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Zierfische, Familie Loricariidae

Ucayali-Hexenwels

Rineloricaria morrowi

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Ucayali-Hexenwels (Rineloricaria morrowi) erreicht im Aquarium bis zu 13 cm SL, in der Natur bis 16,5 cm SL. Der Körper zeigt den typischen langgestreckten, abgeflachten Peitschenwels-Habitus mit Knochenplatten und zugespitztem Kopf. Im Aquarium ist R. morrowi überwiegend nachtaktiv.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Ucayali-Hexenwels (Rineloricaria morrowi)
Bild: Ingo Seidel
  • bis 16,5 cmEndgröße

  • 8-12 JahreLebenserwartung

  • 20-24 °CTemperatur

  • 6-7pH-Wert

  • 2-15 °dGHGesamthärte

  • ab 160 lAquariengröße

Haltung und Pflege

Der Ucayali-Hexenwels benötigt ein Becken mit mindestens 160 Litern bei 100 cm Kantenlänge. Die Wasserwerte sollten bei 24 bis 28 °C, pH 6,0 bis 7,0 und GH 2 bis 15 °dGH liegen. Feiner Sand als Bodengrund mit Laubstreu (Buche, Eiche) entspricht dem natürlichen Lebensraum. Wurzeln, Äste und Höhlen aus Stein, Holz oder PVC-Rohren sind als Rückzugs- und Laichplätze unverzichtbar. Eine gute Strömung und Durchlüftung entsprechen den natürlichen Bedingungen. Futter abends anbieten, da die Art nachtaktiv ist. Kupfer-haltige Medikamente vermeiden.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Rineloricaria morrowi zeigt im natürlichen Habitat ein eher zurückhaltendes, einzelgängerisches bis paarweises Verhalten, wobei sich die Tiere außerhalb der Fortpflanzungszeit selten in lockeren Gruppen aufhalten. Für die Aquarienhaltung des Ucayali-Hexenwelses empfiehlt sich daher die Pflege als Paar oder in einer kleinen Gruppe von drei bis fünf Tieren, sofern das Becken ausreichend Versteckmöglichkeiten und Struktur bietet, um Stress und Revierstreitigkeiten zu minimieren. Geeignete Vergesellschaftungspartner sind ruhige, friedliche Schwarmfische ähnlicher Größe wie Salmler oder kleine Bärblinge sowie andere friedliche Bodenbewohner wie Panzerwelse (Corydoras) oder kleine Harnischwelse, die keine Revierkonkurrenz darstellen. Zu vermeiden sind aggressive oder sehr lebhafte Arten, die den Ucayali-Hexenwels durch hektische Bewegungen oder Revierstreitigkeiten stressen. Ebenfalls ungeeignet sind langflossige Fische, da Rineloricaria morrowi gelegentlich zum Flossenzupfen neigen kann, insbesondere bei Konkurrenz um Futter oder Verstecke.

Ernährung

Diese Art ist ein typischer Omnivor, der sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung benötigt, da eine reine Pflanzenkost zu Mangelerscheinungen und eine ausschließliche Fleischkost zu Verdauungsproblemen führen würde; in ihrem natürlichen Lebensraum frisst sie unter anderem Algen und kleine Wirbellose wie Insektenlarven. Im Aquarium sollte das Hauptfutter etwa 70–80 % der Tagesration ausmachen, wobei hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter für omnivore Zierfische zu empfehlen ist. Ergänzend sorgt eine abwechslungsreiche Zufütterung von Lebend- oder Frostfutter wie Artemia und Mückenlarven sowie blanchiertem Gemüse, beispielsweise Zucchini oder Spinat, zwei- bis dreimal pro Woche für eine ausgewogene Ernährung. Die Fütterung sollte idealerweise zwei- bis dreimal täglich in Portionen erfolgen, die innerhalb von drei Minuten vollständig aufgenommen werden; alternativ können pro Fisch vier bis sechs Mückenlarven gereicht werden. Futterreste sind stets zeitnah zu entfernen, da diese Art zu Überfressen neigt und kontrollierte Portionen für die Gesunderhaltung unerlässlich sind.

Zucht

Rineloricaria morrowi ist ein Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Das Männchen reinigt eine Höhle und bewacht das Gelege allein. Die Inkubation dauert 4 bis 5 Tage. Es empfiehlt sich, mit 6 oder mehr Jungtieren zu starten, damit sich natürliche Paare bilden. PVC-Rohre (Innendurchmesser 3 bis 4 cm) dienen als Laichhöhlen. Große Wasserwechsel (50 bis 70 %) mit etwas kühlerem Wasser können das Ablaichen auslösen. Die Aufzucht der Jungfische erfordert feines Futter und saubere Wasserbedingungen.

Natürlicher Lebensraum

Rineloricaria morrowi stammt aus Peru und ist im Einzugsgebiet der Flüsse Ucayali, Inambari und Nanay (Region Loreto, u. a. bei Pucallpa und Contamana) nachgewiesen. Die Art bewohnt Flussabschnitte mit Bodennähe, Versteckmöglichkeiten und Substratstrukturen. Typische Habitate sind Bereiche mit Wurzelwerk, Unterspülungen und feinem, sandigem Substrat mit Laubstreu, Biofilm und organischem Detritus.

Geschlechtsunterschiede

Männchen entwickeln Odontoden an Kopf und Brustflossenstacheln, die bei Weibchen fehlen. Dieses Merkmal wird mit zunehmender Reife deutlicher und ist das zuverlässigste Mittel zur Geschlechtsbestimmung.

Gut zu wissen

  • Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege
  • Nachtaktiv: tagsüber versteckt, abends und nachts aktiv
  • Männchen mit Odontoden an Kopf und Brustflossenstacheln
  • Bodenbewohnend, saugnapfähnliches Maul zum Abweiden von Aufwuchs
  • Wildformen bis 16,5 cm SL, Aquarientiere meist bis 13 cm
  • Kupfer-empfindlich, Holz als Aufwuchsfläche

Galerie

Häufige Fragen

Wie groß wird der Ucayali-Hexenwels?

Im Aquarium erreicht Rineloricaria morrowi bis zu 13 cm SL, in der Natur wurden bis 16,5 cm SL nachgewiesen.

Welche Wasserwerte braucht Rineloricaria morrowi?

Die Art benötigt 24 bis 28 °C, pH 6,0 bis 7,0 und GH 2 bis 15 °dGH. Weiches Wasser wird bevorzugt.

Kann man Rineloricaria morrowi züchten?

Die Art ist ein Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Die Zucht gilt als mittelschwer. Eine Gruppe ab 6 Tieren und PVC-Rohre als Laichhöhlen sind empfehlenswert.

Was frisst der Ucayali-Hexenwels?

Aufwuchsfresser mit Allesfresser-Tendenz. Sinkende Algentabletten, blanchiertes Gemüse und ergänzend Frostfutter. Futter abends anbieten.

Ist Rineloricaria morrowi nachtaktiv?

Ja, die Art ist überwiegend nachtaktiv. Tagsüber verstecken sich die Tiere, abends und nachts erkunden sie den Bodenbereich.

Hinweis zu den Daten

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