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Zierfische, Familie Mastacembelidae

Reifenstachelaal

Mastacembelus favus

Der Reifenstachelaal (Mastacembelus favus) ist ein großer Stachelaal aus der Familie Mastacembelidae und erreicht bis zu 70 cm Standardlänge; im Aquarium bleiben die Tiere meist kleiner. Der Körper ist gestreckt, aalähnlich und seitlich leicht abgeflacht. Die Rückenflosse trägt zahlreiche kurze Stacheln, die Schnauze ist zugespitzt mit einem rüsselartigen Fortsatz.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Einzelgänger
  • Friedlich
Reifenstachelaal (Mastacembelus favus)
Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
  • bis 70 cmEndgröße

  • 8-18 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 5-12 dGHGesamthärte

  • ab 2700 lBeckengröße

Beschreibung

Kennzeichnend ist die netzartige dunkle Zeichnung auf hellerem Grund, die sich über den gesamten Körper zieht und den Bauch vollständig umschließt. Sie erinnert an Reifenspuren und gab der Art ihren deutschen wie englischen Namen (Tire Track Eel). Genau dieses Merkmal unterscheidet den Reifenstachelaal vom ähnlichen Marmorstachelaal (Mastacembelus armatus), dessen Zickzackmuster auf die obere Körperhälfte beschränkt bleibt und dessen Bauch ungemustert ist. Im Handel werden beide Arten regelmäßig verwechselt; einen Fisch mit dem Namen „Mastacembelus armatus favus“ gibt es nicht, es handelt sich um zwei eigenständige Arten. Im Aquarium ist die Art dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber sucht sie Verstecke zwischen Wurzeln und Höhlen und gräbt sich gerne teilweise in weiches Substrat ein. Gegenüber kleinen Beifischen und Wirbellosen verhält sie sich als opportunistischer Beutegreifer.

Haltung und Pflege

Der Reifenstachelaal benötigt ein Aquarium ab 360 cm Kantenlänge (ab 2.700 Liter) für adulte Tiere. Jüngere Tiere können vorübergehend in kleineren Becken (ab 150 cm) gepflegt werden. Empfohlene Wasserwerte: 24-28 °C, pH 6,0-7,5, GH 5-12 °dGH. Als Substrat ist ausschließlich feiner, weicher Sand geeignet, da sich die Tiere regelmäßig eingraben und an scharfkantigem Kies Hautverletzungen erleiden können. Zahlreiche Verstecke aus Wurzeln, Steinaufbauten, Tonröhren und PVC-Rohren bieten. Bepflanzung nur mit robusten Arten wie Javafarn möglich. AUSBRUCHSICHER: Stachelaale finden selbst durch kleinste Spalten einen Weg aus dem Becken. Eine lückenlos schließende Abdeckung ist notwendig. Sämtliche Öffnungen müssen abgedichtet werden. Eine starke biologische und mechanische Filterung ist unerlässlich. Wöchentliche Wasserwechsel von 25-30 %.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Mastacembelus favus wird am häufigsten einzeln gehalten. In sehr großen Becken ist die Haltung von Gruppen ab 5 Tieren möglich. Das Temperament ist gegenüber gleichgroßen Fischen relativ verträglich, gegenüber kleinen Arten jedoch räuberisch. Geeignete Beifische sind robuste, mittelgroße bis große Arten aus Süd- oder Südostasien, die deutlich zu groß sind, um als Beute zu dienen. Kleine Schwarmfische, Garnelen und Jungfische sind ungeeignet. Die Haltung eines einzelnen Exemplars in einem ausreichend großen Becken ist oft die sinnvollste Option. Schnecken gehören zum natürlichen Beutespektrum und werden gefressen; für die Pflege von Zierschnecken ist die Art nicht geeignet.

Ernährung

Der Reifenstachelaal ist ein ausgeprägter Karnivor und benötigt ausschließlich fleischhaltige Kost. Bevorzugt werden Regenwürmer, Mückenlarven, Tubifex, Krill, Garnelen, Muschelfleisch, Stinte und gelegentlich kleine Fische. Trockenfutter wird in der Regel verschmäht. Die Fütterung sollte abends oder nachts erfolgen, da die Tiere tagsüber oft nicht fressen. Jungtiere benötigen kleinere Futtertiere wie Artemia und fein gehackten Regenwurm.

Zucht

Im Aquarium liegen keine Berichte über eine erfolgreiche Nachzucht vor. Mastacembelus favus ist ein Freilaicher ohne Brutpflege mit äußerer Befruchtung. In Südostasien ist die Art Gegenstand der Aquakulturforschung: dort wurde die Laichbildung mit Hormonbehandlung (Ovaprime) ausgelöst. Auf das Aquarium ist das nicht übertragbar. In der Natur fallen die Laichzeiten mit der Regenzeit und dem Ansteigen der Wasserstände zusammen, was auf saisonale Reize als Laichauslöser hindeutet. Konkrete Angaben zu Laichplätzen, Gelegegröße und Inkubationsdauer sind aus dem Hobby nicht bekannt.

Natürlicher Lebensraum

Mastacembelus favus ist in Südostasien verbreitet. Das Verbreitungsgebiet umfasst die Einzugsgebiete von Mekong und Chao Phraya mit Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam sowie die Malaiische Halbinsel. Die Art lebt in Fließgewässern, Altarmen und langsam strömenden Abschnitten mit komplexer Struktur aus Wurzeln, Totholz und sandigem oder kiesigem Substrat. Die Naturhabitate weisen wechselnde Wasserstände und saisonale Überflutungen auf.

Geschlechtsunterschiede

Der deutlichste Geschlechtsunterschied betrifft das Körpervolumen der Weibchen während der Fortpflanzungsphase: Weibchen werden im Laichzustand deutlich fülliger als Männchen. Konkrete, gesicherte Angaben zu Unterschieden in Körperlänge, Färbung oder Flossenform liegen nicht vor.

Gut zu wissen

  • Hohe Sprungneigung: lückenlose Abdeckung des Aquariums ist Pflicht
  • Große Endgröße bis 70 cm SL, benötigt ein sehr großes Becken
  • Nacht- und dämmerungsaktiv, gräbt sich teilweise in Substrat ein
  • Netzartige Zeichnung über den ganzen Körper, die den Bauch vollständig umschließt (Reifenspur-Muster): das sichere Unterscheidungsmerkmal zum Marmorstachelaal
  • Wird im Handel häufig als Mastacembelus armatus verkauft
  • Opportunistischer Räuber: kleine Fische und Wirbellose sind Beute
  • Keine Aquarienzucht bekannt, in Südostasien jedoch Gegenstand von Aquakulturforschung
  • Lebenserwartung bis 18 Jahre (Richtwert)
  • Kupferempfindlich: Die winzigen, tief in die Haut eingebetteten Schuppen lassen Kupfer rasch durchtreten. Kupferhaltige Medikamente und Pflanzendünger meiden, bei Erkrankungen kupferfreie Mittel wählen.

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Reifenstachelaal?

Die empfohlenen Werte liegen bei 24 bis 28 °C, pH 6,0 bis 7,5 und GH 5 bis 12 °dGH. Regelmäßige Wasserwechsel sind bei dieser großen, fleischfressenden Art besonders wichtig.

Kann man den Reifenstachelaal vergesellschaften?

Geeignet sind robuste, mittelgroße bis große Arten aus Süd- oder Südostasien. Kleine Fische, Garnelen und Jungfische sind ungeeignet, da sie als Beute betrachtet werden. Einzelhaltung ist oft die sinnvollste Option.

Kann man den Reifenstachelaal im Aquarium züchten?

Die Zucht ist bisher nicht dokumentiert. Es liegen keine Berichte über erfolgreiche Nachzucht im Hobby vor.

Wie groß muss das Aquarium für den Reifenstachelaal sein?

Ein Becken ab 360 cm Kantenlänge und mindestens 2.700 Litern ist erforderlich. Noch größere Becken sind vorzuziehen, da die Art bis 70 cm SL erreichen kann. Eine lückenlose Abdeckung ist Pflicht.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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Passt ins Becken dazu

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Rotflossen-Riesengurami

Labyrinthfische

Rotflossen-Riesengurami

Osphronemus laticlavius

  • Endgröße: bis 60 cm
  • Becken: ab 1800 l
  • Temperatur: 20-30 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: weich bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Haiwels

Welse

Haiwels

Pangasianodon hypophthalmus

  • Endgröße: bis 100 cm
  • Becken: ab 10000 l
  • Temperatur: 26-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Spezialistenniveau

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Gestreifter Augenfleck-Stachelaal

Kiemenschlitzaalartige

Gestreifter Augenfleck-Stachelaal

Macrognathus aral

  • Endgröße: bis 63,5 cm
  • Becken: ab 2000 l
  • Temperatur: 23-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: mittel bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Kiemenschlitzaalartige, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Mastacembelus unicolor

Kiemenschlitzaalartige

Mastacembelus unicolor

Mastacembelus unicolor

  • Endgröße: bis 60 cm
  • Becken: ab 1800 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, territorial

Quelle:  Aquarium Glaser GmbH

Kiemenschlitzaalartige

Macrognathus cf. aculeatus "Red Fin"

Macrognathus cf. aculeatus „Red Fin“

  • Endgröße: bis 65 cm
  • Becken: ab 2000 l
  • Temperatur: 23-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Stumpfnasen-Schlangenmuräne

Kiemenschlitzaalartige

Stumpfnasen-Schlangenmuräne

Ophichthus apicalis

  • Endgröße: bis 100 cm TL
  • Becken: ab 3000 l
  • Temperatur: 24-29 °C
  • pH-Wert: pH 8-8,5
  • Wasserhärte: hart bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, friedlich

Kiemenschlitzaal

Kiemenschlitzaalartige

Kiemenschlitzaal

Synbranchus marmoratus

  • Endgröße: bis ca. 150 cm
  • Becken: ab 6000 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, aggressiv

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