Die Wasserhärte für Feuerstachelaale sollte mindestens 12° dGH betragen und der pH-Wert > 7 sein, da es sich bei den Tieren eigentlich um Brackwasserbewohner handelt.
Werte unterhalb dieser von mir angegebenen können zu Futterverweigerung und Hautschäden führen.
Zierfische, Familie Mastacembelidae
Feuerstachelaal Mastacembelus erythrotaenia
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Feuerstachelaal (Mastacembelus erythrotaenia) ist ein sehr großer Stachelaal aus Südostasien. Die dunkle Grundfärbung trägt rote bis orangefarbene Längsbänder und Flecken; die Flossenränder sind häufig hell abgesetzt. Die Art lebt bodennah, ist vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv und zieht sich tagsüber in Höhlen, Röhren oder zwischen Wurzeln zurück.
- Schwierigkeit: Schwierig
- Einzelgänger
- Territorial

bis 100 cmEndgröße
24-28 °CTemperatur
6-8pH-Wert
5-19 °dGHGesamthärte
ab 3000 lAquariengröße
Haltung und Pflege
Mit einer dokumentierten Gesamtlänge von bis zu 100 cm gehört der Feuerstachelaal ausschließlich in sehr große Aquarien. Für ein adultes Tier sollte mit mindestens 400 cm Kantenlänge und rund 3.000 Litern geplant werden. Eine große Grundfläche ist wichtiger als die Beckenhöhe. Feiner Sand ermöglicht das Eingraben; große Wurzeln, stabile Höhlen und passend dimensionierte Röhren bieten Rückzugsmöglichkeiten. Filteransaugungen müssen gesichert und sämtliche Öffnungen lückenlos verschlossen sein. Geeignet sind 24–28 °C, pH 6,0–8,0 und etwa 5–19 °dGH.
Passt das Wasser bei dir?
Verhalten und Vergesellschaftung
Einzelhaltung ist für die normale Aquarienpflege die sicherste Variante. Gegenüber Artgenossen kann es zu territorialen Auseinandersetzungen kommen; eine Gruppe kommt nur in außergewöhnlich großen, stark gegliederten Anlagen infrage. Kleine Fische und Krebstiere können als Beute betrachtet werden. Als Beifische eignen sich größere, ruhige Arten der mittleren und oberen Wasserschichten.
Ernährung
Mastacembelus erythrotaenia ist ein überwiegend räuberischer Bodenfresser. In der Natur wurden vor allem Krebstiere, Insektenlarven und Würmer nachgewiesen; außerdem ist die Aufnahme geringer Pflanzenanteile dokumentiert. Im Aquarium eignen sich Regenwürmer, Insektenlarven, Krebstiere, Muschel- oder Garnelenfleisch sowie nach Gewöhnung hochwertiges sinkendes Futter. Adulte Tiere werden nicht mehrfach täglich gefüttert. Futtermenge und Rhythmus richten sich nach Größe, Kondition und Aktivität.
Zucht
Mastacembelus erythrotaenia ist eierlegend. Eine zuverlässige, allgemein anwendbare Zuchtmethode für das Aquarium ist nicht ausreichend dokumentiert. Saisonale Wasserwechsel oder Temperaturänderungen werden deshalb nicht als gesicherte Zuchtanleitung angegeben.
Natürlicher Lebensraum
Mastacembelus erythrotaenia ist von Thailand und Kambodscha bis Indonesien verbreitet. Die Art bewohnt langsam fließende Niederungsgewässer und Überschwemmungsflächen mit schlammigem oder sandigem Untergrund und zahlreichen Versteckmöglichkeiten.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter sind äußerlich schwer zu unterscheiden. Laichreife Weibchen können im Bauchbereich fülliger wirken; dieses Merkmal erlaubt außerhalb der Fortpflanzungszeit keine sichere Bestimmung.
Gut zu wissen
- Dämmerungs- und nachtaktiv
- Kann schmale Öffnungen nutzen; Aquarium lückenlos abdecken
- Feiner Sand ermöglicht das Eingraben
- Filteransaugungen sichern
- Kleine Fische und Krebstiere können als Beute enden
- Stachelige Rückenflossenstrahlen können sich in groben Netzen verhaken
- Kupferempfindlich: Die winzigen, tief in die Haut eingebetteten Schuppen lassen Kupfer rasch durchtreten. Kupferhaltige Medikamente und Pflanzendünger meiden, bei Erkrankungen kupferfreie Mittel wählen.
Galerie
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht der Feuerstachelaal?
Geeignet sind 24–28 °C, pH 6,0–8,0 und etwa 5–19 °dGH. Wichtiger als ein enger Idealwert sind stabile Wasserqualität, leistungsfähige Filterung und eine lückenlose Abdeckung.
Kann man den Feuerstachelaal vergesellschaften?
Ja, aber nur mit größeren, ruhigen Fischen, die nicht als Beute gelten und überwiegend andere Wasserschichten nutzen. Kleine Fische und Krebstiere sind gefährdet.
Wie groß wird der Feuerstachelaal?
Die dokumentierte Maximallänge beträgt bis zu 100 cm Gesamtlänge. Für adulte Tiere sollte mit mindestens 400 cm Kantenlänge und etwa 3.000 Litern geplant werden.
Was frisst der Feuerstachelaal?
Die Art frisst überwiegend tierische Bodennahrung wie Krebstiere, Insektenlarven und Würmer. Im Aquarium werden außerdem Muschel- und Garnelenfleisch sowie geeignetes sinkendes Futter angenommen.
Hinweis zu den Daten
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Fragen und Erfahrungen
2 Kommentare, der letzte vom 20. Mai 2014
Jutta Bauer Matthias WiesenseeRedaktion Danke Jutta, das haben wir übernommen.
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