
Salmler
Großaugen-Hundssalmler
Acestrorhynchus falcirostris
- Endgröße: bis 40 cm
- Aquarium: ab 2025 l
- Temperatur: 22-28 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
In der Gruppe halten, aggressiv
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Zierfische, Familie Erythrinidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Hoplerythrinus unitaeniatus, im Ursprungsland Brasilien als ‚Jeju‘ bekannt, ist ein gedrungener, kräftiger Raubsalmler mit einem charakteristischen dunklen Längsband entlang der Körperflanke. Erwachsene Exemplare erreichen eine Standardlänge von bis zu 40 cm und sind damit die größte Art innerhalb der Gattung. Der Körperbau ist auf das Beutefangen spezialisiert: breiter Kopf, große Mundöffnung und kraftvolle Kiefer.

40 cm SLEndgröße
8-12 JahreLebenserwartung
23-27 °CTemperatur
5,5-7,5pH-Wert
2-25 °dGHGesamthärte
ab 1080 lAquariengröße
Die Grundfärbung ist olivgrün bis bräunlich mit einem deutlichen dunklen Längsstreifen; Orinoco-Varianten zeigen häufig orange gefärbte Flossen. Ein biologisch herausragendes Merkmal der Art ist die fakultative Luftatmung: Hoplerythrinus unitaeniatus besitzt eine stark vaskularisierte, modifizierte Schwimmblase, die als akzessorisches Atemorgan fungiert und atmosphärischen Sauerstoff direkt ins Blut diffundieren lässt. Die Art steigt im Aquarium regelmäßig an die Oberfläche, um Luft zu schlucken. Diese Eigenschaft ermöglicht es dem Fisch, bei Trockenheit kurze Strecken über Land zurückzulegen. Im Aquarium zeigt die Art ein lauerndes, überwiegend oberflächennahes Verhalten. Der Sprung aus dem Becken ist eine ernste Gefahr: Die Art ist ein hervorragender Springer und verlässt das Becken bei der geringsten Gelegenheit. Ein lückenlos schließender, schwerer Deckel ist unbedingt nötig, da die Art den Deckel aktiv aufdrücken kann.
Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 23-27 °C, pH 5,5-7,5, GH 2-25 °dGH. Mindestens 160 cm Kantenlänge und 1.080 Liter für ein einzelnes ausgewachsenes Tier. Reichlich Versteckmöglichkeiten: dichte Randbepflanzung, Schwimmpflanzen, Wurzeln und große Steinhöhlen. Offene Schwimmbereiche in der oberen Wasserschicht sind für die Beutejagd und den regelmäßigen Luftaustausch unerlässlich. Wasserströmung moderat bis schwach. Die Wasseroberfläche muss stets frei zugänglich bleiben, damit das Tier Luft schlucken kann. Der Deckel muss lückenlos schließen und ausreichend schwer sein. Bei guter Pflege erreichen die Tiere ein Alter von 8-12 Jahren.
Hoplerythrinus unitaeniatus ist von Natur aus ein Einzelgänger und gegenüber Artgenossen extrem intolerant. Kämpfe zwischen Individuen enden häufig mit dem Tod eines Tieres. In der Aquaristik wird deshalb grundsätzlich Einzelhaltung empfohlen. In sehr großen Becken ist eine Vergesellschaftung mit ähnlich großen, robusten Arten prinzipiell denkbar, doch kleinere Fische werden stets als Beute betrachtet und gefressen. Alles, was kleiner als der halbe Körper des Jeju ist, gilt als Beute. Das Temperament im Alltag ist ruhig und lauerhaft; bei der Beutejagd jedoch explosiv schnell. Garnelen und andere Kleinkrebse sind als Mitbewohner ungeeignet. Geeignete Vergesellschaftung nur mit gleichgroßen bis deutlich größeren südamerikanischen Arten: robuste Harnischwelse (Pterygoplichthys, Hypostomus), kräftige Buntbarsche (Cichla, Geophagus) sowie Großsalmler (Myleus, Leporinus).
Ernährungstyp: Fleischfresser. Hoplerythrinus unitaeniatus ist ein ausgeprägter Fleischfresser. Die Art verweigert häufig Trockenfutter und Pellets und bevorzugt tierische Frischwaren. Geeignete Futtertiere sind Regenwürmer, Garnelen (als Futter), Miesmuscheln, Tintenfischstreifen, kleine Weißfische (Stint, Sardinen), Krebsfleisch und größere Insekten. Manche Exemplare gewöhnen sich mit der Zeit an fleischbetonte Sticks oder Raubfischpellets, dies ist jedoch nicht garantiert.
Fortpflanzungstyp: Substratlaicher (vermutet, aus Familienvergleich Erythrinidae). Zuchtschwierigkeit: Im Aquarium nicht dokumentiert. Hoplerythrinus unitaeniatus wurde bislang nicht im Aquarium nachgezüchtet. Konkrete Angaben zu Paarungsritualen, Laichauslösern, Gelegegröße oder Brutpflege liegen nicht vor.
Hoplerythrinus unitaeniatus ist in Mittel- und Südamerika weit verbreitet (Venezuela, Guyana, Surinam, Brasilien, Kolumbien, Panama, Trinidad und weitere). Die Art bewohnt flache, langsam fließende bis stehende Gewässer: kleine Nebenflüsse, Sümpfe, Marschen und Uferbereiche von Waldseen. Sie wird häufig in sehr flachem Wasser mit dichter Oberflächenvegetation angetroffen, wo sie sich als Lauerjäger in der Deckung aufhält.
Männchen sind an deutlich dunkler orange gefärbten Flossen und einer vergrößerten Afterflosse erkennbar, besonders ausgeprägt bei Orinoco-Varianten. Geschlechtsreife Weibchen zeigen einen rundlicheren, volleren Bauch. Außerhalb der Laichzeit ist eine sichere Geschlechtsbestimmung schwierig.
Hoplerythrinus unitaeniatus benötigt Temperaturen von 23-27 °C, einen pH-Wert von 5,5-7,5 und eine Gesamthärte von 2-25 °dGH.
Nur mit gleichgroßen bis deutlich größeren südamerikanischen Arten in sehr großen Becken. Einzelhaltung wird empfohlen, da Artgenossen nicht toleriert werden. Alles unter halber Körpergröße gilt als Beute.
Die Art wurde bislang nicht im Aquarium nachgezüchtet. Konkrete Angaben zu Paarungsritualen und Laichverhalten liegen nicht vor.
Mindestens 160 cm Kantenlänge und 1.080 Liter für ein einzelnes Tier. Ein lückenlos schließender, schwerer Deckel ist unbedingt nötig.
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