Aus Freude an der Aquaristik Wissen, Inspiration und Community

my-fish

Zierfische, Familie Cichlidae

Labidochromis Hongi Red Top Labidochromis sp. "Hongi"

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Labidochromis sp. „hongi“ wird bis zu 12 cm groß (Männchen) und ist ein kompakt gebauter Mbuna-Cichlide aus dem Malawisee. Männchen zeigen eine hellblaue bis lilafarbene Grundfärbung mit dunklen vertikalen Streifen und einer gelb-orangen bis roten Rückenflosse, die den Beinamen „Red Top“ erklärt.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Harem
  • Territorial
  • bis 12 cmEndgröße

  • 8-10 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 7,5-8,5pH-Wert

  • 10-25 °dGHGesamthärte

  • ab 240 lAquariengröße

Beschreibung

Weibchen und Jungfische sind deutlich schlichter gefärbt und erscheinen in Braun- bis Schlammtönen, können jedoch je nach Stimmung einen leichten Lilaschimmer entwickeln. Im Aquarium zeigt die Art typisches Mbuna-Verhalten: Revierbildung an Felsstrukturen, Inspektion von Spalten und Höhlen sowie gelegentliches Graben im Substrat. Während der Balz intensivieren Männchen ihre Färbung deutlich.

Haltung und Pflege

Labidochromis sp. „hongi“ benötigt ein felsenreiches Malawi-Aquarium ab 120 cm Kantenlänge (ab 240 Liter) mit stabilen Steinaufbauten, zahlreichen Höhlen und Spalten als Rückzugsmöglichkeiten. Empfohlene Wasserwerte: 24-28 °C, pH 7,5-8,5, GH 10-25 °dGH. Feiner Sand als Bodengrund ermöglicht das artgerechte Grabenverhalten. Pflanzen werden in der Regel beschädigt oder ausgegraben, daher sind robuste oder künstliche Pflanzen zu bevorzugen. Hartes, alkalisches Wasser ist essenziell. Bei weichem Leitungswasser kann Aragonit oder Korallensand im Filter zur Aufhärtung eingesetzt werden. Wöchentliche Wasserwechsel von 25-30 % sind wichtig, da Mbunas empfindlich auf nachlassende Wasserqualität reagieren.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Labidochromis sp. „hongi“ wird in Haremshaltung gepflegt: 1 Männchen mit 3-4 Weibchen. Bei größeren Becken (ab 400 Litern) ist auch eine Gruppenhaltung mit 2-3 Männchen und 6-8 Weibchen möglich. Die Art ist mäßig aggressiv und innerartlich deutlich territorial. Labidochromis sp. „hongi“ lässt sich gut mit anderen Mbuna-Arten aus dem Malawisee vergesellschaften, etwa Pseudotropheus, Metriaclima oder Melanochromis. Die Mitbewohner sollten ähnlich robust und durchsetzungsfähig sein. Sehr kleine, scheue oder langsame Arten sind ungeeignet. Nicht zusammen mit Labidochromis caeruleus (Yellow Lab) oder anderen Labidochromis-Arten halten, da Hybridisierungsgefahr besteht. Garnelen und kleine Schnecken werden gefressen.

Ernährung

Labidochromis sp. „hongi“ ist ein überwiegend herbivorer Aufwuchsfresser. Die Grundfütterung sollte aus Spirulina-Flocken, pflanzlichen Granulaten und speziellem Mbuna-Futter bestehen. Regelmäßig blanchiertes Gemüse wie Zucchini, Spinat oder Erbsen anbieten. Frostfutter wie Mysis oder Artemia kann gelegentlich in kleinen Mengen ergänzt werden. Proteinreiches Futter wie rote Mückenlarven oder Tubifex ist zu vermeiden. Eine zu proteinreiche oder fettreiche Ernährung kann Malawi-Bloat auslösen, eine oft tödlich verlaufende Erkrankung, die bei herbivoren Mbunas besonders häufig auftritt.

Zucht

Labidochromis sp. „hongi“ ist ein maternaler Maulbrüter. Die Zucht gelingt im Aquarium bei guter Pflege oft ohne besondere Maßnahmen. Das Männchen balzt das Weibchen in eine Höhle oder flache Mulde im Sand, wo die Eier einzeln oder paarweise abgelegt und sofort vom Weibchen ins Maul aufgenommen werden. Zuchtbedingungen: pH 7,8-8,5, GH 10-20 °dGH, 26-28 °C. Das Weibchen bebrütet die Eier 18-25 Tage im Maul. Pro Gelege werden etwa 10-25 Eier produziert. Während der Brutpflege nimmt das Weibchen kaum Nahrung auf. Die entlassenen Jungfische sind voll entwickelt und können mit feinem Staubfutter, Artemia-Nauplien oder zerriebenen Spirulina-Flocken aufgezogen werden.

Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 7,8 bis 8,5, bis 20 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Labidochromis sp. „hongi“ ist im Malawisee endemisch und kommt an der tansanischen Ostküste vor, insbesondere bei Hongi Island, Lundo Island und im Bereich Mbamba Bay bis Undu Reef. Das natürliche Habitat sind sedimentreiche Felsküsten mit massiven Gesteinsformationen, Höhlen, Spalten und sandigen Zwischenbereichen in Tiefen von wenigen Metern.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind deutlich größer (bis 12 cm) und zeigen eine intensive hellblaue bis lilafarbene Grundfärbung mit dunklen Vertikalstreifen und einer leuchtend gelb-orangen bis roten Rückenflosse. Eiflecken auf der Afterflosse sind bei Männchen meist deutlich ausgeprägt. Weibchen bleiben kleiner (bis 9 cm), sind braun-orange bis schlammfarben gefärbt und zeigen schwächere oder fehlende Eiflecken.

Krankheiten

Aktuelle Informationen deuten darauf hin, dass Labidochromis sp. hongi – insbesondere die Variante „hongi red top“ – bei artgerechter Haltung als relativ robust gegenüber Krankheiten einzustufen ist. Dennoch können Faktoren wie schlechte Wasserqualität, instabile Parameter, Überbesatz oder unzureichende Ernährung das Immunsystem schwächen und damit das Risiko von Infektionen erhöhen. Regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte, eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten im Aquarium bieten wichtige Präventionsmaßnahmen, um Stress abzubauen und Erkrankungen vorzubeugen. Da es keine spezifisch hervorgehobenen Krankheitsprofile für diese Art gibt, wird ihre generelle Widerstandskraft primär der Qualität der Haltung und den umgebungsbedingten Einflüssen zugeschrieben.

Gut zu wissen

  • Hellblaue bis lilafarbene Grundfärbung mit leuchtend rot-oranger Rückenflosse bei Männchen
  • Hybridisierungsgefahr mit Labidochromis caeruleus und anderen Labidochromis-Arten
  • Endemisch an der tansanischen Ostküste des Malawisees (Hongi Island, Lundo Island, Mbamba Bay)
  • Proteinreiche Ernährung vermeiden: Malawi-Bloat-Risiko bei herbivoren Mbunas
  • Rote Mückenlarven und Tubifex sind tabu
  • Grabenverhalten im Substrat, feiner Sand als Bodengrund nötig

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Labidochromis Hongi Red Top?

Die Art benötigt hartes, alkalisches Wasser: 24-28 °C, pH 7,5-8,5, GH 10-25 °dGH. Wöchentliche Wasserwechsel von 25-30 % sind wichtig.

Kann man den Labidochromis Hongi Red Top vergesellschaften?

Ja, mit anderen Mbuna-Arten wie Pseudotropheus, Metriaclima oder Melanochromis. Nicht mit Labidochromis caeruleus oder anderen Labidochromis-Arten halten, da Hybridisierungsgefahr besteht.

Wie züchtet man den Labidochromis Hongi Red Top?

Die Art ist ein maternaler Maulbrüter. Die Zucht gelingt bei guter Pflege oft ohne besondere Maßnahmen. Das Weibchen bebrütet 10-25 Eier für 18-25 Tage im Maul. Zuchtbedingungen: pH 7,8-8,5, 26-28 °C.

Was frisst der Labidochromis Hongi Red Top?

Überwiegend pflanzliche Kost: Spirulina-Flocken, Mbuna-Futter, blanchiertes Gemüse. Rote Mückenlarven und Tubifex vermeiden, da Malawi-Bloat-Risiko besteht.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.

Quellen (my-fish Content Commons)

In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.

Fragen und Erfahrungen

Noch keine Kommentare. Stell die erste Frage zu dieser Art.

Mitreden können angemeldete Mitglieder. Anmelden oder kostenlos registrieren.

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Buntbarsche, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Labidochromis Hongi Red Top

Buntbarsche

Labidochromis Hongi Red Top

Labidochromis sp. "Hongi"

  • Endgröße: bis 12 cm
  • Aquarium: ab 240 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 7,5-8,5
  • Wasserhärte: mittelhart bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Haremshaltung, territorial

Heringscichlide

Buntbarsche

Heringscichlide

Cyprichromis leptosoma

  • Endgröße: 12 cm
  • Aquarium: ab 450 l
  • Temperatur: 24-27 °C
  • pH-Wert: pH 7,8-9
  • Wasserhärte: mittelhart bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Schwarmfisch, friedlich

Buckelkopfbuntbarsch

Buntbarsche

Buckelkopfbuntbarsch

Steatocranus casuarius

  • Endgröße: bis 12 cm
  • Aquarium: ab 150 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Paarweise halten, territorial

Rotwangen-Krobia

Buntbarsche

Rotwangen-Krobia

Krobia xinguensis

  • Endgröße: bis 12 cm
  • Aquarium: ab 160 l
  • Temperatur: 24-30 °C
  • pH-Wert: pH 5,2-7
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, territorial

Newsletter

Einmal pro Woche das Wichtigste aus der Aquaristik

Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.