
Harnischwelse
Rundkopf-Flunderharnischwels
Planiloricaria cryptodon
- Endgröße: bis 56 cm
- Aquarium: ab 1700 l
- Temperatur: 22-28 °C
- pH-Wert: pH 6-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, territorial
Probleme lösen
Sammlungen
Beliebte Steckbriefe
Passend im Ratgeber
Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.
Zur FishothekDie vier Level
Selbst züchten
Über uns
Mitmachen
Gut zu wissen
Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Megalancistrus parananus (L113, L234) ist einer der größten Harnischwelse überhaupt und erreicht eine Standardlänge von bis zu 59 cm SL. Der Körper ist deutlich abgeplattet und demersal angepasst, mit starken Knochenschildplatten, kräftigen Flossen und einem ausgeprägten Saugmaul, das zur Nahrungsaufnahme an harten Untergründen und zum Festhalten in Strömung dient.

59 cm (SL)Endgröße
8–10 JahreLebenserwartung
22-26 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 1800 lAquariengröße
Eine Albino-Variante ist aus dem Pantanal dokumentiert. Besonders markant sind die ausgeprägten, eversiblen Odontoden am Interoperculum, die zur Unterscheidung von anderen großen Loricariiden herangezogen werden können. Männchen zeigen verlängerte Odontoden an Kiemendeckeln und Flanken. Diese Borsten- und Stachelstrukturen dienen der innerartlichen Kommunikation und der Verteidigung. Im Aquarium zeigt Megalancistrus parananus Boden- und Grundzonenverhalten. Die Tiere halten sich vorzugsweise am oder nahe dem Substrat auf und nutzen Wurzelwerke, Steine und Höhlen als Ruhe- und Versteckplätze. Aufgrund ihrer Größe bewegen sie sich eher gemächlich, können aber bei Störungen oder territorialen Auseinandersetzungen überraschend energisch werden. Wegen der extremen Größe ist diese Art ausschließlich für öffentliche Anlagen oder die allerweitläufigsten Privataquarien geeignet. Holz ist für Loricariidae eine wichtige Nahrungsquelle und sollte immer im Becken vorhanden sein.
Wasserwerte
Temperatur: 22–26 °C
pH: 6,0–7,5
GH: 2–12 °dGH Beckengröße
Das Becken muss enorm dimensioniert sein. Für diese Art kommen nur öffentliche Anlagen oder die größten Privataquarien in Frage. Mehrere großzügige Verstecke und Höhlen aus stabilen Steinformationen und großen Wurzelholzstücken sind wichtig. Einrichtung
Flache, glatte Substrate bevorzugen, zusätzlich Bereiche mit gröberem Kies oder Steinmaterial. Große Wurzelholzstücke bieten sowohl Versteck als auch Nahrungsquelle (Holz ist für Loricariidae Nahrung). Mäßige bis deutliche Strömung, da die Art in stark strömungsreichen Flusssystemen vorkommt. Hochleistungsfähige Filterung ist notwendig. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind für diese Art giftig und dürfen nicht eingesetzt werden. Megalancistrus parananus stellt extreme Anforderungen an Haltung und Einrichtung. Für die erfolgreiche Pflege sind ein sehr großes Aquarium, hochleistungsfähige Filterung, regelmäßige Wasserwechsel und eine naturnahe Einrichtung mit Höhlen und großen Verstecken Grundvoraussetzungen.
Megalancistrus parananus kann in beengten Verhältnissen sehr aggressiv reagieren und sollte ausschließlich mit ähnlich großen, robusten Fischen in entsprechend dimensionierten Aquarien gehalten werden. In großen, artgerecht eingerichteten Becken zeigen die Tiere eine klarere Arbeitsteilung bei der Nutzung von Revierabschnitten. Das Temperament ist robust und durchsetzungsfähig. Während der Ruhephasen wirken die Fische friedlich und zurückgezogen; in Revierkonflikten oder bei Fütterung kann es zu aggressivem Verhalten kommen. Aufgrund der Maulgröße sind Garnelen und kleine Wirbellose grundsätzlich gefährdet. Schnecken werden von adulten Tieren in der Regel toleriert. Für die Vergesellschaftung sind ausschließlich robuste, ähnlich große südamerikanische Arten aus vergleichbaren Flusssystemen geeignet.
In der Natur ernährt sich Megalancistrus parananus hauptsächlich von Süßwasserschwämmen, aquatischen Wirbellosen und Aufwuchs (Biofilm) auf Holz. Im Aquarium sollte dieses spezialisierte Fressverhalten berücksichtigt werden: sinkende Futtertabletten für Welse, Spirulina- und Algentabletten sowie proteinhaltige Ergänzungen wie gefrorene Artemia, Mückenlarven, Tubifex und Garnelenfleisch. Große Wurzelholzstücke sind als Dauerfutter-Quelle wichtig. Frisches Gemüse wie blanchierte Zucchini, Gurke oder Blattgemüse wird gut angenommen. Aufgrund der Größe der Tiere müssen Portionen angemessen gewählt und sinkende Futtermittel bevorzugt werden.
Fortpflanzungstyp: Substratlaicher (Höhlenbrüter, wie bei Loricariidae üblich)
Zuchtschwierigkeit: nicht dokumentiert Zur Zucht von Megalancistrus parananus liegen keine dokumentierten Zuchtberichte vor. Die Fortpflanzung erfolgt vermutlich als Substratlaichen mit Eiablage in Höhlen und Brutpflege durch das Männchen, wie bei verwandten Loricariiden üblich. Konkrete Zuchtdaten sind für diese Art nicht verfügbar. Die Zucht gilt als äußerst anspruchsvoll und würde riesige Aquarien, geeignete Höhlen und stabile Wasserqualität über längere Zeiträume erfordern.
Megalancistrus parananus ist in Südamerika verbreitet und kommt in Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay vor. Die Art bewohnt die Flusssysteme des Paraguay, Paraná und Uruguay und lebt demersal am Gewässergrund. In den natürlichen Habitaten findet man die Fische in gemäßigten Flussabschnitten mit deutlicher Strömung sowie in Bereichen mit strukturiertem Untergrund aus Steinen, Wurzelwerk und holzigen Strukturen. Die Art ist an wechselnde Strömungsverhältnisse angepasst und nutzt natürliche Strömungskanten zum Festhalten und zur Nahrungssuche. Wilde Wasserwerte: Temperatur 20–28 °C, pH 6,0–7,5. Wilde Wasserwerte können lokal variieren.
Männchen sind tendenziell größer und weisen einen breiteren Kopf und deutlich längere Odontoden auf, besonders um die Kiemendeckel. Zudem sind bei ausgewachsenen Männchen verlängerte Borsten auf hinteren Schuppen zu beobachten. Farbliche Geschlechtsunterschiede sind nicht zuverlässig dokumentiert; die Unterscheidung erfolgt hauptsächlich über Form- und Strukturmerkmale.
Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei 22–26 °C, pH 6,0–7,5 und GH 2–12 °dGH. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind giftig und dürfen nicht eingesetzt werden.
Nur mit robusten, ähnlich großen südamerikanischen Arten aus vergleichbaren Flusssystemen. Kleine Fische und Wirbellose sind aufgrund der Maulgröße gefährdet.
Zuchtberichte liegen nicht vor. Die Art ist vermutlich ein Höhlenbrüter mit Brutpflege durch das Männchen, wie bei Loricariiden üblich. Die Zucht gilt als sehr anspruchsvoll und erfordert riesige Aquarien.
Megalancistrus parananus gehört zu den größten Harnischwelsen (bis 59 cm SL) und ist ausschließlich für öffentliche Anlagen oder die größten Privataquarien geeignet. Normale Heimaquarien sind für diese Art nicht geeignet.
Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.
In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.
Mitreden können angemeldete Mitglieder. Anmelden oder kostenlos registrieren.
Newsletter
Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.





















