
Harnischwelse
Rüsselzahnwels (L029)
Leporacanthicus galaxias
- Endgröße: 25 cm
- Aquarium: ab 240 l
- Temperatur: 22-26 °C
- pH-Wert: pH 5,6-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Leporacanthicus triactis wird bis zu 24,5 cm (SL) groß und ist ein kräftig gebauter, panzertragender Wels aus der Familie der Loricariidae. Der Kopf ist breit und flach, das Maul als Saugorgan ventral gelegen. Zwei kräftige Fangzähne im Oberkiefer sind namensgebend für die Gattung. Auf dem Kopf befindet sich ein charakteristischer, rückwärts gerichteter Knochenhöcker.

24,5 cmEndgröße
5-10 JahreLebenserwartung
24-27 °CTemperatur
6-7,6pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Das namensgebende Merkmal dieser Art sind drei leuchtende Farbflecken auf den unpaaren Flossen (Rücken-, Schwanz- und Afterflosse). Diese bleiben im Gegensatz zu manchen Gattungsverwandten auch bei adulten Tieren erhalten, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu verwandten Arten wie L029 (L. galaxias), L172 (L. heterodon) und L264 (Leporacanthicus joselimai) darstellt. Im Aquarium zeigt Leporacanthicus triactis typisches Bodenverhalten mit bevorzugtem Aufenthalt in Bodennähe. Aktivitätsphasen fallen überwiegend in die Dämmerungs- oder Nachtzeit. Gegenüber Artgenossen kann Territorialverhalten auftreten, besonders zwischen Männchen.
Wasserwerte: Temperatur 24–27 °C, pH 6,0–7,6, GH 2–12 °dGH. Mindestgröße: 120 cm Kantenlänge und ca. 240 Liter. Das Becken sollte strukturiert sein und zahlreiche Verstecke bieten: große, stabile Höhlen aus Naturstein, Tonröhren, größere Wurzeln sowie Felspartien mit Nischen. Substrat aus Sand oder feinem Kies; scharfe Substrate sind zu vermeiden. Da Leporacanthicus triactis ein reophiler Typ ist, sollten Zonen mit mittlerer bis stärkerer Strömung angeboten werden. Gute Sauerstoffversorgung durch ausreichende Oberflächenbewegung ist wichtig. Moderate bis reduzierte Beleuchtung ist vorteilhaft. Regelmäßige Wasserwechsel und Kontrolle der Höhlen sind essentiell. Leporacanthicus triactis ist eine interessante Art für erfahrene Halter, die ein strukturreiches Becken mit kräftiger Strömung und zahlreichen Höhlen anbieten können.
Leporacanthicus triactis zeigt klares territoriales Verhalten gegenüber gleichartigen Tieren, insbesondere bei Männchen. Im Alltag ist das Temperament eher zurückhaltend und nicht übermäßig aggressiv gegenüber artfremden, friedlichen Beifischen. Während der Balz- und Brutzeit kann das Verhalten deutlich territorialer werden. Schnecken werden weitgehend toleriert. Garnelen: Junggarnelen können gefährdet sein, adulte Garnelen werden meist toleriert. Für die Vergesellschaftung empfehlen sich südamerikanische Beifische aus dem Orinoco-Einzugsgebiet: Salmler wie Anostomus oder Hemiodus, reophile Cichliden (z. B. Retroculus), Panzerwelse und andere Loricariiden.
Leporacanthicus triactis ist überwiegend fleischfressend (Karnivor mit omnivorer Nebentendenz). Bevorzugt werden proteinreiche Frostfutter: Mysis, Artemia, rote Mückenlarven, Muschelfleisch und Garnelen sowie hochwertiges sinkendes Granulatfutter für carnivore Welse. Ergänzend können gelegentlich pflanzliche Beikost wie Gurke oder Zucchini angeboten werden.
Die Zucht im Aquarium ist bislang kaum dokumentiert und gilt als selten bis sehr schwierig. In freier Wildbahn laicht Leporacanthicus triactis während der Regenzeit in tiefen Höhlen in Flussufern. Die Art ist Höhlenbrüter; bei Loricariiden übernimmt typischerweise das Männchen die Bewachung der Eier und Jungfische (Vaterpflege). Konkrete reproduktive Parameter wie Gelegegröße oder Inkubationsdauer sind nicht dokumentiert.
Leporacanthicus triactis stammt aus dem Oberlauf des Orinoco-Beckens in Südamerika (Caño Mavaquita, Venezuela). Die Art ist reophil und besiedelt schnell fließende Gewässerabschnitte mit Stromschnellen. Das Habitat zeichnet sich durch harte Strömungsverhältnisse aus, in denen Fische in Höhlensystemen zwischen Felsblöcken, unter Wurzelstöcken oder an Uferabbrüchen Unterschlupf finden. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren und weichen von optimalen Aquariumwerten ab.
Männchen weisen oft eine stärkere Ausbildung von Odontoden an Kopf- und Flankenbereichen auf und zeigen während der Fortpflanzungszeit eine ausgeprägtere Territorialität. Konkrete Unterschiede in Körperlänge zwischen Männchen und Weibchen sind nicht konsistent dokumentiert.
Temperatur 24–27 °C, pH 6,0–7,6, GH 2–12 °dGH. Die Art stammt aus dem Oberlauf des Orinoco und bevorzugt weiches bis mittelhartes Wasser mit guter Strömung.
Geeignet sind südamerikanische Beifische aus dem Orinoco-Einzugsgebiet: Salmler, reophile Cichliden, Panzerwelse und andere Loricariiden.
Die Zucht ist bislang kaum dokumentiert und gilt als sehr schwierig. Die Art ist ein Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Konkrete Gelegegrößen und Inkubationszeiten sind nicht bekannt.
Mindestens 120 cm Kantenlänge und ca. 240 Liter. Das Becken sollte zahlreiche Höhlen und Verstecke bieten, da die Art territorial gegenüber Artgenossen ist.
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