Gymnotus stenoleucus

Deutscher Name: Gymnotus stenoleucus

Herkunft:
Venezuela
Farben:
braun
Schwierigkeit:
Schwierig (Sehr erfahrene Aquarianer)
Art: Gymnotus stenoleucus
Gattung: Gymnotus
Familie: Gymnotidae

Beschreibung

Gymnotus stenoleucus ist ein kleiner Messerfisch aus der Familie Gymnotidae mit einer Maximalgröße von 14,2 cm TL, was ihn zu einem der kleinsten Vertreter der Gattung macht. Der Körperbau ist langgestreckt, seitlich stark abgeflacht und aalähnlich. Die Fortbewegung erfolgt durch wellenförmige Bewegungen der langen Afterflosse. Die Färbung ist zurückhaltend und bietet gute Tarnung im benthischen Milieu. Im Aquarium zeigt Gymnotus stenoleucus typisches Verhalten eines bodennah lebenden, überwiegend dämmerungs- und nachtaktiven Räubers. Tagsüber zieht sich die Art in Verstecke zurück. Nachts durchstreift sie bodennahe Bereiche auf der Suche nach Wirbellosen und kleinen Beutetieren. Wie alle Gymnotidae besitzt Gymnotus stenoleucus ein schwaches elektrisches Organ zur Erzeugung elektrischer Felder, die der Orientierung, Kommunikation und Beutefindung dienen. Die Art stammt aus dem südlichen Venezuela (Orinoco-Einzugsgebiet).
Sozialverhalten: Einzelgänger
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • Schwache elektrische Felder zur Orientierung und Kommunikation
  • Nachtaktive, bodennahe Lebensweise
  • Solitär und territorial: keine Gruppenhaltung
  • Einer der kleinsten Gymnotus-Vertreter (14,2 cm TL)
  • Fortpflanzungstyp für diese Art nicht dokumentiert
  • Empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten
  • Abdeckung empfohlen

Vergesellschaftungshinweise

Gymnotus stenoleucus ist eine solitäre Art mit ausgeprägtem Territorialverhalten gegenüber Artgenossen. Gruppenhaltung ist nicht empfehlenswert, da Revierkonflikte intensiv ausgetragen werden. Das Temperament gegenüber anderartigen Beifischen ist überwiegend ruhig bis zurückhaltend. Die Art ist nachtaktiv und räuberisch, wirkt tagsüber als ruhiger Schläfer. Ruhige, robuste und nicht zu kleine Beifische aus Südamerika sind geeignet. Sehr kleine Fische können zur Beute werden. Schnecken sind weitgehend verträglich, Junggarnelen sind gefährdet.

Geschlechtsdimorphismus

Für Gymnotus stenoleucus sind keine gesicherten äußeren Geschlechtsunterschiede dokumentiert. Eine zuverlässige Geschlechtsbestimmung erfordert bei Gymnotus-Arten oft anatomische Untersuchung.
Größe: 14,2 cm TL

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22 bis 28 °C, pH 6,0 bis 7,0, GH 2 bis 12 dGH. Mindestens 120 cm Beckenlänge (ca. 240 Liter) für ein Einzeltier. Dichte Bepflanzung, Wurzelholz, Höhlen und Hohlräume als Rückzugsräume. Sand- oder Feinkiessubstrat. Gedämpfte Beleuchtung, da die Art nachtaktiv ist. Moderate Filterung mit ruhiger Strömung. Kupferhaltige Medikamente sind strikt zu vermeiden. Abdeckung empfohlen. Einzelhaltung obligat.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,0-7,0
Temperatur:
22-28 °C
Beckengröße:
ab 120 cm, 240 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Im Aquarium nicht dokumentiert. Für verwandte Gymnotus-Arten sind im Freiland Nestbau und väterliche Brutpflege beschrieben. Der genaue Fortpflanzungstyp für G. stenoleucus ist nicht bekannt. Jegliche Nachzuchtversuche gelten als experimentell.

Ernährung/Futterbedarf

Fleischfresser. Nachtaktiver, bodennaher Räuber. Lebendfutter und Frostfutter: Blutwürmer, Mückenlarven, Tubifex, Mysis, Garnelen und Regenwürmer. Trockenfutter wird in der Regel nicht akzeptiert. Fütterung in den frühen Abendstunden empfohlen. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 8-15 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Gymnotus stenoleucus stammt aus Süßwassergebieten Südamerikas, vermutlich aus dem südlichen Venezuela im Orinoco-Einzugsgebiet (Río Cataniapo, Cunucunuma, Casiquiare). Die Art lebt benthopelagisch in langsam fließenden oder stehenden Gewässerbereichen mit reichlich Versteckmöglichkeiten durch Pflanzen, Wurzeln und organisches Substrat.

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