
Buntbarsche
Buckelkopf-Tüpfelbuntbarsch
Laetacara araguaiae
- Endgröße: bis 8 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 23-27 °C
- pH-Wert: pH 6-7,2
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Einfach
Paarweise halten, friedlich
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Laetacara fulvipinnis ist ein kleiner südamerikanischer Zwergbuntbarsch, der bis zu 9 cm (Männchen) groß wird und in Schwarzwasserhabitaten des oberen Rio Negro und Venezuelas vorkommt. Sein gedrungener, kompakter Körper zeigt eine eher gedeckte Grundfärbung, die während der Balzperiode durch eine leuchtende Rotfärbung an Unterkopf und vorderem Körper abgelöst wird.

bis 9 cmEndgröße
6-10 JahreLebenserwartung
20-28 °CTemperatur
4-6,5pH-Wert
1-8 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Im Aquarium ist Laetacara fulvipinnis bodennah aktiv und nutzt bevorzugt die unteren Wasserschichten. Die Tiere durchstöbern Substrat und Pflanzen auf Nahrungssuche und verweilen gerne in der Nähe von Blattwerk und Verstecken. Innerhalb der Gruppe besteht eine klare Sozialhierarchie mit Revierbildung; gegenüber nicht-territorialen Beifischen verhalten sich die Tiere meist friedlich. Pflanzen werden nicht beschädigt, was die Art für bepflanzte Schwarzwasserbecken geeignet macht. Die Art bildet Paare mit biparentaler Brutpflege. Im Handel ist Laetacara fulvipinnis selten erhältlich und wird hauptsächlich von spezialisierten Züchtern gehalten.
Wasserwerte: Temperatur 20–28 °C, pH 4,0–6,5, GH 1–8 °dGH. Die Art benötigt weiches, saures Schwarzwasser. Beckengröße: Ab 80 cm Kantenlänge; für ein Pärchen mindestens 100–120 Liter, für eine Gruppe oder Gemeinschaftshaltung 200 Liter oder mehr. Einrichtung: Dichte Bepflanzung, Blattmulm, Moorholz und Wurzelstrukturen entsprechen den natürlichen Bedingungen. Feines bis mittelkörniges Substrat erlaubt das natürliche Durchstöbern. Schwimmende Pflanzen zur Schattenbildung sind empfehlenswert. Strömung: Ruhig bis schwach; starke Strömung vermeiden. Torffilterung unterstützt die erforderliche Wasserchemie. Hartes oder alkalisches Leitungswasser muss durch Osmosewasser aufbereitet werden. Laetacara fulvipinnis ist eine attraktive, relativ seltene Buntbarschart für Aquarianer, die naturnahe Schwarzwasser-Becken schätzen. Die Haltung setzt sorgfältige Wasseraufbereitung voraus.
Laetacara fulvipinnis lebt in kleinen Gruppen mit ausgeprägter Hierarchie. Innerartliche Aggression kann auftreten, beschränkt sich aber überwiegend auf konkurrierende Artgenossen. Ein eingespieltes Pärchen ist die häufigste und stabilste Haltungsform. Während der Brutzeit zeigen die Tiere verstärkt territoriales Verhalten und verteidigen Laichplätze. Die Art sollte bevorzugt mit Beifischen aus südamerikanischen Schwarzwassersystemen gehalten werden: Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche wie Apistogramma-Arten sind geeignet. Bei Zuchtabsicht sind Panzerwelse allerdings ungünstig: Sie durchsuchen den Bodengrund ohne Rücksicht auf Reviergrenzen und stören das bewachte Gelege, was die Elterntiere dauerhaft in Alarmbereitschaft hält. In der Natur kommt sie gemeinsam mit Apistogramma uaupesi, Mesonauta insignis und Heros-Arten vor.
Laetacara fulvipinnis ist ein Allesfresser. Geeignete Futterkomponenten sind Lebendfutter (Artemia-Nauplien, Daphnien, Cyclops), Frostfutter (Mückenlarven, Cyclops, Artemia), hochwertige Flocken- und Granulatfutter sowie pflanzliche Ergänzungen (Spirulina-Flocken, blanchierte Zucchini). Mehrere kleinere Portionen pro Tag entsprechen dem natürlichen Suchverhalten.
Fortpflanzungstyp: Substratlaicher. Zuchtschwierigkeit: mittel bis schwierig. Das Paar legt die Eier auf eine feste Unterlage ab (Pflanzenblatt, flacher Stein oder Holzoberfläche). Beide Eltern bewachen und pflegen die Eier. Die Inkubationszeit beträgt rund drei Tage; die Jungfische werden nach etwa einer Woche freischwimmend. Zur Einleitung der Fortpflanzung empfehlen sich weiche, leicht saure Wasserbedingungen sowie proteinreiche Lebend- und Frostfuttergabe. Der Schwierigkeitsgrad ergibt sich vor allem aus den anspruchsvollen Wasserbedingungen.
Laetacara fulvipinnis wurde aus dem Raum Ayacucho (Venezuela) und bei Barcelos am Rio Negro (Brasilien) gemeldet. Die Fundorte liegen in kleinen, randnahen Flachwasserbereichen von Nebenarmen und kleineren Zuflüssen. Typisch sind klare, weiche und saure Schwarzwasser mit dichter Ufervegetation, reichlich Laubfall und einer komplexen Struktur aus Zweigen, Wurzeln und Pflanzenblättern.
Männchen werden deutlich größer (bis ca. 9 cm TL) als Weibchen (ca. 6–7 cm). Männchen besitzen verlängerte Flossenpartien an Rücken-, After- und Schwanzflosse. Ältere Männchen entwickeln eine steilere Kopfform. Während der Balz treten Männchen farbintensiver auf.
Laetacara fulvipinnis benötigt weiches, saures Schwarzwasser mit einer Temperatur von 20–28 °C, einen pH-Wert von 4,0–6,5 und einer Gesamthärte von 1–8 °dGH. Hartes Leitungswasser muss durch Osmosewasser aufbereitet werden.
Die Art sollte mit Beifischen aus südamerikanischen Schwarzwassersystemen gehalten werden. Geeignet sind Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche wie Apistogramma-Arten.
Die Zucht gilt als mittel bis schwierig, hauptsächlich wegen der anspruchsvollen Wasserchemie. Das Paar legt Eier auf feste Unterlagen; beide Eltern betreiben intensive Brutpflege. Die Inkubationszeit beträgt rund drei Tage.
Die Art ist ein Allesfresser und nimmt Lebendfutter wie Artemia und Daphnien, Frostfutter, hochwertige Flocken sowie pflanzliche Ergänzungen an. Mehrere kleine Portionen pro Tag entsprechen dem natürlichen Fressverhalten.
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