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Zierfische, Familie Cyprinodontidae

Floridakärpfling Jordanella floridae

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Floridakärpfling (Jordanella floridae) ist ein kompakter, gedrungener Killifisch der Familie Cyprinodontidae mit einer Endgröße von etwa 5–6 cm. Männchen zeigen deutlich ausgeprägtere Flossen und eine intensivere, kontrastreiche Färbung mit roten und grünen Tönen.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Paarweise
  • Territorial
  • 5–6 cmEndgröße

  • bis 8 JahreLebenserwartung

  • 18-26 °CTemperatur

  • 6,5-8,5pH-Wert

  • 2-20 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Weibchen besitzen einen markanten dunklen Fleck im hinteren Bereich der Rückenflosse, der bei Männchen fehlt – das zuverlässigste Merkmal zur Geschlechtsbestimmung. Im Aquarium zeigt Jordanella floridae ein aktives Verhalten und durchsucht alle Beckenebenen, verbringt aber viel Zeit in der mittleren und unteren Zone. Algenbewuchs an Scheiben, Steinen und Pflanzen wird aktiv abgegrast – ein charakteristisches Verhalten, das die Art auch für die biologische Algenkontrolle beliebt macht. Männchen bilden während der Fortpflanzungszeit temporäre Territorien und verteidigen das Laichgebiet aktiv. Die Art ist ein Substratlaicher mit väterlicher Revierverteidigung.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 18–26 °C, pH 6,5–8,5, GH 2–20 °dGH. Als subtropische Art gedeiht der Floridakärpfling am besten bei moderaten Temperaturen. Beckengröße ab 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter) für eine Gruppe. Dichte Bepflanzung mit Unterwasser- und Schwimmpflanzen, ergänzt durch offene Schwimmflächen. Algenbewuchs an Steinen und Dekorationen ist erwünscht und dient als Nahrungsquelle und Laichsubstrat. Ruhiges bis schwach bewegtes Wasser, sanfte Filterung ohne starke Strömung. Moderate bis gute Beleuchtung fördert das Algenwachstum. Allesfresser mit deutlichem Pflanzenanteil. Hochwertige Flocken mit Pflanzenzusatz (Spirulina, Algen) als Hauptbasis, ergänzt durch Lebendfutter und Frostfutter (Artemia, Daphnien, Mückenlarven). Natürlicher Algenbewuchs im Becken ist wertvoll. Der Floridakärpfling ist eine vielseitige, subtropische Art für naturnah eingerichtete, pflanzenreiche Aquarien mit moderaten Temperaturen. Im Sommer kann die Art in temperierten Außenbecken gehalten werden.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Jordanella floridae wird am besten in einer kleinen Gruppe oder als Paar gehalten. Männchen bilden während der Fortpflanzungszeit Territorien und können gegenüber Rivalen aggressiv werden; in ausreichend großen, strukturierten Becken können mehrere Männchen gleichzeitig gehalten werden. Das Temperament ist neugierig und aktiv. Geeignete Mitbewohner sind friedliche, robuste Arten ähnlicher Größe mit vergleichbaren Wasserparametern. Nordamerikanische Arten wie Elassoma-Arten passen biotopgerecht, aber auch andere gemäßigt-temperierte Arten sind möglich. Schnecken werden toleriert. Garnelen, Langflossenarten und zu aktive Fische sollten gemieden werden, da Männchen gelegentlich Flossen attackieren können.

Ernährung

Jordanella floridae ist Allesfresser mit deutlichem Pflanzenanteil. In der Natur werden kleine Wirbellose sowie Algen und Pflanzenmaterial gefressen. Die Art ist als natürlicher Algenfresser bekannt. Im Aquarium eignen sich Flocken und Granulate mit Pflanzenzusatz als Hauptfutter, ergänzt durch Artemia, Daphnien und Mückenlarven. Spirulina-Flocken bei begrenztem Algenbewuchs.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Substratlaicher mit väterlicher Revierverteidigung. Zuchtschwierigkeit: Mittel. Gut dokumentiert. Weibchen setzen Eier einzeln oder in kleinen Gruppen an Algenfilmen, Pflanzenbelägen oder anderen Oberflächen ab (fraktionales Laichverhalten). Das Männchen verteidigt das Laichgebiet aktiv. Inkubationszeit 7–14 Tage. Jungfische sind relativ groß und nehmen sofort Artemia-Nauplien an. Bei ausreichend dicht bepflanzten Becken können sich Jungfische zwischen den Eltern halten.

Natürlicher Lebensraum

Jordanella floridae ist in Nordamerika heimisch, vor allem in den Küsten- und Tieflandbereichen Floridas verbreitet. Die Art bevorzugt flache, bewachsene Binnengewässer wie Altwasserbereiche, Marschen und Kanäle. Die Habitate sind geprägt von dichter Makrophytenvegetation, Algenbelägen und geringer Strömung. Gelegentlich in leicht brackigen Bereichen nachgewiesen.

Geschlechtsunterschiede

Männchen besitzen längere, ausgezogene Rücken- und Afterflossen und zeigen eine intensivere Färbung mit leuchtend roten und grünen Tönen, besonders während der Laichzeit. Weibchen tragen einen dunklen Fleck im hinteren Bereich der Rückenflosse, der bei Männchen fehlt. Weibchen bleiben kürzerflossig und blasser; ihr Körper wirkt während der Laichperiode deutlich runder.

Gut zu wissen

  • Substratlaicher mit väterlicher Revierverteidigung: Männchen bewachen das Laichgebiet aktiv
  • Fraktionales Laichverhalten: Weibchen setzen Eier über längeren Zeitraum kontinuierlich ab
  • Geschlechtsbestimmung: Weibchen tragen dunklen Fleck im hinteren Rückenflossenbereich, Männchen nicht
  • Natürlicher Algenfresser – frisst regelmäßig Fadenalgen und pflanzliches Material
  • Subtropische Art – gedeiht am besten bei moderaten Temperaturen (18–26 °C)
  • Geringes Sprungrisiko – Abdeckung empfohlen
  • Garnelen ungeeignet als Beifische

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Floridakärpfling?

Jordanella floridae benötigt Temperatur 18–26 °C, pH 6,5–8,5 und GH 2–20 °dGH. Als subtropische Art gedeiht er am besten bei moderaten Temperaturen.

Kann man den Floridakärpfling vergesellschaften?

Geeignet sind friedliche, robuste Arten ähnlicher Größe. Nordamerikanische Arten wie Elassoma passen biotopgerecht. Schnecken werden toleriert. Garnelen und Langflossenarten sind ungeeignet, da Männchen gelegentlich Flossen attackieren.

Was frisst der Floridakärpfling?

Jordanella floridae ist Allesfresser mit deutlichem Pflanzenanteil und natürlicher Algenfresser. Im Aquarium eignen sich pflanzliche Flocken, Spirulina und ergänzend Lebendfutter wie Artemia und Daphnien.

Kann man den Floridakärpfling im Aquarium züchten?

Ja, die Zucht ist gut dokumentiert. J. floridae ist ein Substratlaicher mit väterlicher Revierverteidigung. Inkubationszeit 7–14 Tage. Jungfische nehmen sofort Artemia-Nauplien an.

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