
Regenbogenfische
Blauer Regenbogenfisch
Melanotaenia lacustris
- Endgröße: bis 12 cm (SL)
- Aquarium: ab 240 l
- Temperatur: 20-25 °C
- pH-Wert: pH 7-9
- Wasserhärte: mittel bis hart
- Schwierigkeit: Einfach
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Melanotaeniidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Bösemans Regenbogenfisch (Melanotaenia boesemani) ist ein kompakt gebauter, hochrückiger Schwarmfisch aus der Familie Melanotaeniidae und erreicht eine Größe von bis zu 11 cm SL (Männchen), Weibchen ca. 8 cm SL. Das Vorderteil des Körpers zeigt blau-grüne Töne, die in ein warmes Gelb-Orange bis Rot im hinteren Körperbereich übergehen.

bis 11 cmEndgröße
5 JahreLebenserwartung
27-30 °CTemperatur
7-8pH-Wert
9-19 °dGHGesamthärte
ab 200 lAquariengröße
Männchen zeigen intensivere Farben, einen tieferen Körper und längere, spitz zulaufende Flossen. Im Aquarium zeigt Melanotaenia boesemani ein aktives und schwarmorientiertes Schwimmverhalten im mittleren Wasserbereich. Die Fische durchstreifen das Becken in losen bis kompakten Gruppen. Sie sind sehr friedlich, können jedoch durch ihre schnelle Schwimmweise kleinere, langsame Arten stören. Männchen zeigen Balzverhalten mit verstärkter Farbenpracht. Die Art stammt aus einem sehr begrenzten Verbreitungsgebiet auf der Vogelkop-Halbinsel von Westneuguinea (Indonesien) und ist auf der IUCN-Roten Liste als stark gefährdet (EN) eingestuft. Nahezu alle im Handel erhältlichen Tiere stammen aus Nachzuchten.
Wasserwerte
Temperatur: 27–30 °C
pH: 7,0–8,0
GH: 9–19 °dGH Beckengröße
Mindestens 120 cm Kantenlänge, ab 200 Liter. Größere Aquarien kommen dem natürlichen Bewegungsdrang der Art noch besser entgegen. Einrichtung
Offener Schwimmraum mit dichter, strukturierter Bepflanzung am Rand und im Hintergrund. Mitte des Beckens frei lassen für Schwarmverhalten. Feiner Kies oder Sand als Bodengrund. Wurzeln und flache Steine als zusätzliche Struktur. Starke Beleuchtung unterstützt Pflanzenwachstum und betont die Farben. Moderate bis kräftige Filterung. Da die Art schreckhaft reagieren kann, helfen ruhige Platzierung des Aquariums und behutsame Eingewöhnung neuer Tiere. Gut sitzender Deckel empfohlen. Regelmässige Wasserwechsel und stabile Wasserparameter sind wichtig.
Melanotaenia boesemani ist ein klassischer Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens sechs bis acht Tieren gehalten werden, empfohlen werden acht bis zehn Exemplare. Das Temperament ist friedlich; Konflikte beschränken sich auf kurzzeitiges Verfolgen zwischen Männchen während der Balz. Schnecken werden problemlos toleriert. Garnelen: Junggarnelen können gefressen werden, adulte Garnelen werden meist toleriert. Für die Vergesellschaftung eignen sich andere Regenbogenfische, Pseudomugil-Arten, friedliche Schwarmfische ähnlicher Größe (Salmler, Danios, Barben), Corydoras als Bodenbewohner. Aufgrund der harten, leicht alkalischen Wasserwerte ist die Art auch mit friedlichen Rift-See-Buntbarschen (Tanganjika, Malawi) kompatibel.
Melanotaenia boesemani ist allesfressend und nimmt bereitwillig Trocken-, Frost- und Lebendfutter an. Hochwertiges Trockenfutter in Form von Flocken und Granulat als Basis, ergänzt durch gefrorene Artemia, Mysis oder Daphnien. Lebendfutter fördert Aktivität und Balzbereitschaft. Pflanzliche Komponenten (Spirulina-Flocken, blanchiertes Gemüse) ergänzend anbieten. Mehrere kleinere Fütterungen pro Tag sind sinnvoller als eine große Tagesportion.
Fortpflanzungstyp: Freilaicher (Haftlaicher)
Zuchtschwierigkeit: Mittel Die Zucht ist gut dokumentiert. Melanotaenia boesemani nutzt Mop- bzw. Vegetationslaichen: Weibchen und Männchen geben täglich über submerser Vegetation oder Laichmopps Eier ab. Für die Zucht wird leicht hartes, alkalisches Wasser (pH ca. 7,5) bei 26–28 °C empfohlen. Die Eier schlüpfen nach 7–12 Tagen. Die frisch geschlüpften Larven sind sehr klein und benötigen zunächst Infusorien als Erstnahrung, bevor sie auf Artemia-Nauplien umgestellt werden. Elterntiere nach dem Ablaichen entfernen, um das Verzehren der Eier zu verhindern.
Melanotaenia boesemani stammt von der Vogelkop-Halbinsel in Westneuguinea (Indonesien). Die Art ist nur von wenigen Seen bekannt, darunter die Seen von Ajamaru sowie die benachbarten Seen Hain und Aitinjo. Die Fische kommen in klaren, flachen Uferbereichen mit dichten Wasserpflanzenbeständen vor. Die Seen sind für relativ hartes und alkalisches Wasser (pH 8,0–9,0) charakterisiert. In einigen Zuflüssen können die Wasserwerte abweichen (pH bis 6,0–6,5). Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren und weichen von optimalen Aquariumwerten ab.
Männchen werden größer (bis 11 cm SL) und zeigen die charakteristische intensive Bicolor-Färbung mit stärkerem Kontrast. Sie entwickeln einen tieferen, hochrückigeren Körper sowie längere, spitz zulaufende Flossen. Weibchen bleiben kleiner (ca. 8 cm SL), sind farblich matter, schlanker gebaut und besitzen kürzere, abgerundetere Flossen.
Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei 27–30 °C, pH 7,0–8,0 und GH 9–19 °dGH.
Geeignete Mitbewohner sind andere Regenbogenfische, Pseudomugil-Arten, friedliche Schwarmfische wie Salmler und Danios, sowie Corydoras als Bodenbewohner. Aufgrund ähnlicher Wasserparameter auch mit friedlichen Rift-See-Buntbarschen kompatibel.
Die Art ist ein Freilaicher und nutzt Vegetation oder Laichmopps zur Eiablage. Eier schlüpfen nach 7–12 Tagen. Die Jungfische benötigen zunächst Infusorien als Erstnahrung.
Melanotaenia boesemani ist allesfressend. Hochwertiges Trockenfutter als Basis, ergänzt durch Frostfutter (Artemia, Mysis) und pflanzliche Komponenten (Spirulina). Mehrere kleine Rationen pro Tag empfohlen.
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