen über den Tag verteilt sind einer einzelnen großen Fütterung vorzuziehen, da sie das natürliche Suchverhalten unterstützen.
Fortpflanzungstyp: Larvophiler Maulbrüter
Zuchtschwierigkeit: Mittel
Die Art gehört zu den larvophilen Maulbrütern: Das Paar laicht zunächst auf einer zuvor gereinigten flachen Oberfläche (Stein, Wurzel) ab. Die Eier werden 2-3 Tage auf dem Substrat bewacht, bis die Larven schlüpfen. Erst dann nehmen die Elterntiere die frisch geschlüpften Larven ins Maul und brüten sie dort weiter aus. Beide Elternteile beteiligen sich an der Brutpflege, wobei die Jungfische nach dem Entlassen bei Gefahr wiederholt aufgenommen werden. Zuchtwasser: pH 5,0-6,5, GH bis 5 °dGH, 28-30 °C. Auslöser: Großzügiger Wasserwechsel mit etwas kühlerem, weichem Wasser (Regenzeit-Simulation), gefolgt von einer Temperaturerhöhung auf 28-30 °C und reichlicher Fütterung mit hochwertigem Frost- und Lebendfutter.
Zuchtwasser: 28 bis 30 °C, pH 5 bis 6,5, bis 5 °dGH
Geophagus pyrocephalus stammt aus dem Einzugsgebiet des Rio Tapajós und des Rio Arapiuns im brasilianischen Amazonasbecken. Die Art bewohnt flach abfallende Uferzonen mit feinem Sand- oder Schlammboden, versunkenem Holz und reichlich Falllaub. Das Wasser ist typischerweise weich und leicht sauer. Saisonale Veränderungen durch Regen- und Trockenzeiten beeinflussen Wasserstand, Verhalten und Laichbereitschaft der Tiere.
Männchen werden in der Regel etwas größer und zeigen eine intensivere Rotfärbung am Kopf sowie längere Flossenfilamente an Rücken- und Afterflosse. Ältere Männchen entwickeln gelegentlich einen leichten Stirnbuckel. Weibchen bleiben tendenziell kleiner und weniger intensiv gefärbt. Die Geschlechtsreife wird bei etwa 8-10 cm erreicht.
Geophagus pyrocephalus erreicht bis 18 cm (TL).
Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 25-30 °C, pH 5.0-7.0, GH 1-10 °dGH.
Der Rotkopf-Erdfresser lässt sich gut mit friedlichen, südamerikanischen Beifischen vergesellschaften, die ähnliche Wasseransprüche haben. Geeignete Partner sind tiefleibige Salmler, Skalare und andere friedliche Buntbarsche ähnlicher Größe.
Empfohlen wird ein Becken mit 150 cm Kantenlänge und 350 Liter.
Die Art gehört zu den larvophilen Maulbrütern: Das Paar laicht zunächst auf einer zuvor gereinigten flachen Oberfläche (Stein, Wurzel) ab. Die Eier werden 2-3 Tage auf dem Substrat bewacht, bis die Larven schlüpfen.
Der Rotkopf-Erdfresser ist ein Allesfresser mit benthophagem Suchverhalten. In der Natur durchsiebt er ständig den Sandboden nach kleinen Wirbellosen, organischen Partikeln und pflanzlichem Material.
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