
Harnischwelse
Goldener Schilderwels
Hypostomus luteus
- Endgröße: 40,5 cm
- Aquarium: ab 1030 l
- Temperatur: 18-24 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Breitstirn-Schilderwels (Hypostomus latifrons) ist ein großwüchsiger Harnischwels der Familie Loricariidae, der im Handel auch unter den L-Nummern L051 und L281 bekannt ist. Die Art erreicht eine Endgröße von 30–35 cm TL und gehört damit zu den größeren Vertretern der Gattung. Der Körperbau ist kräftig und dorsoventral abgeflacht mit vollständiger Knochenpanzerung.

30–35 cmEndgröße
8-12 JahreLebenserwartung
20-26 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
5-18 °dGHGesamthärte
ab 1080 lAquariengröße
Die namensgebend breite Stirnpartie unterscheidet diese Art von vielen verwandten Hypostomus-Arten. Im Aquarium ist Hypostomus latifrons überwiegend nacht- und dämmerungsaktiv. Tagsüber ruht die Art in Höhlen oder an Wurzeln. Die Tiere weiden Aufwuchs und Biofilm von Oberflächen ab und raspeln regelmäßig an Treibholz. Wie alle Hypostomus-Arten ist Hypostomus latifrons zur fakultativen Luftatmung befähigt.
Wasserwerte: Temperatur 20–26 °C, pH 6,0–7,5, GH 5–18 °dGH. Hypostomus latifrons benötigt aufgrund seiner Endgröße von 30–35 cm ein Becken mit mindestens 150 cm Kantenlänge und 1.080 Litern Volumen. Die Einrichtung sollte zahlreiche stabile Höhlen, große Wurzeln und Treibholz zum Abraspeln umfassen. Feiner Sand oder Kies als Substrat. Eine leistungsfähige Filterung mit starkem biologischen Anteil ist erforderlich. Moderate bis kräftige Strömung und gute Sauerstoffversorgung. Regelmäßige Wasserwechsel sind obligatorisch. Kupferhaltige Medikamente sind zu vermeiden. Der Breitstirn-Schilderwels ist eine anspruchsvolle Art für fortgeschrittene Aquarianer mit sehr großen Becken.
Hypostomus latifrons ist überwiegend einzelgängerisch und kann territorial gegenüber Artgenossen und anderen bodenorientierten Welsen werden. In sehr großen Becken mit ausreichend Rückzugsmöglichkeiten ist die Haltung mit anderen robusten Fischarten möglich. Geeignete Mitbewohner sind größere südamerikanische Salmler, Panzerwelse und robuste Buntbarsche. Garnelen sind als Mitbewohner ungeeignet, robuste Schnecken werden toleriert.
Hypostomus latifrons ist ein Aufwuchsfresser. Die Hauptnahrung besteht aus Algen, Biofilm und Detritus. Im Aquarium eignen sich Algentabletten, Spirulina-Granulate, blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke, Süßkartoffel) und sinkende Granulate mit hohem Pflanzenanteil. Treibholz gehört ins Becken, dient aber als Aufwuchsfläche. Dass Hypostomus latifrons Holz als Nahrung verwertet, ist nicht belegt.
Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter. Die Zucht gilt als sehr schwierig und ist im Hobbyaquarium kaum dokumentiert. Das Männchen bewacht die Eier in der Höhle. Sehr große Becken, stabile Wasserqualität und gezielte Konditionierung werden vorausgesetzt.
Hypostomus latifrons stammt aus dem Paraná-Flusssystem in Südamerika (Brasilien, Paraguay, Argentinien). Die Art bewohnt große Flüsse mit felsigen Strukturen und mäßiger bis starker Strömung.
Männchen sind schlanker gebaut und entwickeln ausgeprägtere Odontoden an den Brustflossenstrahlen. Weibchen sind breiter und fülliger, besonders bei Laichreife. Die Genitalpapille ist bei Männchen spitz, bei Weibchen stumpf.
Hypostomus latifrons benötigt eine Temperatur von 20–26 °C, einen pH-Wert von 6,0–7,5 und eine Gesamthärte von 5–18 °dGH. Die Art toleriert kühlere Temperaturen als viele tropische Harnischwelse.
Geeignete Mitbewohner sind größere, robuste südamerikanische Fische. Die Art kann territorial werden, daher sind ausreichend Höhlen und Rückzugsmöglichkeiten wichtig. Garnelen sind ungeeignet.
Empfohlen wird ein Becken mit mindestens 150 cm Kantenlänge und 1.080 Litern. Bei einer Endgröße von 30–35 cm ist ein großes Becken für die artgerechte Haltung erforderlich.
Hypostomus latifrons ist ein Aufwuchsfresser. Im Aquarium eignen sich Algentabletten, Spirulina, blanchiertes Gemüse und Treibholz zum Abraspeln. Gelegentlich kann proteinreiches Frostfutter ergänzt werden.
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