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Zierfische, Familie Mastacembelidae

Augenfleck-Stachelaal Macrognathus aculeatus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Augenfleck-Stachelaal (Macrognathus aculeatus) ist ein langgestreckter Stachelaal aus der Familie Mastacembelidae und erreicht bis zu 38 cm Gesamtlänge. Der Körper ist seitlich abgeflacht mit schlangenartiger Silhouette. Die Rücken- und Afterflosse bestehen aus isolierten Stacheln, gefolgt von einem langen Weichstrahlenabschnitt. Die Schwanzflosse ist abgerundet, Bauchflossen fehlen vollständig.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • 38 cm (TL)Endgröße

  • bis 12 JahreLebenserwartung

  • 23-28 °CTemperatur

  • 6,5-7,5pH-Wert

  • 8-15 °dGHGesamthärte

  • ab 1080 lAquariengröße

Beschreibung

Die zugespitzte Schnauze trägt sensorische Tastorgane. Namensgebend ist ein deutlicher Augenfleck (Ocellus); der Körper zeigt eine Reihe schräg verlaufender Bänder. Im Aquarium ist Macrognathus aculeatus ein bodenorientierter Dämmerungs- und Nachtjäger. Tagsüber ziehen sich die Tiere in Verstecke zurück, nachts gehen sie auf Nahrungssuche und durchwühlen das Substrat. Die Art gräbt sich gerne in feines Substrat ein und nutzt dichte Bepflanzung und Wurzelwerk als Tarnplätze. Die Art ist in Südostasien verbreitet, mit gesicherten Vorkommen in Indonesien (Borneo), Thailand und der malaiischen Halbinsel. Populationen aus Indien und Bangladesch gehören möglicherweise zur Schwesterart Macrognathus aral.

Haltung und Pflege

Der Augenfleck-Stachelaal benötigt tropisches Wasser mit 23 bis 28 °C, einem pH-Wert von 6,5 bis 7,5 und einer Gesamthärte von 8 bis 15 °dGH. Ein Becken ab 160 cm Kantenlänge und mindestens 1.080 Litern bietet ausreichend Platz für eine kleine Gruppe. Die Einrichtung sollte zahlreiche Versteckmöglichkeiten aus Wurzelholz, Steinaufbauten und dicht bewachsenen Bereichen bieten. Weiches, feines Substrat in Uferzonen ermöglicht grabendes Verhalten; scharfkantige Dekorationen sind zu vermeiden. Offene Schwimmbereiche entlang des Bodens sind wichtig. Schwache bis mitteldichte Bepflanzung mit überhängenden Strukturen schafft Rückzugsmöglichkeiten. Eine stabile Filterung ist wichtig, starke Oberflächenströmung wird jedoch nicht bevorzugt. Regelmäßige Wasserwechsel halten die Wasserqualität stabil. Besondere Sorgfalt ist bei der Eingewöhnung geboten, da kleine Hautwunden schnell zu Pilzinfektionen führen können. Diese Art ist ein bekannter Springer. Eine lückenlose Abdeckung des Aquariums ist Pflicht. Macrognathus aculeatus ist eine Art für erfahrene Aquarianer, die ein großes Becken mit bodenorientierter Einrichtung bieten können.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Macrognathus aculeatus wird in der Regel in kleinen Gruppen gehalten. Die Tiere tolerieren Artgenossen und zeigen koexistierendes Zusammenleben ohne ausgeprägte Revierkämpfe, sofern ausreichend Platz und Verstecke vorhanden sind. Das Temperament ist überwiegend friedlich und zurückhaltend. Gegenüber sehr kleinen Fischen und Wirbellosen zeigt die Art räuberisches Verhalten. Garnelen sind als Mitbewohner ungeeignet, da sie als Beute betrachtet werden. Kleine Schnecken können gefressen werden; größere Exemplare werden oft toleriert. Geeignete Beifische sind ruhige bis mäßig aktive, mittelgroße bis große Arten aus Südostasien, die nicht in direkte Bodenkonkurrenz treten.

Ernährung

Macrognathus aculeatus ist ein Allesfresser mit stark fleischlicher Neigung. Der Hauptanteil der Ernährung sollte aus tierischen Proteinen bestehen. Geeignet sind lebende oder tiefgefrorene Würmer (rote Mückenlarven, Regenwürmer), kleine Krebstiere und Muschelfleisch. Sinkende Flocken oder Pellets werden von eingewöhnten Exemplaren angenommen. Adulte Fische werden ein- bis zweimal täglich in angemessener Menge versorgt.

Zucht

Macrognathus aculeatus ist eierlegend. Die Zuchtschwierigkeit gilt als mittel. Die Art legt klebende, runde, grünliche Eier (ca. 1,25 mm Durchmesser) an wurzeligen Substraten ab, bevorzugt an Wurzeln von Schwimmpflanzen. Männchen geben Milt ab, anschließend erfolgt keine elterliche Fürsorge. In Gefangenschaft werden Zuchterfolge häufig durch hormonelle Induktion unterstützt; natürliche, uninduzierte Ablaiche sind selten.

Natürlicher Lebensraum

Macrognathus aculeatus ist in Südostasien verbreitet, mit gesicherten Vorkommen in Indonesien (Borneo), Thailand und der malaiischen Halbinsel. Weitere Fundortmeldungen liegen aus Vietnam vor. Populationen aus Indien und Bangladesch gehören möglicherweise zur Schwesterart Macrognathus aral. Die Art kommt in verschiedenen Süßwasserhabitaten vor: mittelgroße bis große Flüsse, Tiefland-Feuchtgebiete, Torfmoore und schlammige Bäche. Gelegentliche Vorkommen in Brackwasserbereichen sind dokumentiert. In der Natur bevorzugt die Art weiche, schlammige oder sandige Substrate mit reichlich organischem Material.

Geschlechtsunterschiede

Die visuelle Unterscheidung der Geschlechter ist schwierig. Weibchen erreichen tendenziell größere und fülligere Körpermaße als Männchen. Männchen erscheinen schlanker, besonders zur Laichzeit. Konsistente Unterschiede in Färbung oder Flossenform sind nicht dokumentiert.

Gut zu wissen

  • Hohe Sprungneigung: lückenlose Abdeckung des Aquariums ist Pflicht
  • Bodenbewohner mit grabendem Verhalten, nutzt Substrat zum Verstecken
  • Dämmerungs- und nachtaktive Nahrungssuche
  • Aalähnliches Körperprofil mit sensorischen Tastorganen an der Schnauze
  • Bauchflossen fehlen vollständig
  • Eierlegend: Klebeeier an wurzeligen Substraten, keine Brutpflege
  • Für Garnelen ungeeignet, kleine Schnecken gefährdet
  • Empfindlich bei Eingewöhnung: kleine Hautwunden können zu Pilzinfektionen führen
  • Kupferempfindlich: Die winzigen, tief in die Haut eingebetteten Schuppen lassen Kupfer rasch durchtreten. Kupferhaltige Medikamente und Pflanzendünger meiden, bei Erkrankungen kupferfreie Mittel wählen.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Augenfleck-Stachelaal?

Die empfohlenen Werte liegen bei 23 bis 28 °C, pH 6,5 bis 7,5 und GH 8 bis 15 °dGH. Regelmäßige Wasserwechsel und saubere Bedingungen sind wichtig.

Kann man den Augenfleck-Stachelaal vergesellschaften?

Geeignet sind ruhige bis mäßig aktive, mittelgroße bis große Arten aus Südostasien. Garnelen sind ungeeignet, da sie als Beute betrachtet werden. Sehr kleine Fische sind ebenfalls gefährdet.

Kann man den Augenfleck-Stachelaal im Aquarium züchten?

Die Zucht ist möglich, aber natürliche Ablaiche sind selten. Die Art legt Klebeeier an Wurzelsubstraten ab. Häufig wird die Zucht durch hormonelle Induktion unterstützt.

Wie groß muss das Aquarium für den Augenfleck-Stachelaal sein?

Ein Becken ab 160 cm Kantenlänge und 1.080 Litern ist für eine kleine Gruppe geeignet. Eine lückenlose Abdeckung ist Pflicht, da die Art ein bekannter Springer ist.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

Ein Kommentar, der letzte vom 4. März 2016
  1. René Lienberger

    Damit sich der M. Aculeatus wohl fühlt sollte er in Gruppen von 5 Stk. gehalten werden. Er braucht Sand als Bodengrund um sich eingraben zu können und Stein/Holz- Aufbauten als Rückzugsmöglichkeit.
    Nimmt nur Frost- und Lebendfutter zu sich.

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Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Kiemenschlitzaalartige, ähnlich groß.

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Augenfleck-Stachelaal

Kiemenschlitzaalartige

Augenfleck-Stachelaal

Macrognathus aculeatus red fin

  • Endgröße: bis 38 cm
  • Aquarium: ab 1080 l
  • Temperatur: 26-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Schwarmfisch, aggressiv

Afrikanischer Stachelaal

Kiemenschlitzaalartige

Afrikanischer Stachelaal

Mastacembelus spec

  • Endgröße: bis 45 cm
  • Aquarium: ab 1080 l
  • Temperatur: 23-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: weich bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, territorial

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Kiemenschlitzaal

Monopterus albus

  • Endgröße: 100 cm
  • Aquarium: ab 3000 l
  • Temperatur: 25-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

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Synbranchus marmoratus

  • Endgröße: bis ca. 150 cm
  • Aquarium: ab 6000 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, aggressiv

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