
Glasbarsche
Siam-Glasbarsch
Parambassis siamensis
- Endgröße: 6 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 22-27 °C
- pH-Wert: pH 6,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Ambassidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Flammen-Glasbarsch (Gymnochanda verae) ist eine zierliche, fast durchscheinende Fischart von nur 2,6 cm Länge (SL) mit einem schlanken, gestreckten Körperbau, wie er für Glasbarsche typisch ist. Männchen zeigen deutlich rote bis karminrote Pigmentierung in den unpaaren Flossen und entwickeln verlängerte Weichstrahlen mit interradialen Membranen.

2,6 cmEndgröße
3-5 JahreLebenserwartung
20-28 °CTemperatur
4-6pH-Wert
1-5 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Weibchen bleiben farblich blass bis farblos und tragen nicht die verlängerten Flossenstrahlen. Im Aquarium verhalten sich Flammen-Glasbarsche zurückhaltend, aber aufgeschlossen gegenüber Artgenossen. Sie bewegen sich bevorzugt in der mittleren Schwimmzone und wirken in einer Gruppe von mindestens 8–10 Tieren deutlich entspannter. Durch die Kombination aus Transparenz und punktueller Farbpigmentierung wirken sie in ruhig eingerichteten Artenbecken sehr reizvoll. Die Art ist IUCN-gelistet als Stark gefährdet (EN) und sollte verantwortungsvoll gehalten werden. Die geringe Körpergröße und spezielle Wasseransprüche (weiches, saures Schwarzwasser) machen Gymnochanda verae zu einem anspruchsvollen Pflegling für erfahrene Aquarianer.
Wasserwerte: 20–28 °C, pH 4,0–6,0, GH 1–5 °dGH. Die Art stammt aus Schwarzwasserhabitaten und benötigt weiches, saures Wasser. Beckengröße: Ab 60 cm Kantenlänge, ca. 54 Liter für eine Gruppe von 8–10 Tieren. Einrichtung: Dicht bepflanzt mit feinfiedrigen Pflanzen, Schwimmpflanzen und Bereichen mit Wurzeln, Ästen und Blattstreu. Schwimmpflanzen dämpfen das Licht und fördern die Ruhe. Torf, Laub oder Wurzelholz unterstützen eine huminstoffreiche, saure Wasserchemie. Filterung: Sehr leichte Strömung. Luftbetriebene Schwammfilter sind ideal. Regelmäßige, vorsichtige Wasserwechsel in kleinen Etappen, Ersatzwasser an Temperatur, pH und Härte anpassen. Beleuchtung: Gedimmt bis moderat, mit beschatteten Bereichen durch Schwimmpflanzen. Gymnochanda verae ist ein anspruchsvoller Kandidat für den erfahrenen Aquarianer. Die geringe Größe, der ausgeprägte Sexualdimorphismus und die Vorliebe für Schwarzwasser erfordern sorgfältige Beckeneinrichtung und präzise Wasserführung. Die Art ist IUCN-gelistet als Stark gefährdet (EN) und sollte verantwortungsvoll gehalten werden.
Gymnochanda verae ist ein gesellig lebender Fisch, der in Gruppen von mindestens 8–10 Tieren gehalten werden sollte. In kleineren Trupps zeigen sich die Tiere ängstlich und zurückgezogen. In größeren Gruppen entfaltet die Art natürliches Sozialverhalten mit fein abgestimmten Schwarmreaktionen in der mittleren Wasserschicht. Das Temperament ist friedlich und zurückhaltend. Für klassische Gemeinschaftsbecken mit kräftigeren Fischen ist die Art wenig geeignet – ein Artenbecken oder sehr vorsichtig ausgewählte Beifische mit ähnlicher Größe und Friedfertigkeit werden empfohlen. Junggarnelen können als Nahrung dienen, adulte Garnelen und Schnecken sind in der Regel sicher. Geeignete Beifische: Boraras, Sundadanio oder Indostomus aus derselben Bioregion. Kräftige, schnelle oder territoriale Fische sind ungeeignet.
Ernährungstyp: Fleischfresser. Lebendfutter wie frisch geschlüpfte Artemia und Daphnien sind die Hauptnahrungsquelle und besonders in der Eingewöhnungsphase unverzichtbar. Aufgrund der geringen Maulgröße profitieren die Tiere von sehr feinem Futter in kleinen, häufigen Portionen. Ergänzend: fein zerkleinertes Frostfutter oder sehr feines Trockenfutter kann nach der Eingewöhnung angeboten werden. Mehrere kleine Fütterungen täglich.
Zuchtstatus: nicht dokumentiert. Gymnochanda verae ist vermutlich ein Eipflanzer ohne elterliche Brutpflege – geschlossen aus dem Verhalten verwandter Arten (Gymnochanda filamentosa). Direkte Zuchtberichte für Gymnochanda verae im Aquarium liegen nicht vor. Spezifische Laichrituale, Gelegegröße, Inkubationsdauer und exakte Fortpflanzungsauslöser sind vollständig undokumentiert. Die Zucht ist als sehr anspruchsvoll einzustufen.
Gymnochanda verae stammt aus Südostasien und bewohnt niedrig gelegene, sumpfige Gewässer, die überwiegend still oder sehr langsam fließend sind. Solche Lebensräume sind häufig humusreich, mit stark gefärbtem Schwarzwasser, das durch Torf, Laub und Wurzelwerk geprägt ist. Substrate bestehen aus feinem Schlamm, Silt oder Torf mit dicker Blätter- und Detritusschicht. Dichte Bestände an Unterwasservegetation, Schwimmpflanzen und reichlich treibendes Wurzelmaterial schaffen diffuse Lichtverhältnisse. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren und weichen von optimalen Aquariumwerten ab.
Der Geschlechtsdimorphismus ist deutlich ausgeprägt. Männchen entwickeln verlängerte Weichstrahlen in Rücken- und Afterflosse, verbunden durch interradiale Membranen, sowie eine karminrote Pigmentierung in den unpaaren Flossen. Weibchen fehlen die verlängerten Flossenstrahlen und sind insgesamt farblos bis nahezu transparent.
Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 20–28 °C, pH 4,0–6,0 und GH 1–5 °dGH. Die Art benötigt weiches, saures Schwarzwasser und reagiert empfindlich auf Parameterschwankungen.
Gymnochanda verae sollte vorzugsweise im Artenbecken oder mit sehr kleinen, friedfertigen Mikroarten wie Boraras, Sundadanio oder Indostomus gepflegt werden. Kräftige oder schnelle Fische sind ungeeignet.
Die Zucht ist im Aquarium nicht dokumentiert. Gymnochanda verae ist vermutlich ein Eipflanzer, aber Details zu Laichverhalten und Aufzucht fehlen vollständig.
Gymnochanda verae ist ein Fleischfresser, der auf Lebendfutter angewiesen ist. Frisch geschlüpfte Artemia und Daphnien sind die Hauptnahrungsquelle. Aufgrund der kleinen Maulgröße muss das Futter sehr fein sein.
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