Hemigrammus rodwayi
Beschreibung
Der Gold-Tetra (Hemigrammus rodwayi) ist ein zierlicher, bis zu 5,5 cm großer Salmler aus der Familie Characidae. Der deutsche Trivialname bezieht sich auf eine warmtonige goldene bis orangegelbe Tönung der Flanken. Diese Goldfärbung geht bei Wildfängen auf Einlagerungen von Guaninkristallen zurück, die durch einen Trematoden-Parasiten ausgelöst werden. Nachzuchten ohne Parasitenbefall zeigen diese intensive Goldfärbung nicht oder deutlich schwächer.
Im Aquarium zeigt der Gold-Tetra ein friedliches Verhalten. Die Fische schwimmen in lockeren Schwärmen in der unteren bis mittleren Wassersäule und bilden eine harmonische Gruppendynamik. In stressarmen Becken sind sie aktiv und suchen dichte Bepflanzung und dunklere Rückzugsmöglichkeiten auf.
Die Art ist in Südamerika weit verbreitet und kommt in Guyana, Suriname, Französisch-Guayana, Brasilien und Peru vor. Sie bewohnt langsam fließende Flussabschnitte, Nebenläufe und Überschwemmungsgebiete.
Besonderheiten
- Goldfärbung bei Wildfängen durch Trematoden-Parasiten (Guaninkristall-Einlagerung)
- Nachzuchten zeigen diese intensive Goldfärbung meist nicht
- Schwarmfisch der unteren bis mittleren Schwimmzone
- Eier und frühe Larven lichtempfindlich
- Freilaicher mit gut dokumentierter Zucht
- Robust und pflegeleicht
Vergesellschaftungshinweise
Hemigrammus rodwayi ist ein Schwarmfisch. Mindestens 6 Tiere, empfohlen werden 10 oder mehr. In größerer Gruppe zeigen die Fische ein ruhigeres, selbstsicheres Verhalten.
Das Temperament ist friedlich und zurückhaltend. Die Art ist kein Territorialkämpfer. Geeignete Mitbewohner: andere südamerikanische Salmler ähnlicher Größe, Panzerwelse (Corydoras) und kleine friedliche Buntbarsche (z. B. Apistogramma). Ostafrikanische Hartwasser-Buntbarsche sind ungeeignet.
Schnecken werden toleriert. Sehr kleine Junggarnelen sind gefährdet, adulte Garnelen werden akzeptiert.
Geschlechtsdimorphismus
Adulte Weibchen sind erkennbar runder im Bauchbereich als Männchen und wirken voluminöser. Männchen können während der Paarungsbereitschaft eine leicht intensivere Färbung zeigen.
Haltungstipps / Pflege
Der Gold-Tetra benötigt eine Temperatur von 24-28 °C, einen pH-Wert von 5,5-7,0 und eine Gesamthärte von 1-12 °dGH. In weicherem, leicht saurem Wasser zeigen die Tiere optimale Kondition. Für eine artgerechte Schwarmhaltung wird ein Aquarium ab 80 cm Kantenlänge und mindestens 112 Liter empfohlen.
Die Einrichtung sollte dichte Bereiche mit feinfiedrigen Pflanzen, Moospolstern und offene Schwimmzonen bieten. Dunkler Bodengrund und Laubstrukturen (Seemandelbaumblätter) simulieren ein natürliches, abgedunkeltes Habitat. Ruhige bis schwache Strömung, moderate Beleuchtung.
Hemigrammus rodwayi ist eine pflegeleichte Art für südamerikanisch eingerichtete Gesellschaftsaquarien.
Zucht und Fortpflanzung
Hemigrammus rodwayi ist ein Freilaicher. Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als mittelschwer.
Zuchtbedingungen: separates Zuchtbecken mit Javamoos oder Laichmops, sehr schwach beleuchtet. Zucht-Wasserwerte: pH 5,5-6,5, GH 1-5 °dGH, Temperatur 26-29 °C. Paarweise oder in Gruppen ansetzbar. Elterntiere nach dem Ablaichen entfernen. Die Eier schlüpfen in 24-36 Stunden. Larven werden nach 3-4 Tagen freischwimmend. Frühe Larvenstadien sind lichtempfindlich. Erstfutter: Infusorien, später Mikrowürmer und Artemia-Nauplien.
Ernährung/Futterbedarf
Hemigrammus rodwayi ist ein leicht zu fütternder Allesfresser. Hochwertige Flocken und Granulatfutter als Basis, ergänzt durch Lebendfutter (Artemia, Daphnia, Mysis, Mückenlarven) und Frostfutter. Lebendfutter fördert Kondition und Balzbereitschaft. Abwechslungsreiche Fütterung stärkt Farbbrillanz und Vitalität.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Hemigrammus rodwayi stammt aus Südamerika und kommt in Guyana, Suriname, Französisch-Guayana, Brasilien und Peru vor. Die Art besiedelt langsam fließende Flussabschnitte, Nebenläufe, Überschwemmungsgebiete und seichte Seen. Typische Habitate sind strukturierte Gewässer mit dichter Ufervegetation, Laub- und Holzeintrag und tanninreichen Wasserverhältnissen.
Hallo, weiß jemand warum diese Fische blau werden?
Hier bei Minute 27:28 sehr gut zu sehen. Die Fische eins gold werden blau
https://youtu.be/K1j-m0LguTg
Das liegt am Licht hauptsächlich bzw. der Sonneneinstrahlung.