Welcher wissenschaftlicher Name ist eigentlich dann richtig
Zierfische, Familie Characidae
Schwarzer Phantomsalmler Megalamphodus (Hyphessobrycon) megalopterus
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Megalamphodus megalopterus hieß früher Hyphessobrycon megalopterus. Der Schwarze Phantomsalmler (Megalamphodus megalopterus) ist ein zierlicher Salmler mit gedrungenem, höherem Körperbau. Der Körper wirkt kompakt und leicht seitlich abgeflacht. Die Flossenzeichnung ist bei Adulten kontrastreich: Männchen besitzen kräftig eingefärbte, deutlich größer ausgezogene schwarze Flossen, insbesondere an Rücken- und Afterflosse.
- Schwierigkeit: Einfach
- Schwarm
- Friedlich
- Kupferempfindlich

bis 4,5 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
22-28 °CTemperatur
5-7pH-Wert
1-12 °dGHGesamthärte
ab 80 lAquariengröße
Beschreibung
Ein markanter schwarzer Schulterfleck, der von zwei schmalen weißlichen Vertikalstreifen eingerahmt wird, ist das sicherste Artmerkmal und bei beiden Geschlechtern sichtbar. Die Art erreicht etwa 3,5 cm Standardlänge, in der Aquarienhaltung bis ca. 4,5 cm.
Im Aquarium zeigen die Tiere ein ruhiges, scheues Schwimmverhalten in den unteren bis mittleren Wasserschichten. Sie bleiben bevorzugt in der Nähe von Pflanzenbeständen oder Wurzelzonen und bilden dichte Schwärme. Unter Stress ziehen sie sich in dicht bewachsene Bereiche zurück.
Der Schwarze Phantomsalmler stammt aus dem oberen Rio Guaporé und der Pantanal-Region in Brasilien und Bolivien.
Die Art wurde 1915 von Carl H. Eigenmann zunächst als Megalamphodus megalopterus beschrieben und 1997 durch Weitzman und Palmer in die Gattung Hyphessobrycon überführt. Heute gilt Megalamphodus wieder als gültige Gattung. Beide Namen sind im Aquarienhandel bis heute gebräuchlich.
Haltung und Pflege
Empfohlene Wasserwerte: 22–28 °C, pH 5,0–7,0, GH 1–12 °dGH. Die Art stammt aus weichem, leicht saurem Wasser und sollte entsprechend in Weichwasserbedingungen gehalten werden. Hartes Wasser über 12 °dGH ist nicht artgerecht.
Beckengröße: Mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 80–100 Liter). In größeren Becken ab 100 cm kommt das ritualisierte Balzverhalten der Männchen deutlich besser zur Geltung. Naturnah gestaltet mit dichtem Unterwassergarten, schwächerer Beleuchtung und Versteckzonen. Feinfiedrige Pflanzen, Moose und Treibholz bieten Schattierung. Dunkler, feiner Bodengrund betont die Körperfarbe. Wurzeln, Moorkienholz und eine dünne Schicht aus Seemandelbaumblättern oder Buchenlaub auf dem Boden geben natürliche Gerbstoffe ab und unterstützen die Farbenpracht. Schwimmpflanzen dämpfen das Licht zusätzlich. Strömung: moderat. Regelmäßige Wasserwechsel (wöchentlich etwa 25 bis 30 %) mit weichem Wasser.
Der Schwarze Phantomsalmler ist eine lohnende Art für naturnahe südamerikanische Biotope. Weiches, leicht saures Wasser ist die wichtigste Voraussetzung für langlebige, vitale Tiere.
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Verhalten und Vergesellschaftung
Der Schwarze Phantomsalmler ist ein geselliges Tier und sollte in Gruppen von mindestens 8–10 Individuen gehalten werden. Das Temperament ist friedlich und zurückhaltend. Während der Fortpflanzungszeit können leichte Rangordnungsdynamiken auftreten, doch Aggressionen bleiben selten und auf subtile Balzgesten beschränkt.
Schnecken werden toleriert. Adulte Garnelen sind in der Regel unproblematisch, sehr kleine Junggarnelen können gefressen werden.
Geeignete Beifische: andere südamerikanische Salmler, Panzerwelse (Corydoras) und kleine Buntbarsche. Ungeeignet sind hektische Arten wie Sumatrabarben, große Buntbarsche oder sehr kleine Beutefische.
Ernährung
Megalamphodus megalopterus ist ein Allesfresser mit Schwerpunkt auf tierischer Kost. Geeignet sind Artemia-Nauplien, Daphnia, Moina, Mückenlarven als proteinreiche Kost, ergänzt durch hochwertige Flocken oder Granulate. Pflanzliche Komponenten können in geringem Umfang beigegeben werden. Mehrere kleine Portionen täglich sind besser als große Rationen. Was innerhalb von 2 bis 3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Zucht
Die Zucht ist gut dokumentiert. M. megalopterus ist ein Freilaicher ohne elterliche Fürsorge. Zuchtschwierigkeit: mittel.
Ein kleines, schwach beleuchtetes Zuchtbecken mit grobmaschigem Siebgeflecht am Boden (damit Eier hindurchfallen) oder feinfiedrige Pflanzen als Ablagefläche. Wasser: weich (GH unter 8 °dGH, pH 6,0–6,5), Temperatur 26–28 °C.
Konditionierung mit eiweißreichem Futter. Ein Paar oder Kleingruppe (1–2 Männchen, mehrere Weibchen) einsetzen. Ablaichen erfolgt häufig am nächsten Morgen. Ein Weibchen gibt 100 bis 200 klebrige Eier ab, die zwischen den Pflanzen oder auf dem Laichsubstrat haften. Eltern danach entfernen. Die Eier sind lichtempfindlich – das Becken muss abgedunkelt werden. Der Schlupf erfolgt bei 26 °C innerhalb von 24 bis 36 Stunden. Die Larven hängen zunächst einige Tage still an Pflanzen und Scheiben, ab dem dritten bis vierten Tag schwimmen sie frei. Erstfutter: Paramecium, dann Artemia-Nauplien und Mikrowürmer.
Natürlicher Lebensraum
Megalamphodus megalopterus stammt aus dem oberen Rio Guaporé (Río Iténez) und dem oberen Rio Paraguai-Einzugsgebiet in Brasilien und Bolivien, einschließlich der Pantanal-Region. Die Art besiedelt stillstehende und langsam fließende Zuflüsse, Hinterwasserbereiche sowie flache Seen mit reicher Ufervegetation.
Typische Habitate sind stark strukturierte Gewässer mit üppiger Ufervegetation, überhängenden Ästen, abgefallenem Laub und Totholz am Grund. Das Wasser ist oft leicht tanninhaltig durch pflanzliche Zersetzungsprodukte. Typische Wasserwerte in den natürlichen Habitaten liegen bei 23 bis 27 °C, pH 5,5 bis 7,0 (leicht sauer) und sehr weicher Wasserhärte (GH 1 bis 6 °dGH).
Geschlechtsunterschiede
Männchen besitzen schwarze Flossen, wobei Rücken- und Afterflossen vergrößert und proportional länger und spitzer erscheinen. Weibchen sind im Vergleich tiefer gebaut und haben tendenziell rötlichere Tönungen an Bauch-, After- und der Fettflosse.
Gut zu wissen
- Bildet dichte Schwärme und bevorzugt Pflanzen- und Wurzelzonen
- Männchen mit deutlich vergrößerten und dunkleren Flossen
- Markanter schwarzer Schulterfleck hinter dem Kiemendeckel
- Männchen führen rituelle Scheinkämpfe mit gespreizten Flossen
- Ruhiges, scheues Temperament – ideal für friedliche Gemeinschaftsbecken
- Weichwasserart – GH über 12 °dGH ist nicht artgerecht
- Schneckenverträglich; Junggarnelen potenziell gefährdet
- Niedrige Sprungrate; Abdeckung empfohlen
- Empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten, bei Parasitenbehandlung kupferfreie Mittel bevorzugen
Galerie
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht der Schwarze Phantomsalmler?
Der Schwarze Phantomsalmler benötigt Temperaturen von 22–28 °C, einen pH-Wert von 5,0–7,0 und eine Gesamthärte von 1–12 °dGH. Weiches, leicht saures Wasser ist optimal.
Kann man den Schwarzen Phantomsalmler vergesellschaften?
Megalamphodus megalopterus eignet sich gut für naturnahe südamerikanische Gemeinschaftsbecken. Geeignet sind andere Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche.
Kann man den Schwarzen Phantomsalmler züchten?
Die Zucht gelingt mit gezielter Vorbereitung. Ein separates Zuchtbecken mit weichem, leicht saurem Wasser und Laichschutz ist erforderlich. Die Elterntiere müssen nach dem Ablaichen entfernt werden.
Was frisst der Schwarze Phantomsalmler?
Der Schwarze Phantomsalmler ist ein Allesfresser mit Vorliebe für tierische Kost. Artemia, Daphnia, Mückenlarven und hochwertige Flocken- oder Granulatfutter bilden eine ausgewogene Ernährung.
Wie groß muss das Aquarium für den Schwarzen Phantomsalmler sein?
Für eine Gruppe von 8 bis 10 Tieren ist ein Aquarium ab 80 cm Kantenlänge und etwa 80 Liter Volumen die Mindestgröße. Größere Becken ab 100 cm sind empfehlenswert, damit das imposante Balzverhalten der Männchen zur Geltung kommt.
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Fragen und Erfahrungen
2 Kommentare, der letzte vom 8. Dezember 2014
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