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Zierfische, Familie Gyrinocheilidae

Saugschmerle Gyrinocheilus aymonieri

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Gyrinocheilus aymonieri, die Saugschmerle, ist ein kräftig gebauter Aufwuchsfresser aus der Familie Gyrinocheilidae mit einer Maximalgröße von 28 cm SL. Der Körper ist länglich bis gedrungen, die Kopfpartie breit mit einer zu einer Saugscheibe umgebildeten Maulregion. Diese Mundstruktur erlaubt ein festes Anhaften an Steinen, Wurzeln und anderen Oberflächen zum Abweiden von Biofilm und Aufwuchs.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Einzelgänger
  • Territorial
  • bis 28 cm SLEndgröße

  • über 15 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 6-8pH-Wert

  • 2-20 °dGHGesamthärte

  • ab 450 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium zeigt die Saugschmerle im Jugendstadium ein ruhiges, zurückgezogenes Verhalten, das sich mit zunehmender Größe in ein ausgeprägtes Territorialverhalten verwandelt. Adulte Tiere können sich an größeren Mitbewohnern festsaugen und deren Schleimhaut abraspeln, was die Vergesellschaftung einschränkt. Gyrinocheilus aymonieri stammt aus Südostasien und besiedelt fließende Gewässer in Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam (Mekong, Chao Phraya, Mae Klong, Dong Nai). Die Art wird häufig als junger „Algenfresser“ vermarktet, entwickelt sich aber zu einem großen, langlebigen und territorial-aggressiven Fisch.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 24 bis 28 °C, pH 6,0 bis 8,0, GH 2 bis 20 dGH. Mindestens 150 cm Beckenlänge (ca. 450 Liter). Feiner Kies bis Sand als Substrat ohne scharfe Kanten. Zahlreiche feste Oberflächen wie glatte Steine und Hartholz-Wurzeln, auf denen sich Biofilm ansiedeln kann. Robuste, gut verankerte Pflanzen. Bereiche mit Rückzugsmöglichkeiten und optischen Revierabgrenzungen. Gut dimensioniertes Filtersystem mit Strömung, da die Art fließende Gewässer bewohnt. Sauberes, sauerstoffreiches Wasser. Hohe Wasserwechsel- und Filterpflege-Disziplin erforderlich aufgrund der Größe und des Nährstoffeintrags. Sprungrisiko gering, Abdeckung dennoch empfohlen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Einzelhaltung empfohlen aufgrund des ausgeprägten Territorialverhaltens ausgewachsener Exemplare. In Aquarien mit mehreren Individuen treten Revierkämpfe auf. Jungtiere sind schüchtern, werden mit steigendem Alter deutlich territorialer und gegen ähnlich aussehende Bodenfische aggressiv. Adulte Tiere können sich an größeren Fischen festsaugen und deren Schleimhaut abraspeln. Geeignete Beifische sind mittel- bis großwüchsige, nicht-bodenorientierte und robuste Fische aus Südostasien. Bodenaktive Aufwuchsfresser (Crossocheilus, Epalzeorhynchos, Garra) und langsame Großfische sind zu vermeiden. Schnecken werden toleriert. Junggarnelen sind gefährdet, adulte Garnelen meist sicher.

Ernährung

Pflanzenfresser, spezialisiert auf Biofilm und Aufwuchs. Algenwafer, Spirulina-reiche Tabletten und Sinking-Pellets mit hohem Pflanzenanteil als Hauptfutter. Blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke) als Frischfuttergabe. Gelegentlich Lebendfutter (Daphnien, Artemia) als Ergänzung. Überwiegend pflanzliche Ernährung, da natürliche Algenbildung im Aquarium nicht immer ausreicht.

Zucht

In der Heimaquaristik nicht realisierbar. Die Art wird kommerziell in großem Umfang durch hormonelle Induktion gezüchtet. Reproduktionstyp und Laichparameter sind für die Heimaquaristik nicht verfügbar.

Natürlicher Lebensraum

Gyrinocheilus aymonieri stammt aus Südostasien und besiedelt fließende Gewässer in Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam. Verbreitet im Mekong-, Chao Phraya-, Mae Klong- und Dong Nai-Flusssystem. Typische Habitate sind klare bis leicht trübe Bäche mit substratreichem Untergrund aus Felsblöcken, Kies und Sand. Die Tiere heften sich an hartem Substrat an und weiden Biofilm und Aufwuchs ab.

Geschlechtsunterschiede

Geschlechtsreife Weibchen sind erkennbar breiter im Körperbau und wirken massiger als Männchen. Männchen entwickeln in Fortpflanzungsbereitschaft Tuberkel auf der Schnauze. Jungfische sind nicht sicher zu bestimmen, da die dimorphen Merkmale erst mit der Reife auftreten.

Gut zu wissen

  • Saugmund zur Anheftung an Oberflächen und zum Abweiden von Biofilm
  • Kann sich an größere Mitbewohner anheften und Schleimhaut abraspeln
  • Stark territoriales Verhalten im Adultstadium
  • Wird bis 28 cm SL groß und über 15 Jahre alt
  • Zucht nur kommerziell mit hormoneller Induktion möglich
  • Wird oft als kleiner „Algenfresser“ vermarktet, wächst aber stark
  • Geringes Sprungrisiko, Abdeckung dennoch empfohlen

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Saugschmerle?

Temperatur 24 bis 28 °C, pH 6,0 bis 8,0 und GH 2 bis 20 dGH. Sauberes, sauerstoffreiches Wasser mit Strömung ist wichtig.

Kann man die Saugschmerle vergesellschaften?

Einzelhaltung empfohlen. Adulte Tiere werden stark territorial und können sich an größeren Mitbewohnern festsaugen. Geeignet sind mittel- bis großwüchsige, nicht-bodenorientierte Fische aus Südostasien.

Kann man die Saugschmerle züchten?

Die Zucht ist in der Heimaquaristik nicht möglich. Kommerziell wird die Art durch hormonelle Induktion vermehrt. Reproduktionstyp und Laichparameter sind für Hobbyaquarianer nicht verfügbar.

Wie groß wird die Saugschmerle?

Gyrinocheilus aymonieri erreicht bis 28 cm Standardlänge und kann über 15 Jahre alt werden. Die Art wird oft als kleiner Algenfresser vermarktet, wächst aber erheblich.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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