
Harnischwelse
Königstiger-Harnischwels (L 333)
Hypancistrus seideli
- Endgröße: bis 15 cm
- Aquarium: ab 240 l
- Temperatur: 26-30 °C
- pH-Wert: pH 5,8-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
Paarweise halten, friedlich
Probleme lösen
Sammlungen
Beliebte Steckbriefe
Passend im Ratgeber
Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.
Zur FishothekDie vier Level
Selbst züchten
Über uns
Mitmachen
Gut zu wissen
Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Schneeball-Hypancistrus (Hypancistrus inspector) ist ein bodenbewohnender Harnischwels aus der Familie Loricariidae mit einer Endgröße von bis zu 16 cm. Im Handel wird die Art unter der L-Nummer L102 geführt. Die Färbung ist dunkelbraun bis schwarz mit weißen bis cremefarbenen Flecken, die am Körper größer sind als am Kopf. Bei adulten Tieren können die Schwanzflossenpunkte teilweise Bänder bilden.

16 cmEndgröße
bis 15 JahreLebenserwartung
26-30 °CTemperatur
5-7,5pH-Wert
1-15 °dGHGesamthärte
ab 243 lAquariengröße
Im Aquarium zeigt Hypancistrus inspector ein ruhiges, zurückgezogenes Verhalten und bewohnt bevorzugt die unterste Schwimmzone am Substrat. Die Tiere nutzen Höhlen, Spalten und Röhren als Ruheplätze und sind in der Dämmerung und nachts aktiv. Wie alle Hypancistrus ist Hypancistrus inspector kein Algenfresser, sondern überwiegend fleischfressend. Die Art stammt aus felsigen Stromschnellenbereichen und benötigt starke Strömung und hohen Sauerstoffgehalt.
Wasserwerte: Temperatur 26-30 °C, pH 5,0-7,5, GH 1-15 dGH. Beckengröße: Mindestens 120 cm Kantenlänge (ab 243 Liter) für ein Paar oder eine kleine Gruppe. Einrichtung: Vielseitige Versteckmöglichkeiten aus Röhren, breiten Höhlen, Lavasteinen oder grobem Felsmaterial. Einseitig geöffnete Röhren haben sich für die Zucht bewährt. Feiner bis mittelgrober Kies oder Sand als Bodengrund. Strömung: Stark, mindestens 4-5-facher Beckeninhalt pro Stunde. Die Art stammt aus felsigen Stromschnellenbereichen und benötigt gute Durchlüftung. Beleuchtung: Moderat bis reduziert. Hypancistrus inspector ist eine anspruchsvolle Art für erfahrene Aquarianer.
Hypancistrus inspector wird paarweise oder in kleinen Gruppen gehalten. Die Art ist friedlich gegenüber ruhigen Beifischen, bei Konkurrenz um Höhlen können territoriale Auseinandersetzungen auftreten. Während der Brutzeit zeigen Männchen gesteigertes Höhlenverteidigungsverhalten. Andere Hypancistrus-Arten sollten wegen Hybridisierungsgefahr nicht zusammen gehalten werden. Schnecken werden toleriert, Junggarnelen sind gefährdet, adulte Garnelen meist sicher. Geeignete Beifische sind ruhige südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche (Rio Negro/Orinoco).
Hypancistrus inspector ist kein Algenfresser, sondern ernährt sich überwiegend von tierischer Kost. Geeignet sind Artemia, Mysis, Mückenlarven, Cyclops als Lebendfutter oder Frostfutter, sinkende Wels-Tabletten und Pellets mit hohem Proteinanteil. Pflanzliche Komponenten (blanchierte Zucchini, Spirulina-Tabs) können ergänzend angeboten werden. Mehrere kleine Fütterungen sind effektiver als eine große.
Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter. Zuchtschwierigkeit: mittel. Die Zucht ist dokumentiert. Das Weibchen legt die Eier in der Höhle ab, das Männchen übernimmt die gesamte Brutpflege. Ein Gelege umfasst typischerweise etwa 50 Eier. Inkubationszeit 7-10 Tage, nach weiteren ca. 7 Tagen sind die Jungtiere freischwimmend. Einseitig geöffnete Röhren haben sich als Laichplatz bewährt.
Hypancistrus inspector stammt aus felsigen Stromschnellenbereichen südamerikanischer Flüsse (Rio Negro/Orinoco-Einzug). Die Art lebt bodennah und nutzt Ritzen und Höhlen in der Felsstruktur als Rückzugs- und Laichplätze. Die Habitate sind durch hohe Sauerstoffversorgung durch starke Strömung und zahlreiche Gesteinstrukturen geprägt.
Männchen besitzen mehr Odontoden an den vordersten Brustflossenstrahlen und im Interopercularbereich als Weibchen. Männchen zeigen häufig eine rötlichere Körpertönung, die bei Weibchen fehlt oder deutlich schwächer ausfällt. Weibchen sind im Bauchbereich oft etwas breiter.
Hypancistrus inspector toleriert 26-30 °C, pH 5,0-7,5 und GH 1-15 dGH. Starke Strömung und hoher Sauerstoffgehalt sind essenziell.
Nein. Die Art ist überwiegend fleischfressend und kein Algenfresser. Proteinreiche Kost mit tierischer Nahrung ist erforderlich.
Ja, die Zucht ist dokumentiert. Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Gelege umfassen etwa 50 Eier, Schlupf nach 7-10 Tagen.
Mindestens 120 cm Kantenlänge und 243 Liter. Zahlreiche Höhlen und starke Strömung sind erforderlich.
Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.
In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.
Mitreden können angemeldete Mitglieder. Anmelden oder kostenlos registrieren.
Newsletter
Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.





















