Giuris

Deutscher Name: Manila-Schläfergrundel

Bild: Enrico Richter
Herkunft:
Ozeanien, Südamerika
Farben:
schwarz, silber
Schwierigkeit:
Schwierig (Sehr erfahrene Aquarianer)
Art: Giuris margaritacea
Gattung: Gobiopsis
Familie: Eleotridae

Beschreibung

Die Manila-Schläfergrundel (Giuris margaritacea) wird bis zu 29 cm groß und ist eine mittelgroße Grundel aus der Familie Eleotridae. Der Körperbau ist gedrungen und kräftig, die Schnauze breit. Der Kopf erinnert entfernt an Schlangenköpfe. Männchen zeigen rote, gelbe und blaue Balzfärbungen, Weibchen sind unmarkanter mit gelblich-brauner Grundfärbung. Giuris-Arten sind amphidrom: Adulte leben im Süß- oder Brackwasser, während frisch geschlüpfte Larven in marine Gewässer abdriften und dort ein pelagisches Entwicklungsstadium durchlaufen. Diese Besonderheit macht die Nachzucht im Hobby praktisch unmöglich.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Amphidrome Lebensweise: marines Larvenstadium, adulte Tiere in Süß- bis Brackwasser
  • Bodennaher Lauerjäger mit starker Nutzung von Ruhezonen
  • Verbreitung: Indopazifik/Ozeanien (Madagaskar, Neuguinea, Australien, Melanesien)
  • Nachzucht im Aquarium praktisch nicht realisierbar
  • Nur für erfahrene Halter mit Großaquarien
  • Kleine Fische und Wirbellose werden als Beute betrachtet

Vergesellschaftungshinweise

Giuris-Arten sind bodenbewohnende Einzelgänger oder werden in kleinen Gruppen gehalten. Bei ausreichendem Raum und komplexer Einrichtung lassen sich mehrere Individuen nebeneinander halten. Das Temperament ist zweigeteilt: ruhig und scheu im Normalzustand, reaktiver während saisonaler Aktivitätsphasen. Kleine Fische und Wirbellose gelten als potenzielle Beute. Vergesellschaftung mit robusten, ausreichend großen Arten aus der indopazifischen/ozeanischen Bioregion (Australien, Neuguinea, Südostasien). Südamerikanische oder ostafrikanische Arten sind zoogeografisch nicht kompatibel.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen zeigen größere Flossen und zeitweilige Balzfärbungen mit roten, gelben und blauen Akzenten. Weibchen sind tendenziell unmarkanter mit gelblich-brauner Grundfärbung. Diese Merkmale können zwischen den Arten variieren.
Größe: ca. 20-29 cm

Haltungstipps / Pflege

Giuris benötigt ein großes, langgestrecktes Aquarium mit viel Bodenfläche und Versteckmöglichkeiten. Die Wasserwerte sollten bei 24-28 °C, pH 6,5-8 und GH 5-20 °dGH liegen. Als Mindestbeckengröße gelten 150 cm Kantenlänge und 450 Liter. Feiner Sand oder weicher Schlamm als Bodengrund. Große Wurzeln, Steinformationen und dichte Pflanzenbereiche als Rückzugsmöglichkeiten. Moderate bis mäßige Strömung, ruhige Zonen für Ruhephasen. Gute Sauerstoffversorgung. Die Manila-Schläfergrundel ist eine Art für erfahrene Aquarianer. Die Lebenserwartung ist nicht dokumentiert.
Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6,5-8
Temperatur:
24-28 °C
Beckengröße:
ab 150 cm, 450 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Substratlaicher Zuchtschwierigkeit: Nicht realisierbar im Hobby Giuris ist amphidrom: nach dem Schlüpfen driften die Larven in marine Gewässer und durchlaufen dort ein pelagisches Entwicklungsstadium. Eine vollständige Nachzucht im Heimaquarium ist derzeit nicht zuverlässig realisierbar. Die Notwendigkeit, Larven in ein marines Milieu zu überführen, stellt eine praktisch unüberwindliche Hürde dar.

Ernährung/Futterbedarf

Giuris ist ein Karnivor. Im Aquarium: Lebend- und Frostfutter (Mückenlarven, Blutwürmer, Mysis), kleine Fischstücke und sinkende Pellets. Pflanzliche Komponenten können gelegentlich angeboten werden. Mehrere kleine Fütterungen pro Tag empfohlen. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
nicht dokumentiert

Natürlicher Lebensraum

Die Gattung Giuris ist im Indopazifik und Ozeanien verbreitet: Madagaskar, Neuguinea, Australien, Melanesien. Die Art bewohnt flache, vegetationsreiche Uferzonen, Mündungsbereiche und estuarine Übergangszonen. Adulte Tiere leben in Süß- bis Brackwasser.

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