
Grundeln
Taiwan-Bachgrundel
Rhinogobius formosanus
- Endgröße: bis 10 cm
- Becken: ab 150 l
- Temperatur: 18-24 °C
- pH-Wert: pH 6-8
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
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Zierfische, Familie Osphronemidae
Macropodus opercularis
Macropodus opercularis, der Paradiesfisch, ist ein mittelgroßer Labyrinthfisch aus der Familie Osphronemidae und historisch bedeutsam: 1869 in Frankreich und 1876 in Deutschland eingeführt, war er nach dem Goldfisch einer der ersten Zierfische überhaupt in Europa.
bis 11 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
16-26 °CTemperatur
6-8pH-Wert
4-20 dGHGesamthärte
ab 112 lBeckengröße
Er stammt aus dem Yangtze-Becken in China, Taiwan, dem nördlichen Vietnam sowie dem Hainan-Inseln-Raum und besiedelt dort langsam fließende oder stehende, dicht bewachsene Flachgewässer. Die Art erreicht eine Standardlänge von etwa 6,7 cm, adulte Männchen mit fadenförmig verlängerten Rücken-, After- und Schwanzflossen-Filamenten kommen auf eine Gesamtlänge von 10 bis 11 cm. Charakteristisch sind 7 bis 11 kräftige, dunkle Querbänder auf rötlich-braunem Grundton und ein auffälliger, weiß umrandeter dunkler Kiemendeckelfleck. In der Balz zeigen Männchen ein intensives Blau-Rot-Farbspiel. Als Labyrinthfisch kann Macropodus opercularis atmosphärische Luft atmen, was ihm das Überleben in sauerstoffarmen Reisfeldern und stehenden Gewässern ermöglicht. Im Aquarium ist er ein ausgesprochen aktiver, selbstsicherer Fisch, der allerdings wegen seiner ausgeprägten Territorialität und Aggression gegen Artgenossen und ähnlich gebaute Fische kein typischer Gesellschaftsfisch ist.
Macropodus opercularis benötigt eine Wassertemperatur von 16 bis 26 °C, einen pH-Wert von 6,0 bis 8,0 und eine Gesamthärte zwischen 4 und 20 °dGH. Die Art ist hinsichtlich der Wasserwerte sehr anpassungsfähig, solange die Werte stabil bleiben. Wichtig: Der Paradiesfisch ist als subtropische Art an saisonale Temperaturschwankungen angepasst. Eine kühlere Winterphase mit Temperaturen von etwa 16 bis 18 °C über 2 bis 3 Monate mimt den natürlichen Jahreszyklus, verlängert die Lebenserwartung deutlich und fördert das Brutverhalten. Eine dauerhafte Haltung bei tropischen 26 bis 28 °C beschleunigt den Stoffwechsel und verkürzt das Leben. Die gelegentlich in älteren Quellen genannten 10 °C sind nur die kurzfristige Überlebensgrenze der Wildform, keine Haltungsempfehlung für Zuchttiere. Beckengröße: mindestens 80 cm Kantenlänge mit etwa 112 Litern Volumen, für die Haltung eines Harems ab 100 cm und 160 Liter. Einrichtung: dichte Randbepflanzung (Vallisneria, Echinodorus, Cryptocoryne), Schwimmpflanzen für Schaumnest-Stabilität, ruhige bis mäßige Strömung, sandiger oder feinkiesiger Bodengrund, einige Sichtbarrieren aus Wurzeln und Steinen zur Revieraufteilung. Als Labyrinthfisch benötigt Macropodus opercularis freien Zugang zur Wasseroberfläche und eine dicht schließende Abdeckung. Die Luft zwischen Wasser und Deckel muss warm und feucht sein – kalte Raumluft kann beim Luftholen zu Atemwegsentzündungen führen. Kupferhaltige Medikamente (Cupramine, Copper Power, Kupfersulfat) sind bei allen Labyrinthfischen hochtoxisch und müssen strikt vermieden werden. Bei Parasitenbefall stattdessen vorsichtig dosiertes Malachitgrün-Formalin oder eine langsame Temperaturerhöhung nutzen.
Kupfer: Macropodus opercularis ist wie alle Labyrinthfische (Osphronemidae) hochempfindlich gegenüber kupferbasierten Medikamenten. Das Labyrinth-Organ wird durch Kupfer-Ionen direkt geschädigt. Kupfer-Präparate (Cupramine, Copper Power, CuSO4) verursachen bei Standard-Dosierung akute Kiemennekrose und schnellen Tod. Bei Ich oder Samtkrankheit NIEMALS Kupfer einsetzen – stattdessen Malachitgrün-Formalin oder vorsichtige Temperaturerhöhung verwenden (bei dieser subtropischen Art langsam und maximal auf 28 °C).
Macropodus opercularis ist eine territoriale und innerartlich aggressive Art. Männchen vertragen sich untereinander nur in sehr großen Becken; bereits bei 2 Männchen in Standardaquarien kommt es zu tödlichen Kämpfen. Die empfohlene Sozialstruktur ist ein einzelnes Paar oder ein Harem aus einem Männchen mit 2 bis 3 Weibchen in einem gut strukturierten Becken mit Sichtbarrieren. Fische mit ähnlichem Körperprofil – etwa andere Labyrinthfische, ähnlich große Cichliden oder Ähnliche – werden als Rivalen wahrgenommen und attackiert. Für die Vergesellschaftung eignen sich daher nur robuste, dissimilare Arten wie größere, nicht zu bunte Barben, ruhige Schmerlen und Cypriniden ähnlicher Größe. Macropodus opercularis ist ein ausgeprägter Flossenzupfer. Nicht geeignet sind daher langflossige Fische (Guppys, Kampffische, Schleierformen, Skalare), deren Flossen zerbissen werden, sehr kleine Schwarmfische (die als Beute betrachtet werden), Garnelen (Junggarnelen und häutende Adulte werden gefressen) sowie andere Anabantoiden. Trotz der Aggression gegenüber Artgenossen ist Macropodus opercularis gegenüber völlig unterschiedlichen Mitbewohnern oft überraschend tolerant. Schnecken werden meist ignoriert, aber bei kleineren Arten kann es zu Angriffen auf die Fühler kommen.
Macropodus opercularis ist ein Allesfresser mit deutlicher Tendenz zur Mikropredation. In der Natur jagt die Art hauptsächlich kleine aquatische Wirbellose, Insektenlarven, Zooplankton und kleine Fische. Im Aquarium akzeptiert er bereitwillig hochwertiges Trockenfutter (Flocken, Granulat) und gedeiht besonders gut mit regelmäßigen Gaben von Lebend- und Frostfutter: Daphnien, Artemia, weiße und rote Mückenlarven, Tubifex und Cyclops. Eine abwechslungsreiche Fütterung mit hohem Protein-Anteil ist essenziell für Farbintensität und Zuchtbereitschaft. Pflanzliche Komponenten in Form von Spirulina-Tabletten oder blanchiertem Gemüse werden ergänzend angenommen. Was innerhalb von 2 bis 3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Macropodus opercularis ist ein Schaumnestbauer und gehört zu den am einfachsten nachzuziehenden Labyrinthfischen. Das Männchen baut an der Wasseroberfläche – oft unter einem Blatt einer Schwimmpflanze – ein großes, kompaktes Schaumnest aus luftgefüllten Speichelblasen. Während der Balz zeigt es ein intensives Blau-Rot-Farbspiel, umwirbt das Weibchen mit Flossenpräsentation und lockt es unter das Nest. Bei der Paarung umschlingt das Männchen das Weibchen in der klassischen Labyrinthfisch-Umarmung. Die Eier treiben nach oben ins Schaumnest, wo sie vom Männchen betreut werden. Pro Laichvorgang werden bis zu 500 Eier abgegeben. Das Weibchen sollte nach dem Ablaichen umgehend entfernt werden, da das brütende Männchen sehr aggressiv auf andere Fische reagiert. Optimale Zuchtwerte: Temperatur 24 bis 26 °C, pH 6,5 bis 7,5, weiches bis mittelhartes Wasser. Die Larven schlüpfen nach etwa 24 bis 36 Stunden, werden nach weiteren 2 bis 3 Tagen freischwimmend und benötigen zunächst Infusorien und Pantoffeltierchen, später Artemia-Nauplien als Erstfutter.
Macropodus opercularis ist in Ostasien weit verbreitet: sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst das Yangtze-Einzugsgebiet in China (südlich des Yangtze), Taiwan, Hainan und den nördlichen Teil Vietnams. Durch Aquaristik-Freisetzungen ist die Art weltweit in tropischen und subtropischen Regionen eingeführt worden und gilt in mehreren Ländern als invasive Art. Die Art bewohnt bevorzugt flache, langsam fließende oder stehende Gewässer mit dichter Vegetation: Flussrandgebiete, überflutete Reisfelder, Bewässerungskanäle, pflanzenreiche Tümpel und Sümpfe. Typische Wasserwerte liegen bei 16 bis 26 °C (mit saisonalen Schwankungen, in Bergregionen bis unter 15 °C, in heißen Sommern bis 28 °C kurzzeitig toleriert), einem pH-Wert von 6,0 bis 8,0 und einer weiten Härtetoleranz von 5 bis 19 °dGH. Wegen des Yangtze-Ursprungs und der subtropischen Lage ist die Art an deutliche jahreszeitliche Temperaturschwankungen angepasst und profitiert von einer kühleren Winterphase.
Männchen von Macropodus opercularis sind größer und prächtiger gefärbt als Weibchen. Sie besitzen deutlich verlängerte, fadenförmig ausgezogene Rücken-, After- und Schwanzflossen-Filamente, die bis zu mehreren Zentimetern lang werden können. In der Balzphase zeigen sie ein intensives Farbspiel aus leuchtendem Blau und kräftigem Rot über dem dunklen Querbandmuster. Weibchen sind etwas kleiner, gedrungener gebaut und insgesamt unauffälliger gefärbt. Ihre Flossen sind deutlich kürzer und enden stumpf. Während der Laichbereitschaft zeigen sie einen prall gefüllten Bauch.
Macropodus opercularis benötigt eine Wassertemperatur von 16 bis 26 °C, einen pH-Wert von 6,0 bis 8,0 und eine Gesamthärte zwischen 4 und 20 °dGH. Als subtropische Art profitiert die Art von einer kühleren Winterphase (16 bis 18 °C über 2 bis 3 Monate).
Das Becken sollte mindestens 80 cm Kantenlänge und 112 Liter fassen, für die Haltung eines Harems aus 1 Männchen und 2 bis 3 Weibchen sind mindestens 100 cm Kantenlänge und 160 Liter empfehlenswert.
Macropodus opercularis ist territorial und intraspezifisch aggressiv. Zwei Männchen in einem Becken führen zu tödlichen Kämpfen. Geeignete Partner sind robuste, andersgestaltete Arten wie größere Barben oder ruhige Schmerlen. Nicht geeignet sind Labyrinthfische, langflossige Arten, sehr kleine Schwarmfische und Garnelen.
Ja, die Zucht gilt als einfach. Macropodus opercularis ist ein Schaumnestbauer. Das Männchen baut ein Schaumnest und betreibt nach der Paarung alleine die Brutpflege. Optimale Zuchtwerte sind 24 bis 26 °C, pH 6,5 bis 7,5, weiches bis mittelhartes Wasser. Das Weibchen muss nach dem Ablaichen entfernt werden, da das brütende Männchen sehr aggressiv wird.
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