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Zierfische, Familie Cichlidae

Caeté-Erdfresser Geophagus sp. „Rio Caeté“

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Geophagus sp. „Rio Caeté“ (Caeté-Erdfresser) ist ein wissenschaftlich noch unbeschriebener Erdfresser-Buntbarsch aus der Familie Cichlidae, benannt nach seinem Fundort, dem Rio Caeté im brasilianischen Bundesstaat Pará. Die Art ist eng mit Geophagus parnaibae und Geophagus sp. „Pindaré“ verwandt und erreicht eine Gesamtlänge von etwa 15 bis 17 cm.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • bis 17 cmEndgröße

  • 24-30 °CTemperatur

  • 5,5-7,5pH-Wert

  • 5-15 °dGHGesamthärte

  • ab 500 lAquariengröße

Beschreibung

Typisch für die Gattung ist der seitlich abgeflachte Körper mit kräftigem, unterständigem Maul. Im Aquarium zeigt die Art das für Geophagus typische Sandsieb-Verhalten: ständiges Aufnehmen und Durchsieben des Bodengrunds nach Nahrungspartikeln. Außerhalb der Brutzeit gilt Geophagus sp. „Rio Caeté“ als friedlich und gesellig. Wie der nah verwandte G. parnaibae ist die Art ein ovophiler Maulbrüter – die befruchteten Eier werden direkt vom Weibchen ins Maul aufgenommen und dort ausgebrütet.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 24-30 °C, pH 5,5-7,5, GH 5-15 dGH. Beckengröße: Mindestens 150 cm Kantenlänge, ca. 500 L für eine Gruppe. Einrichtung: Feiner Sand als Substrat (grobes Kies ungeeignet). Wurzeln, Steine, robuste Aufsitzerpflanzen (z. B. Anubias, Microsorum auf Wurzeln). Ausreichend freie Sandflächen zum Gründeln. Filterung: Leistungsfähige Filterung, moderate Strömung. Regelmäßige Wasserwechsel wichtig.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Gesellig lebender Buntbarsch, Gruppen von mindestens 5, empfohlen 6-8 Tiere. Friedlich außerhalb der Brutzeit, während der Fortpflanzungsphase territorial. Schnecken werden meist toleriert. Adulte Garnelen sind überwiegend sicher, Junggarnelen dagegen gefährdet. Geeignete Beifische: südamerikanische Salmler, Panzerwelse, kleine Buntbarsche mit ähnlichen Wasseransprüchen.

Ernährung

Allesfresser mit Neigung zur bodenorientierten Nahrungssuche. Hochwertiges Granulat-/Flockenfutter, ergänzt durch Artemia, Cyclops, Mysis, Mückenlarven. Pflanzliche Ergänzungen: Spirulina-Flocken, blanchiertes Gemüse. Mehrere kleine Fütterungen pro Tag.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Ovophiler Maulbrüter. Die befruchteten Eier werden direkt vom Weibchen ins Maul aufgenommen und dort bebrütet – anders als beim larvophilen Geophagus sp. „Pindaré“, bei dem die Eier zunächst auf dem Substrat bewacht werden. Zuchtschwierigkeit: Mittel. Stabile Wasserqualität und proteinreiche Ernährung begünstigen die Zucht.

Natürlicher Lebensraum

Geophagus sp. „Rio Caeté“ stammt aus dem Einzugsgebiet des Rio Caeté im brasilianischen Bundesstaat Pará (Nordostbrasilien). Die Art besiedelt Gewässer mit sandigem Substrat.

Geschlechtsunterschiede

Äußere Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen sind kaum erkennbar. Sicheres Merkmal während der Laichzeit: sichtbarer Ovipositor des Weibchens.

Krankheiten

Die Geophagus sp. „Rio Caeté – Caeté-Erdfresser“ gilt grundsätzlich als relativ robust, kann jedoch bei ungünstigen Haltungsbedingungen, wie einer unzureichenden Wasserfiltration, instabilen Temperatur- und pH-Werten oder Überbesatz, anfällig für Krankheiten werden, da solche Parameter Stress auslösen und das Immunsystem schwächen. Insbesondere eine schlechte Wasserqualität begünstigt das Auftreten von bakteriellen Infektionen, Parasitenbefall und anderen stressinduzierten Erkrankungen. Ein sorgfältiges Aquarienmanagement mit regelmäßigen Wasserwechseln, einer artgerechten Einrichtung und Quarantänemaßnahmen für Neueinführungen ist wichtig, um das Krankheitsrisiko so gering wie möglich zu halten. Obwohl für diesen spezifischen Geophagus keine detaillierten krankheitsbezogenen Statistiken vorliegen, zeigen die verfügbaren Hinweise, dass präventive Maßnahmen und stabile Haltungsbedingungen entscheidende Faktoren zur Minimierung von Krankheitsanfälligkeiten darstellen.

Gut zu wissen

  • Wissenschaftlich noch unbeschrieben, im Handel als Geophagus sp. „Rio Caeté“ geführt
  • Eng verwandt mit Geophagus parnaibae und Geophagus sp. „Pindaré“
  • Ovophiler Maulbrüter (Eier werden direkt vom Weibchen ins Maul aufgenommen)
  • Typisches Sandsiebverhalten, feiner Sand als Substrat Pflicht
  • Geschlechter äußerlich kaum zu unterscheiden
  • Endemisch im Rio-Caeté-Einzugsgebiet (Nordostbrasilien, Pará)

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Caeté-Erdfresser?

Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei 24 bis 30 °C, pH 5,5 bis 7,5 und einer Gesamthärte von 5 bis 15 °dGH.

Kann man den Caeté-Erdfresser vergesellschaften?

Die Art ist gesellig und außerhalb der Brutzeit friedlich. Geeignet sind südamerikanische Salmler, Panzerwelse, kleine Buntbarsche mit ähnlichen Wasseransprüchen. Junggarnelen sind gefährdet.

Warum braucht der Caeté-Erdfresser Sand als Bodengrund?

Die Art durchsiebt wie alle Erdfresser ständig den Boden nach Nahrung. Grobes oder scharfkantiges Substrat kann Kiemen und Maul verletzen und verhindert das arttypische Fressverhalten.

Was frisst der Caeté-Erdfresser?

Die Art ist ein Allesfresser mit bodenorientierter Nahrungssuche. Granulat, Artemia, Cyclops, Mysis und pflanzliche Ergänzungen.

Kann man den Caeté-Erdfresser züchten?

Ovophiler Maulbrüter – die befruchteten Eier werden direkt vom Weibchen ins Maul aufgenommen. Die Zucht gilt als mittelschwer.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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Haremshaltung, territorial

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