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Zierfische, Familie Bothidae

Peru-Süßwasserflunder

Hypoclinemus mentalis

Die Peru-Süßwasserflunder (Hypoclinemus mentalis) ist die einzige Art ihrer Gattung und gehört zu den Achiridae, den amerikanischen Süßwasserschollen. Der Körper ist stark dorsoventral abgeflacht mit beiden Augen auf der rechten Körperseite. Die Unterseite (Blindseite) ist weiß, die Oberseite zeigt eine sand- bis erdfarbene Tarntracht. Charakteristisch sind Barteln um den Kopf.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
Peru-Süßwasserflunder (Hypoclinemus mentalis)
Bild: Ingo Seidel
  • bis 27 cmEndgröße

  • 22-28 °CTemperatur

  • 6-7,2pH-Wert

  • 2-10 dGHGesamthärte

  • ab 450 lBeckengröße

Beschreibung

Die Standardlänge beträgt etwa 21,6 cm, die Gesamtlänge ausgewachsener Tiere liegt bei rund 25 bis 27 cm. Dies ist bei der Beckendimensionierung zu berücksichtigen. Die Art ist streng süßwasserbewohnend und meidet Brackwasser vollständig. Alle Aquariumexemplare sind Wildfänge. Die Eingewöhnung an Frost- und Trockenfutter kann mehrere Wochen bis Monate dauern, was die Haltung anspruchsvoll macht.

Haltung und Pflege

Empfohlene Wasserwerte: 22–28 °C, pH 6,0–7,2 (optimal 6,0–6,8), GH 2–10 °dGH. Mindestbeckengröße: 120 cm Kantenlänge, ab 450 Liter mit großer Grundfläche. Mindestbodenfläche ist wichtiger als Beckenhöhe (mindestens 120 x 50 cm). Substrat: Feiner, runder Sand ohne scharfe Kanten ist Pflicht. Die Tiere graben sich regelmäßig ein und haben eine empfindliche Bauchseite. Kies ist ungeeignet. Große freie Sandflächen als Hauptmerkmal, flache Wurzeln und Steine als Rückzugsmöglichkeiten. Gedämpfte Beleuchtung. Keine starke bodennah wirksame Strömung. Nitrat idealerweise unter 10 mg/l, maximal unter 30 mg/l. Kleine, regelmäßige Wasserwechsel (10–15 % wöchentlich). Die Art reagiert empfindlich auf Wasserverschlechterung.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Hypoclinemus mentalis gilt als friedlich gegenüber artfremden Fischen, die zu groß zum Fressen sind (Mindestgröße der Mitbewohner: über 5 cm). Garnelen, Kleinkrebse und kleine Fische werden als Beute betrachtet. Untereinander verhalten sich die Tiere friedlich. Das Temperament ist ruhig und zurückhaltend. Die Tiere verbringen den Großteil der Zeit eingegraben oder flach auf dem Substrat liegend. Ob die Art vorwiegend nacht- oder dämmerungsaktiv ist, ist in der Literatur uneinheitlich. Hauptfütterung in der Dämmerung empfehlenswert. Schnecken werden toleriert. Garnelen und kleine Fische sind Beute. Geeignete Beifische: ruhige, mittelgroße bis große südamerikanische Fische des Mittel- und Oberbereichs. Bodenbewohner mit ähnlichem Platzbedarf können Stress verursachen. Ein Artbecken ist der Gemeinschaftshaltung vorzuziehen.

Ernährung

Hypoclinemus mentalis ist ein Karnivor (Lauerjäger). In der Natur: Würmer, Kleinkrebse, Insektenlarven und kleine Fische. Im Aquarium bevorzugen frisch importierte Wildfänge zunächst Lebendfutter (Bachflohkrebse, Enchyträen, kleine Regenwürmer, Artemia, Mückenlarven). Eingewöhnung an Frostfutter (Rote Mückenlarven, Mysis) ist möglich, dauert aber Wochen bis über 3 Monate. Trockenfutter wird nicht verlässlich akzeptiert.

Zucht

Fortpflanzungstyp: vermutlich Substratlaicher (Annahme basierend auf Familienmerkmalen). Keine dokumentierten Nachzuchterfolge im Aquarium. Alle Handelstiere sind Wildfänge. Zuchtversuche gelten als experimentell ohne gesicherte Protokolle. Empfehlungen können nur auf Familienkenntnis basieren: tiefes Sandbett, Dämmerungslicht, Lebendfutter, ruhige Umgebung.

Natürlicher Lebensraum

Hypoclinemus mentalis ist im nördlichen und zentralen Südamerika weit verbreitet: im Amazonasbecken, im Orinocoeinzugsgebiet und im Essequibobecken. Das Verbreitungsgebiet umfasst Peru, Ecuador, Bolivien, Kolumbien, Venezuela, Guyana und Brasilien. Die Bezeichnung „Peru-Süßwasserflunder“ bezieht sich auf den häufigen Importursprung. Die Art lebt dicht am Substrat in sandbanknahen Flussbereichen mit feinem Sand und Schlick.

Geschlechtsunterschiede

Nicht verlässlich dokumentiert. Manche Exemplare tragen schwarze Dornen auf der Oberseite; ein Zusammenhang mit dem Geschlecht ist unbekannt.

Gut zu wissen

  • Einzige Art ihrer Gattung (monotypische Gattung innerhalb der Achiridae)
  • Streng süßwasserbewohnend: kein Brackwasser
  • Alle Exemplare sind Wildfänge; Nachzucht nicht dokumentiert
  • Sehr futterempfindlich: Eingewöhnung an Frostfutter dauert Wochen bis Monate
  • Empfindlich auf Wasserverschlechterung; Nitrat unter 30 mg/l halten
  • Gräbt sich regelmäßig in Sand ein; feiner, runder Sand ist Pflicht
  • Geringes Springrisiko; Abdeckung empfohlen

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Peru-Süßwasserflunder?

Die Peru-Süßwasserflunder benötigt Temperaturen von 22–28 °C, einen pH-Wert von 6,0–7,2 und eine Gesamthärte von 2–10 °dGH.

Wie groß muss das Aquarium für die Peru-Süßwasserflunder sein?

Aufgrund der Körpergröße (25–27 cm) wird ein Becken ab 450 Litern mit großer Grundfläche (mindestens 120 x 120 cm) empfohlen.

Was frisst der Peru-Süßwasserflunder?

Die Art ist ein Karnivor und bevorzugt Lebendfutter. Frisch importierte Wildfänge akzeptieren zunächst nur Lebendfutter; die Eingewöhnung an Frostfutter dauert Wochen bis Monate.

Kann man die Peru-Süßwasserflunder vergesellschaften?

Geeignet sind ruhige, mittelgroße bis große südamerikanische Fische. Garnelen und kleine Fische werden als Beute betrachtet. Ein Artbecken ist der Gemeinschaftshaltung vorzuziehen.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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Passt ins Becken dazu

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Severum

Buntbarsche

Severum

Heros efasciatus

  • Endgröße: bis 30 cm
  • Becken: ab 540 l
  • Temperatur: 22-29 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Schwemmholz-Wels

Panzerwelse

Schwemmholz-Wels

Trachelyopterus fisheri

  • Endgröße: bis 28 cm
  • Becken: ab 300 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Hujeta-Hechtsalmler

Salmler

Hujeta-Hechtsalmler

Ctenolucius hujeta

  • Endgröße: 26 cm (SL)
  • Becken: ab 648 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Plattfische, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Thai-Seezunge

Plattfische

Thai-Seezunge

Cynoglossus feldmanni

  • Endgröße: 25 cm (SL)
  • Becken: ab 300 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,8-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Einzelgänger, friedlich

Süßwasserflunder

Plattfische

Süßwasserflunder

Trinectes maculatus

  • Endgröße: bis 20 cm
  • Becken: ab 200 l
  • Temperatur: 18-24 °C
  • pH-Wert: pH 7-8,5
  • Wasserhärte: hart bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Mittelschwer

Einzelgänger, friedlich

Süßwasserflunder, Indische Süßwasser-Zunge

Plattfische

Süßwasserflunder, Indische Süßwasser-Zunge

Brachirus panoides

  • Endgröße: 20 cm
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 23-28 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, friedlich

Raub-Großzahnflunder

Plattfische

Raub-Großzahnflunder

Cyclopsetta cf. querna

  • Endgröße: bis 44 cm
  • Becken: ab 1080 l
  • Temperatur: 22-29 °C
  • pH-Wert: pH 7,8-8,4
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, aggressiv

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