
Harnischwelse
Saugmaulwels (Hypostomus)
Hypostomus sp. (L37)
- Endgröße: bis 50 cm
- Aquarium: ab 1180 l
- Temperatur: 20-28 °C
- pH-Wert: pH 6-8
- Wasserhärte: weich bis sehr hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
HINWEIS: Dieser Gattungs-Steckbrief ist problematisch, da Hypostomus über 150 Arten umfasst. Bitte artspezifische Steckbriefe verwenden. Die Gattung Hypostomus umfasst großwüchsige Harnischwelse der Familie Loricariidae, die eine typische Endgröße von 30–50 cm erreichen.

30–50 cmEndgröße
15-20 JahreLebenserwartung
22-28 °CTemperatur
6,5-8pH-Wert
6-20 °dGHGesamthärte
ab 1180 lAquariengröße
Die Tiere besitzen einen robusten, dorsoventral abgeflachten Körper mit vollständiger Knochenpanzerung und einem kräftigen Saugmaul, das zum Festhalten an Oberflächen und zum Abweiden von Aufwuchs, Algen und Detritus dient. Die Färbung variiert je nach Art stark, reicht von dunkelbraun mit hellen Flecken bis hin zu gleichmäßig olivbrauner Grundfarbe mit Marmorierungen. Im Aquarium sind Hypostomus überwiegend nachtaktiv. Tagsüber ruhen die Tiere in Höhlen, unter Wurzeln oder an Seitenwänden. Mit zunehmender Größe und Alter können Tiere deutlich territorial werden. Alle Hypostomus-Arten sind zur fakultativen Luftatmung befähigt: In sauerstoffarmen Gewässern können sie atmosphärische Luft über den Magen aufnehmen. Diese Fähigkeit entbindet nicht von einer guten Wasserqualität. Wichtig: Im Handel werden zahlreiche Arten unter dem Sammelnamen ‚Hypostomus‘ oder ‚Common Pleco‘ angeboten, die tatsächlich zu Pterygoplichthys gehören. Echte Hypostomus sind im Handel deutlich seltener.
Wasserwerte: Temperatur 22–28 °C, pH 6,5–8,0, GH 6–20 °dGH. Für adulte Hypostomus ist ein Becken mit mindestens 150 cm Kantenlänge und 1.1.180 Litern Volumen erforderlich. Zahlreiche stabile Höhlen aus Tonröhren, Hartholzstücken und Steinaufbauten dienen als Schlaf- und Revierpunkte. Große Treibholzstücke sind als Aufwuchsuntergrund und Raspelquelle für Loricariiden essenziell. Feiner Sand bis grober Kies als Substrat, keine scharfkantigen Materialien. Eine leistungsfähige Filterung ist wegen der hohen Stoffwechselrate und des erheblichen Abfallaufkommens unbedingt erforderlich. Moderate Strömung mit ruhigen Zonen in der Nähe der Höhlen. Regelmäßige Wasserwechsel sind obligatorisch. Kupferhaltige Medikamente sind zu vermeiden. Hypostomus-Arten sind große, langlebige Fische, die erhebliche Ansprüche an Platz und Wasserqualität stellen. Sie eignen sich nur für erfahrene Aquarianer mit entsprechend großen Becken.
Hypostomus-Arten sind in der Regel als Einzelgänger zu halten. Adulte Tiere können territorial werden, insbesondere Männchen bei knappen Versteckmöglichkeiten oder bei mehreren Artgenossen im Becken. Gegenüber andersgattigen, nicht konkurrierenden Fischarten verhält sich die Gattung in der Regel tolerant. Geeignete Mitbewohner sind größere, robuste südamerikanische Fische. Gut geeignet sind große Salmler, Panzerwelse und robuste mittelgroße Buntbarsche. Garnelen sind grundsätzlich ungeeignet. Robuste, größere Schnecken werden in der Regel toleriert.
Hypostomus-Arten sind Aufwuchsfresser und Detritivoren. Algen, Aufwuchs und organisches Substrat bilden die Hauptnahrung. Im Aquarium eignen sich Aufwuchs- und Algentabletten (Spirulina-basiert, sinkend), frisches oder blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke, Kürbis), sinkende Granulate mit hohem Pflanzenanteil sowie Treibholz zum Abraspeln als Pflichtbestandteil. Gelegentlich proteinhaltiges Futter (Artemia, Mückenlarven) zur Konditionierung. Ein dauerhaft fleischbetontes Fütterungsregime ist nicht artgerecht.
Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter. Die Zucht gilt als sehr schwierig und ist im Hobbyaquarium selten gelungen. Das Männchen bereitet eine enge Kaverne vor und bewacht die Eier bis zum Schlupf. Die notwendigen Volumina übersteigen die Möglichkeiten der meisten Heimaquarianer. Dokumentierte Nachzuchten stammen überwiegend aus kommerziellen Teichanlagen oder sehr großen Schauaquarien.
Die Gattung Hypostomus ist in Südamerika weit verbreitet und bewohnt verschiedenste Süßwasserhabitate von schnell fließenden, felsigen Flüssen bis hin zu langsam strömenden, schlammigen Nebenarmen. Viele Arten bewohnen sauerstoffreiche Fließgewässer mit strukturreichen Bodenzonen aus Fels, Treibholz und Laubstreu.
Männchen entwickeln ausgeprägte Odontoden (Hautstacheln) an Wangen, Schnauze und Brustflossenansatz. Die Genitalpapille ist bei Männchen spitz, bei Weibchen stumpf und breiter. Weibchen wirken von oben betrachtet breiter und runder, insbesondere zur Laichzeit.
Hypostomus benötigt eine Temperatur von 22–28 °C, einen pH-Wert von 6,5–8,0 und eine Gesamthärte von 6–20 °dGH. Die genauen Werte variieren je nach Art innerhalb der Gattung.
Geeignete Mitbewohner sind größere, robuste südamerikanische Fische wie große Salmler, Panzerwelse und mittelgroße Buntbarsche. Garnelen sind grundsätzlich ungeeignet, Schnecken werden toleriert.
Je nach Art erreichen Hypostomus-Welse 30–50 cm. Damit gehören sie zu den größten im Aquarium gehaltenen Harnischwelsen und benötigen Becken ab 1.180 Litern.
Hypostomus sind Aufwuchsfresser. Im Aquarium eignen sich Algentabletten, Spirulina-Granulate, blanchiertes Gemüse und Treibholz zum Abraspeln als Pflichtbestandteil. Gelegentlich kann proteinreiches Futter ergänzt werden.
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