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Zierfische, Familie Loricariidae

Gelber Phantomwels L200 Hemiancistrus subviridis (L 200)

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Gelbe Phantomwels (Hemiancistrus subviridis, L200) ist ein bis zu 20 cm großer Harnischwels aus der Familie Loricariidae. Sein gedrungener, stark gepanzerter Körperbau und die olivgrüne bis gelbliche Grundfärbung mit zahlreichen hellen Punkten auf Körper und Flossen machen ihn zu einem der beliebtesten L-Welse im Aquarium.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
  • 20 cmEndgröße

  • 10–12 JahreLebenserwartung

  • 25-30 °CTemperatur

  • 6-7,2pH-Wert

  • 2-12 °dGHGesamthärte

  • ab 240 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium zeigt Hemiancistrus subviridis ein zurückhaltendes, bodenorientiertes Verhalten. Die Tiere sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und ziehen sich tagsüber gerne in Höhlen, zwischen Wurzeln oder unter flache Steine zurück. Trotz ihrer ruhigen Art können mehrere Exemplare im gleichen Bereich des Aquariums beobachtet werden, ohne dass es zu offenen Aggressionen kommt. Die Art stammt aus dem oberen Orinoco- und Casiquiare-Flusssystem in Venezuela, wo sie schnell fließende, sauerstoffreiche Gewässerabschnitte über Granitfelsen besiedelt. Wie alle Loricariidae benötigt L200 Holz als Nahrungsbestandteil in der Einrichtung.

Haltung und Pflege

Hemiancistrus subviridis benötigt eine Temperatur von 25–30 °C, einen pH-Wert von 6,0–7,2 und eine Gesamthärte von 2–12 °dGH. Für die artgerechte Haltung wird ein Aquarium ab 120 cm Kantenlänge und mindestens 240 Liter empfohlen. Die Einrichtung muss strukturreich sein: zahlreiche Verstecke aus flachen Steinen, hohlen Wurzeln, Tonröhren und natürlichen Höhlen sind Pflicht. Feinkiesiges bis sandiges Substrat ohne scharfe Kanten. Kräftige Strömung ist notwendig – ein Wasserumsatz von zehn bis zwanzig Mal das Beckenvolumen pro Stunde ist anzustreben. Leistungsfähige Filterung mit hoher Umwälzleistung und gutem Gasaustausch ist unverzichtbar. Konstante, warme Wasserbedingungen sind entscheidend; zu niedrige Temperaturen schwächen die Tiere. Regelmäßige Teilwasserwechsel und eine gleichbleibende Wasserqualität sind für eine langlebige Haltung wichtig. Sprungrisiko ist gering, Abdeckung dennoch empfehlenswert. Der Gelbe Phantomwels ist eine lohnende Art für Aquarianer, die strukturreiche Becken mit guter Strömung schätzen. Bei Vergesellschaftung konsequent Mitbewohner aus der gleichen Bioregion bevorzugen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Hemiancistrus subviridis ist grundsätzlich friedlich gegenüber anderen Arten. Einzelhaltung und Gruppenhaltung sind möglich. Mit zunehmendem Alter kann die Art gegenüber Artgenossen und anderen Höhlenbewohnern territorial werden, besonders wenn Höhlen knapp sind. In Brutphasen zeigen Männchen territoriales Verhalten am Höhleneingang. Geeignete Mitbewohner sind südamerikanische Arten mit ähnlichen Wasseransprüchen: kleinere Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche, die keine Aggression gegenüber Bodenbewohnern zeigen. Schnecken werden toleriert. Bei Garnelen besteht ein Risiko für sehr kleine Junggarnelen; adulte Garnelen sind meist sicher.

Ernährung

Hemiancistrus subviridis ist ein Aufwuchsfresser mit omnivoser Tendenz. Im Aquarium bilden Algen- und Spirulina-Tabs, blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke, Süßkartoffel) und biofilmbildende Oberflächen die Basis. Ergänzend proteinreiches Frostfutter wie Artemia, Mysis, Daphnien und Mückenlarven. Holz sollte im Becken vorhanden sein. Fütterung am besten abends, da die Art dämmerungsaktiv ist.

Zucht

Hemiancistrus subviridis ist ein Höhlenbrüter. Das Männchen lockt das Weibchen in seine Höhle und bewacht nach der Eiablage allein das Gelege von typischerweise 30–40 großen Eiern. Die Eier schlüpfen bei 26–28 °C innerhalb von 3–5 Tagen. Die Jungfische verbleiben weitere 7–10 Tage in der Höhle, bis der Dottersack aufgezehrt ist. Die Zucht gilt als mittelschwer. Eng anliegende Laichhöhlen, stabile warme Wasserparameter und eine stressarme Umgebung sind entscheidend. Eine proteinreiche, abwechslungsreiche Ernährung der Elterntiere vor der Zuchtphase fördert die Laichbereitschaft.

Natürlicher Lebensraum

Hemiancistrus subviridis stammt aus dem oberen Orinoco- und Casiquiare-Flusssystem in Venezuela. Die Art besiedelt schnell fließende, sauerstoffreiche Gewässerabschnitte über Granitfelsen. Das Substrat besteht aus Kies, Steinen und Wurzeln, die zahlreiche Verstecke bieten. Das Wasser ist klar, weich und leicht sauer bis neutral. Die starke Strömung und hohe Sauerstoffversorgung prägen Verhalten und Körperbau dieser Art.

Geschlechtsunterschiede

Männchen entwickeln deutlich stärkere Odontoden an Wangen und Flanken, einen breiteren Kopf und längere Brustflossenstacheln. Sie werden typischerweise größer als Weibchen. Weibchen bleiben proportional kleiner und zeigen bei Laichreife einen runderen Bauch.

Gut zu wissen

  • L-Wels L200 mit olivgrün-gelblicher Punktzeichnung
  • Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege (30–40 Eier)
  • Hoher Sauerstoffbedarf und Strömungsbedarf
  • Odontoden bei Männchen an Wangen und Flanken
  • Stammt aus schnell fließenden Gewässern über Granitfelsen
  • Kupferempfindlich wie alle Harnischwelse
  • Holz als Nahrungsergänzung in der Einrichtung

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Gelbe Phantomwels L200?

L200 benötigt eine Temperatur von 25–30 °C, einen pH-Wert von 6,0–7,2 und eine Gesamthärte von 2–12 °dGH. Die Art braucht sauerstoffreiches, strömungsbetontes Wasser.

Kann man den Gelben Phantomwels vergesellschaften?

Ja, mit südamerikanischen Arten ähnlicher Wasseransprüche: kleinere Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche. Bei Artgenossen auf ausreichend Höhlen achten.

Kann man den Gelben Phantomwels im Aquarium züchten?

Die Zucht ist dokumentiert und mittelschwer. L200 ist ein Höhlenbrüter, das Männchen bewacht allein das Gelege von 30–40 Eiern. Die Eier schlüpfen in 3–5 Tagen bei 25–30 °C.

Wie groß muss das Aquarium für L200 sein?

Mindestens 120 cm Kantenlänge und 240 Liter. Kräftige Strömung und zahlreiche Höhlen sind Pflicht, da die Art aus Stromschnellen stammt.

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Fragen und Erfahrungen

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